Nach dem späten Ausgleich in Amsterdam überwogen beim DFB-Team dennoch die positiven Stimmen. Jürgen Klopp zeigte sich nach dem 1:1 zufrieden mit der Leidenschaft seiner Mannschaft, sah aber auch klare Baustellen. Am Mikrofon von RTL meldeten sich zudem Kapitän Joshua Kimmich, Debütant Philipp Treu und Lothar Matthäus zu Wort – alle lobten die Einstellung der Elf.
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DFB-Stimmen – Klopp: „Wir haben uns selbst Arbeit verschafft“
Differenziert fiel die Bilanz des neuen Bundestrainers aus. „Es hat sich meistens gut angefühlt. Zwei sehr gute Fußballmannschaften. Wir sind gut reingekommen ins Spiel – und dann hatten wir richtige Probleme. Wenn das System noch nicht vollends steht und die Abläufe noch nicht ausgereift sind, dann passiert so etwas“, erklärte Klopp.
Trotzdem nahm er viel Ermutigendes aus seinem Einstand mit. „Ich war mit der Leidenschaft sehr zufrieden, aber wir können bestimmt besser spielen“, betonte er. Die eigenen Fehler machten den Abend unnötig schwer: „Wir haben uns aber auch selbst Arbeit verschafft – das war richtig anstrengend.“
Klopp über Musiala und Havertz: „Es sind Muskelverletzungen“
Sorgen bereitete dem Coach die Verletzungen von Havertz und Musiala. „Beide sind im MRT, es sind Muskelverletzungen. Ich hoffe, wir bekommen heute Abend noch ein Update“, sagte er. Für den angeschlagenen Havertz kam mit Younes Ebnoutalib ein Debütant, der ihn überzeugte: „Ebnoutalib hat ein Top-Spiel gemacht, als er reinkam.“
Beim Gegentreffer zollte der Bundestrainer dem Gegner Respekt – und wurde dabei humorvoll. „Sensationeller Pass von van Bommel. Vom Papa hat er das nicht. Der Außenrist muss von der Mutter kommen“, sagte Klopp über die Vorlage zum 1:1. Eine Anspielung auf den Vater des Torvorbereiters, der jahrelang im Mittelfeld des FC Bayern ackerte.
Joshua Kimmich: „Am Ende ein verdientes Unentschieden“
Ähnlich bewertete Kapitän Joshua Kimmich den Abend. „Es war ein intensives Spiel, in dem nicht alles perfekt war, aber es hat sich einiges gut angefühlt. Wir haben eine Riesen-Chance zum 2:0, die wir leider nicht nutzen, aber am Ende ein verdientes Unentschieden“, sagte der DFB-Kapitän – der von Lothar Matthäus besonders hervorgehoben wurde.
„Ich würde sagen, die Mannschaft hat sich als Einheit gezeigt. Jürgen Klopp hat der Mannschaft den Kampf eingehaucht. Die DFB-Elf hat sich dagegengestemmt“, erklärte der Rekordnationalspieler. Sein Fazit: „Es war ein guter Einstand, man kann mit dem Ergebnis und der Einstellung zufrieden sein, aber es gibt auch etwas zu verbessern. Kimmich ist der klare Leader dieser Mannschaft.“
DFB-Debütant Treu: „Wir wollten Power-Fußball spielen“
Aus Sicht von Philipp Treu, der sein erstes Länderspiel bestritt, ging der Plan zumindest phasenweise auf. „Wir wollten vorne draufgehen, wir wollten Power-Fußball spielen. Das hat zu Beginn gut geklappt, hinten raus war es dann etwas zu passiv“, sagte der Freiburger.
Die Mentalität stimmte für ihn dennoch. „Jeder hat sich reingehauen – genau so muss man spielen. Wir wollen mit Stolz spielen“, betonte der Außenverteidiger, der den Führungstreffer vorbereitet hatte.
Ob die DFB-Elf die Ansätze bestätigen kann, zeigt sich bereits am Sonntag gegen Griechenland in Augsburg.
