Bundesliga heute: Schützenfest in Leipzig! Am 5. Spieltag fertigte RB Leipzig Eintracht Frankfurt mit 6:0 ab. Markus Krösche und Noah Atubolu äußerten sich bei Sky, die Aussagen von Martín Demichelis, Willi Orban, Jonathan Burkardt und Adi Hütter stammen von hessenschau.de, weitere Leipziger Stimmen hat der Klub auf rbleipzig.com veröffentlicht. Hier findest du die Stimmen zum Duell Leipzig gegen Frankfurt.
Leipzig vs. Frankfurt Stimmen – Demichelis: „Ich bin hochzufrieden“
Martín Demichelis (Trainer RB Leipzig): „Ich bin hochzufrieden. Wir haben versucht, vertikal nach vorne zu spielen. Die Jungs waren aggressiv gegen den Ball und haben sofort nach vorne gespielt, so sind die ersten zwei Tore entstanden. Wir haben auch nach Ballverlusten eine gute Reaktion gezeigt.“
Gegenüber hessenschau.de sprach der Argentinier zudem von einem enorm bedeutsamen Erfolg nach dreiwöchiger Pause. Seine Elf habe zum passenden Zeitpunkt die passende Antwort gegeben und eine sehr starke Partie abgeliefert, nun wolle man nicht nachlassen und weiter fleißig schuften.
Auch zur Erwartungshaltung rund um den Klub äußerte sich der Leipziger Übungsleiter: „Ein großer Verein hat große Ziele. Der Druck ist immer da. Aber ich bleibe immer positiv und versuche, jeden Tag meine Jungs zu verbessern.“
Den Blick richtete er zudem auf die anstehenden Aufgaben in der Fremde: „Wir müssen versuchen, das Gleiche, was wir in den letzten drei Heimspielen gezeigt haben, auch mit vollem Mut und ganzer Überzeugung auswärts zu zeigen. Erst einmal wollen wir das Heimspiel gegen PSV gewinnen, dann geht es nach München. Das wird nicht einfach.“
Marcel Schäfer (Sportchef RB Leipzig) auf rbleipzig.com: „Wir sind super happy. Der Doppelschlag zu Beginn hat uns gutgetan, dann haben wir etwa 25 Minuten lang die Spielkontrolle etwas verloren. Mit dem nächsten Doppelschlag war das Spiel dann erledigt.“
Zugleich erinnerte er an den Anspruch des Klubs: „Das war insgesamt ein guter Auftritt. RBL-Fußball bedeutet, attraktiv und mutig zu spielen. Das ist uns heute größtenteils gelungen.“
Von einer Leipziger Doppelnatur je nach Spielort wollte er nichts wissen: „Es ist mir zu einfach, von zwei Gesichtern zu sprechen. Wir hatten auch in Bremen hohe Spielanteile, aber haben gegen einen tiefstehenden Gegner nicht die Lücke gefunden. Die Heimspiele haben wir alle gezogen, das ist wichtig für uns.“
Willi Orban (Kapitän RB Leipzig) laut hessenschau.de: „Es sieht immer besser aus, wenn du zu null spielst. Dennoch muss man unsere Offensive heute hervorheben. Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Wenn du so ins Spiel startest, ist es herausragend. Und dann haben wir es bis zum Ende konsequent gemacht.“
Stimmen zum Spiel von RB Leipzig – Nkunku: „Ich juble mit den Ballons für meinen Sohn“
Im Mittelpunkt stand der Franzose: Drei Treffer am Stück innerhalb einer Hälfte hatte vor ihm noch kein Leipziger in der Bundesliga geschafft.
Christopher Nkunku (RB Leipzig, dreifacher Torschütze) auf rbleipzig.com: „Wir haben uns drei Wochen lang auf diesen Abend vorbereitet und ein gutes Spiel gemacht. Wir haben offensiv und defensiv gut zusammengespielt. Jetzt sind wir alle glücklich über den Sieg.“
Über seine Treffer sprach er bescheiden – und verriet ein privates Detail: „Es ist nicht so einfach, wie es aussieht. Man muss im richtigen Moment am richtigen Ort sein. Ich bin glücklich, dass ich die drei Tore schießen konnte. Ich juble mit den Ballons für meinen Sohn. Er mag Ballons, aber inzwischen ist er fünf Jahre alt, also mag er sie vielleicht nicht mehr ganz so sehr wie früher.“
Die kommenden Aufgaben behielt der dreifache Schütze ebenfalls im Blick: „Wir müssen uns zunächst ganz auf das Spiel gegen PSV Eindhoven fokussieren, danach haben wir drei Tage, um uns auf Bayern vorzubereiten. Sie sind das beste Team der Bundesliga, da müssen wir bereit sein.“
David Raum (RB Leipzig) auf rbleipzig.com: „Wir hatten drei Wochen ein bisschen Bauchschmerzen, weil wir mit der Niederlage in Leverkusen in die Länderspielpause gegangen sind. Diesmal haben wir genau das richtige Gesicht gezeigt. Es tut brutal gut, sich so den Frust von der Seele zu spielen.“
Für die bisherige Spielzeit griff er zu einem anschaulichen Vergleich: „Unsere Saison ist bisher eine Achterbahnfahrt. Wir müssen es jetzt hinbekommen, dass unsere Leistungen nicht so schwankend sind. Aber heute hat man wieder gesehen, wozu wir in der Lage sind.“
Für Nkunku fand Raum lobende Worte – mit einer Einschränkung: „Er hat es sehr gut gemacht. Wenn er in Fahrt kommt, dann tut er uns brutal gut. Matchwinner ist für mich trotzdem die ganze Mannschaft, denn Christo schießt die Tore auch nicht alleine.“
Ezechiel Banzuzi (RB Leipzig, Torschütze zum 1:0) auf rbleipzig.com: „Wir mussten eine Reaktion auf die Niederlage in Leverkusen zeigen. Wir haben von Beginn an gezeigt, dass wir da sind. Ich freue mich über den Sieg.“
Besonders am Herzen lag ihm sein Premierentreffer: „Ich denke, es war mein bisher bestes Spiel für RB Leipzig. Ich bin sehr glücklich über mein erstes Bundesliga-Tor. Ich bin immer geduldig geblieben und wusste, dass es kommen würde.“
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht: „Es ist schön, dass wir jetzt direkt das nächste Heimspiel haben. Wir müssen uns erholen und dann geht es am Dienstag gegen PSV weiter. Wir sind bereit, um auch da eine gute Leistung zu bringen.“
Stimmen zum Spiel von Eintracht Frankfurt – Hütter: „Es ist eine deftige Niederlage“
Bei den Hessen herrschte dagegen blankes Entsetzen.
Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt) laut hessenschau.de: „Es ist eine deftige Niederlage. In meinen Augen vom Ergebnis zwar zu hoch, aber wir haben einfach schlecht verteidigt. Wie wir die Flanken zulassen, wie wir in der Box uns nicht an den Gegnern orientieren, wie wir die Körperlichkeit vermissen lassen.“
Auch das Umschaltverhalten seiner Truppe kritisierte der Österreicher scharf: „Wir lassen Konter zu, wir unterbinden sie nicht mit taktischen Fouls, das geht in der Bundesliga nicht. Wir werden es jetzt hart und fair analysieren, aber dann müssen wir den Spielern wieder die Hände reichen. Die Jungs haben sich in den Interviews auch selbst nicht geschont, das ist richtig so.“
Markus Krösche (Sportvorstand Eintracht Frankfurt) bei Sky: „Wir haben nicht gut verteidigt. Da fehlt uns einfach die Konsequenz und Aggressivität in den Eins-gegen-Eins-Duellen. Wir sind zu passiv, wir fallen zu tief. Aber wir müssen mehr Druck auf den Gegner machen, nach vorne verteidigen.“
Die Bilanz nach fünf Partien bereitet ihm Sorgen: „Insgesamt 16 Gegentore sind natürlich deutlich zu viel. Am Ende geht’s jetzt um Arbeit. Wir müssen akzeptieren, dass Spieler Fehler machen, aber wir müssen auch daraus lernen – als Mannschaft und individuell.“
Leipzig vs. Frankfurt Stimmen – Atubolu: „Dafür müssen wir uns schämen“
Jonathan Burkardt (Stürmer Eintracht Frankfurt) laut hessenschau.de: „Mir fällt es schwer, so eine Teamleistung zu akzeptieren. Dass wir 0:6 in Leipzig verlieren, tut sehr weh. Es tut mir vor allem leid für die Jungs und Mädels, die hier mitgereist sind und sich das geben mussten.“
Mit Blick auf die Abwehrarbeit wurde der Angreifer deutlich: „Wir waren überhaupt nicht kompakt, verlieren hinten jeden Zweikampf, sehen dann aus wie eine Schülermannschaft. Wenn nicht jeder Verantwortung trägt, werden wir nächste Woche wieder Probleme haben. Auch die Führungsspieler haben heute wieder versagt.“
Noah Atubolu (Torhüter Eintracht Frankfurt) bei Sky: „16 Gegentore nach fünf Spielen sind ein Brett, da müssen wir ganz schnell was ändern. Wie wir in das Spiel reingehen, ist unterirdisch. Die Art und Weise geht ganz und gar nicht.“
Besonders schmerzte ihn der Gedanke an die Anhänger im Gästeblock: „Wir spielen alle für Eintracht Frankfurt, für einen der größten Vereine in Deutschland, 3.500 Fans reisen mit – und wir verlieren hier 0:6. Dafür müssen wir uns schämen. So darf es nicht weitergehen.“
