Noch hat in dieser NFL-Saison kein Owner einen Trainer entlassen – doch mit den anstehenden Bye Weeks könnte sich das bald ändern. Fox Sports hat nach dem ersten Saisonmonat sein Hot-Seat-Ranking aktualisiert, und an der Spitze steht ein Coach, dessen Team bei 0:4 steht und dessen Quarterback verletzt ist. Dahinter folgen prominente Namen, darunter ein Super-Bowl-Sieger.
NFL-Hot-Seat-Ranking: Todd Bowles unter größtem Druck
Todd Bowles führt das Ranking an. Die Buccaneers sind 0:4, vor allem die Offense wirkt desolat, und mit der Daumenverletzung von Baker Mayfield droht weitere Verschlechterung. Bowles hatte in vier Jahren nie mehr als zehn Siege und verdankt drei Play-off-Teilnahmen einer schwachen Division – ein Lebenslauf, der in einer Krise kaum als Schutzschild taugt.
Die nächsten fünf Spiele gegen Dallas, Pittsburgh, Carolina, Atlanta und Chicago werden damit zur Bewährungsprobe. Holt Bowles dort nicht ein paar Siege, könnte er laut Fox Sports die Bye Week in Week 10 nicht überstehen. Für Tampa Bay wäre das die Zäsur, die sich nach vier Niederlagen ohnehin abzeichnet.
Jets-Coach Glenn und Commanders-Trainer Quinn auf den Plätzen zwei und drei
Auf Platz zwei steht Jets-Coach Aaron Glenn. Nach dem Auftaktsieg gegen die Titans und engen Spielen gegen Packers und Lions folgte eine Nicht-Leistung gegen die Bears, Entscheidungen, Zeitmanagement und Umgang mit Kritik stehen erneut im Fokus. Sollte New York 2027 erneut einen Franchise-Quarterback draften, wächst der Druck auf Woody Johnson, einen prominenten Nachfolger wie Mike Tomlin zu holen.
Dan Quinn rutschte vom ersten auf den dritten Platz, ist mit den Commanders aber bei 1:3, ein Jahr nach einer 5:12-Saison. Nur die Verletzung von Jayden Daniels bewahrt ihn vor der Spitzenposition. Quinn hatte seinen Stab im Sommer komplett ausgetauscht, verpasst Washington in der schwachen NFC East die Play-offs, dürfte die Entscheidung für Josh Harris und Adam Peters leicht fallen.
Super-Bowl-Sieger Sirianni steigt im Ranking – LaFleur neu dabei
Von Platz sieben auf vier kletterte Nick Sirianni. Trotz drei Divisionstiteln, zwei NFC-Titeln, einem Super-Bowl-Sieg und 61:28 Siegen stottert die Eagles-Offense zum zweiten Jahr in Folge, seine Koordinatoren-Wahl gilt als Glückssache, und fragwürdige Entscheidungen kosteten das Heimspiel gegen die Rams. Owner Jeffrey Lurie erwartet jährlich einen Super-Bowl-Lauf und hatte vor drei Jahren schon einen Wechsel erwogen.
Neu im Ranking ist Matt LaFleur auf Platz fünf. Seine Packers fallen trotz Jordan Love und starker Receiver offensiv zurück und haben ohne Koordinator Jeff Hafley defensiv abgebaut. Sein Vertrag bis 2029 mit rund 15 Millionen Dollar pro Jahr macht eine Entlassung allerdings unwahrscheinlich – Green Bay müsste für eine Trennung tief in die Tasche greifen.
Harbaugh und Ryans: Sieglos in Los Angeles und Houston
Jim Harbaugh steht auf Platz sechs. Die Chargers sind 0:4, Justin Herbert entwickelt sich zurück, der neue Koordinator Mike McDaniel passt nicht, und angesichts des Spielplans ist sogar ein 0:9-Start denkbar. DeMeco Ryans folgt auf Platz sieben: Die Texans sind trotz dreier Zehn-Siege-Saisons bei 0:4, die Defense hat nachgelassen und C.J. Stroud stagniert – wahrscheinlicher als eine Entlassung sind größere Änderungen im Stab.
Sieben Trainer, vier davon mit sieglosen oder fast sieglosen Teams – der erste Saisonmonat hat die Liste der Wackelkandidaten deutlich verlängert. Ob Bowles, Glenn oder Quinn die kommenden Wochen überstehen, entscheidet sich auf dem Platz. Die Bye Weeks liefern den Ownern jedenfalls genau das Zeitfenster, das für einen Trainerwechsel traditionell genutzt wird.
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11.10.2026, 19:00 Uhr - Hard Rock StadiumPatriots - Raiders
11.10.2026, 19:00 Uhr - Gillette StadiumSaints - Vikings
11.10.2026, 19:00 Uhr - Caesars SuperdomeJets - Browns
11.10.2026, 19:00 Uhr - MetLife StadiumSteelers - Colts
11.10.2026, 19:00 Uhr - Acrisure StadiumTitans - Texans
11.10.2026, 19:00 Uhr - Nissan StadiumCommanders - Giants
11.10.2026, 19:00 Uhr - Northwest StadiumChargers - Broncos
11.10.2026, 22:05 Uhr - SoFi Stadium