2. Bundesliga heute: Der FC St. Pauli hat den Karlsruher SC am Sonntag (11.10.2026) mit 2:0 besiegt. Abdoulie Ceesay und Lars Ritzka trafen für die Hamburger. Während Marcel Rapp den Aufwärtstrend seiner Mannschaft lobte, haderte KSC-Trainer Maximilian Senft mit gleich mehreren Schiedsrichterentscheidungen. Die Stimmen zum Spiel.
St. Pauli gegen KSC: Die Stimmen der Hamburger
Marcel Rapp, Trainer FC St. Pauli: „Am Anfang ging es viel hin und her. Wir sind dann aber immer besser geworden und hatten Ballgewinne. Dann kam der Eckball und das nicht gegebene Tor. Wir alle wissen, dass ein Momentum ein Spiel drehen oder mitbestimmen kann. Nach der Aberkennung des Tors waren wir bis zur Pause überlegen und haben es richtig gut gemacht. Wir waren griffig gegen den Ball und mit dem Ball hatten wir gute Kombinationen. Wir gehen verdient in Führung und legen nach der Pause schnell das zweite Tor nach.“
Marcel Rapp: „Mit der ersten Halbzeit bin ich aber sehr zufrieden. Wir sind weiter auf einem guten Weg. Durch den Dreier wird das Selbstvertrauen noch mal größer. Ich kann den KSC und Maximilian Senft verstehen, dass sie mit den Entscheidungen hadern.“
Lars Ritzka, Torschütze FC St. Pauli: „Ben Voll hat mir heute morgen gesagt, dass er das Gefühl hat, dass ich scoren werde. Daran musste ich bei meinem Tor denken. Es ist gut, dass wir auch mal ein Standardtor erzielt haben und nicht nur welche kassieren. Ich bin froh, dass ich der Mannschaft helfen konnte.“
David Nemeth, Spieler FC St. Pauli: „Auch wenn wir hoch gepresst wurden, haben wir die Ruhe bewahrt und gute Lösungen gefunden. Wir konnten das Pressing gut auflösen und Chancen kreieren. Wir hatten einige gute Ballgewinne und gute Konter. All das hat dafür gesorgt, dass wir den Sieg eingefahren haben. Es tut gut, zu Null gespielt zu haben.“
Eric Smith, Spieler FC St. Pauli: „Bei Karlsruhes vermeintlichem Tor bekomme ich einen Ellenbogen in den Nacken und falle zu Boden. Das ist nach meinem Fußball-Verständnis ein Foul, ich muss mir das aber auch noch mal anschauen. Wir sind dann in Führung gegangen und das erste Tor zu erzielen, ist immer wichtig.“
Eric Smith: „Gerade in der ersten Hälfte war es eines unser besseren Spiele, wir konnten uns viele Chancen herausspielen. Nach dem 2:0 hatten wir einige gute Konter, da können wir noch ein, zwei Tore mehr erzielen. Da hat uns vielleicht ein bisschen Killerinstinkt gefehlt. Wenn das KSC das 2:1 erzielt hätte, wäre es noch mal spannend geworden.“
Abdoulie Ceesay, Torschütze FC St. Pauli: „Wir wollen jede Woche drei Punkte holen und sind deshalb natürlich sehr glücklich über den Sieg. Für mich ist egal, wie wir gewinnen. Die Hauptsache ist, dass wir gewinnen. Es ist sehr wichtig für mich, das Vertrauen des Trainers zu bekommen und jedes Spiel zu spielen.“ (via fcstpauli.com)
Karlsruher SC: Die Stimmen nach der Niederlage auf St. Pauli
Maximilian Senft, Trainer Karlsruher SC: „Beide Teams sind mit viel Offensivdynamiken ins Spiel gestartet. Unser Team hat leidenschaftlich gearbeitet. Durch eine überragend getretene Ecke von Marvin Wanitzek fällt das 1:0. Das hätte uns auch gutgetan, wenn es gezählt hätte. Leider wurde es aberkannt. Wenn der Stoß von Sandro Trémoulet ein Foul ist, gibt es keine Eckballtore mehr.“
Maximilian Senft: „Meine Mannschaft hatte in der zweiten Halbzeit Leben in sich, dann kommt es zum Freistoß für St. Pauli, wo meiner Meinung Marcel Franke gefoult wird und die Entscheidung andersrum hätte ausfallen müssen. Aus dem Freistoß erzielt St. Pauli das 2:0. Das war eine bittere Pille für uns.“
Maximilian Senft: „Die Niederlage ist bitter. So ist es im Fußball. Wenn es nicht läuft, kommen solche Spiele hinzu.“
Marvin Wanitzek, Kapitän Karlsruher SC: Nach den Rückschlägen gegen Cottbus und Nürnberg habe sich die Mannschaft während der Länderspielpause intensiv mit den Problemen beschäftigt. Auch gegen St. Pauli blieb der erhoffte Befreiungsschlag aus. „Wir müssen punkten, um das Ganze ruhiger gestalten zu können.“
Sandro Trémoulet, Spieler Karlsruher SC: Der Startelfdebütant zeigte sich stolz über seinen ersten Einsatz von Beginn an, aber frustriert über die Niederlage und die Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns. „Auf der anderen Seite bin ich aber sehr enttäuscht über das Ergebnis.“ Für die kommenden Spiele forderte er Konzentration, Motivation und Zusammenhalt.
