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RB Leipzig vs. PSV Eindhoven – Stimmen: „Macht mir Bauchschmerzen“

RB-Leipzig-Fahne RB Leipzig - VfL Wolfsburg

RB Leipzig News beim Fußball heute: Die Königsklasse ist zurück in Leipzig – und RB hat den Heimauftakt genutzt. Beim 1:0 gegen die PSV Eindhoven traf Brajan Gruda zum ersten Mal auf dieser Bühne, Torhüter Maarten Vandevoordt parierte in der Schlussphase einen Handelfmeter, über den nach Abpfiff noch lange gesprochen wurde. Hier findest du die Stimmen zum Duell RB Leipzig gegen PSV Eindhoven von DAZN, der Vereinsseite und der LVZ.

RB Leipzig vs. PSV Eindhoven Stimmen – Demichelis: „Wir haben nichts zu verlieren“

Martín Demichelis (Cheftrainer RB Leipzig) ordnete den Abend als harte Arbeit gegen einen unangenehmen Kontrahenten ein. Der niederländische Meister habe seiner Elf wenig Raum gelassen, umso mehr habe es auf Einsatz ankommen müssen: „Wenn man sein Spiel nicht aufziehen kann, braucht man Leidenschaft. Die Jungs haben bis zum Schluss gekämpft. Daher bin ich stolz auf die Mannschaft.“

Besonders hob der Argentinier die Leistung zwischen den Pfosten hervor – und zwar auf beiden Seiten: „In so einer Partie brauchst du einen starken Torwart. Maarten Vandevoordt war überragend. Der Torwart von PSV aber auch.“ Mit Blick auf die kommenden Wochen, in denen Auftritte in München und Madrid anstehen, gab sich der Coach gelassen: „Wir haben in diesen Spielen nichts zu verlieren, aber viel zu gewinnen.“

Der Mann, der die Partie entschied, erlebte einen Abend mit Seltenheitswert. Brajan Gruda stand erstmals von Beginn an in einem Spiel dieses Wettbewerbs auf dem Feld – und traf prompt: „Es war mein erstes Champions-League-Spiel von Anfang an und mein erstes Champions-League-Tor. Das waren besondere Emotionen. Davon träumt jeder Fußballer.“

Der Einstieg war allerdings zäh, wie der Offensivspieler einräumte: „Die ersten Minuten waren ziemlich schwierig für uns. Am Ende haben wir uns aber zum Glück mit dem Tor belohnt und nehmen die drei Punkte mit.“ Vor dem Anpfiff, so schilderte er gegenüber der LVZ, habe ihn die Hymne spürbar erwischt – ein Moment, den er mit Gänsehaut beschrieb.

David Raum sah eine Begegnung auf Augenhöhe, in der am Ende die Effizienz den Ausschlag gab: „Es war ein intensives und sehr ausgeglichenes Spiel. Wir hatten ein paar Chancen und machen am Ende das eine Tor. Hinten verteidigen wir alles weg und haben zum Glück mit Maarten einen Torwart, der uns im Spiel hält.“

Dass die Serie in der heimischen Arena anhält, wertete der Außenbahnspieler als Signal für die nächsten Aufgaben: „Dieser Sieg gibt uns Rückenwind. Wir fahren jetzt mit Selbstbewusstsein nach München.“ Zugleich benannte er das, was auswärts noch fehlt: Zuhause trete die Mannschaft eine Spur forscher auf, diese Haltung müsse sie auch auf Reisen abrufen.

Für Vandevoordt selbst war es ein Abend, den er kaum in Worte fassen konnte: „Es ist ein fantastisches Gefühl, so einen Sieg einzufahren. Wir haben wirklich hart dafür gearbeitet.“ Den zweiten Erfolg nacheinander deutete der Schlussmann als Beleg dafür, dass sein Team in Schwung kommt – die Stimmung in der Kabine sei derzeit ausgesprochen gut.

Stimmen zum Spiel von PSV Eindhoven – Bosz: „Wir hatten uns mindestens ein Unentschieden verdient“

Auf der Gegenseite überwog die Enttäuschung über ein Resultat, das aus Sicht der Niederländer nicht zum Spielverlauf passte. Peter Bosz (Cheftrainer PSV Eindhoven): „Aus meiner Sicht war die Niederlage unnötig. Wir haben große Teile des Spiels dominiert.“

Der Trainer verwies dabei nicht allein auf den vergebenen Strafstoß, sondern auf das Gesamtbild seiner Elf: Sie habe mutig von hinten heraus gespielt und sich weitere gute Gelegenheiten erarbeitet. Sein Fazit fiel entsprechend deutlich aus: „Wir hatten uns mindestens ein Unentschieden verdient.“

Ähnlich sah es Matej Kovar, der im Tor der Gäste viel zu tun bekam: „Bis zur 70. Minute hatte ich das Gefühl, dass wir dominant waren. Ich war immer beschäftigt in diesem Spiel, es ist aber ein enttäuschendes Ergebnis.“ Eine knappe Niederlage, so der Keeper gegenüber der LVZ, schmerze anders als ein klarer Rückstand.

Die Debatte um den Handelfmeter – Baku: „Ich hab nichts gespürt“

Für Gesprächsstoff sorgte die Szene, die PSV den Ausgleich hätte bringen können. Ridle Baku konnte die Entscheidung des Unparteiischen nach eigener Aussage nicht nachvollziehen: „Ich war schockiert, dass es den Elfmeter gab. Ich wusste erst gar nicht, worum es geht – mein Gegenspieler auch nicht.“

Auf die Rettung in letzter Instanz war am Ende Verlass, wie der Verteidiger erleichtert anmerkte: „Zum Glück haben wir aber einen starken Torwart hinten drin. Wir sind froh, dass wir Maarten haben.“ Den Erfolg selbst sah er als folgerichtig an, weil seine Mannschaft in der entscheidenden Phase zuschlug.

Auch neutrale Beobachter taten sich mit der Bewertung schwer. Tobias Schweinsteiger, als Experte für DAZN im Einsatz, formulierte es so: „Der Handelfmeter macht mir Bauchschmerzen. Aus der Sicht eines Fußballers war das niemals einer. Aber es gibt sicher auch Argumente dafür.“

Den Siegtreffer analysierte er dagegen ohne Einschränkung. Leipzig habe den Gegner nach der Pause konsequent in die eigene Hälfte gedrängt, aus den daraus entstehenden Standards sei die Entscheidung gefallen – Grudas Abschluss mit links sei technisch sauber gelöst gewesen und für Kovar nicht mehr zu halten.

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