Fußball heute: Der 3:2-Sieg in Hoffenheim hat für den HSV einen bitteren Beigeschmack. Wie die MOPO berichtet, droht Kapitän Nicolai Remberg (26) nach einer Knieverletzung das Saisonaus. „Bei Rambo sieht es absolut beschissen aus. Es sieht nach einer Kreuzbandverletzung aus“, sagte Trainer Merlin Polzin bei Sky.
HSV News: Remberg droht ein Kreuzbandriss
Eine Diagnose steht noch aus. Passiert war es um die 34. Minute, als Remberg sich im Zweikampf mit Bambasé Conté unglücklich drehte und einen leichten Schlag aufs rechte Knie abbekam. Der Mittelfeldspieler versuchte weiterzuspielen, musste vor der Pause aber runter. Fortan musste der HSV ohne seinen Spielführer auskommen.
Wie ernst die Lage ist, ließ schon der Gang in die Kabine erahnen. Alexander Røssing-Lelesiit und Jordan Torunarigha mussten den Kapitän stützen. Nach dem Abpfiff zeigte er sich laut des Blattes auf Krücken. Für einen Profi, der bislang nie verletzt fehlte, ist das ein ungewohntes Bild.
Nicolai Remberg: Erste Verletzung seiner Profikarriere
Tatsächlich wäre es die erste Verletzung seiner Profilaufbahn. In der vergangenen Saison verpasste Remberg abgesehen von Sperren keine einzige Pflichtspielminute für den HSV. Auch bei Holstein Kiel (2023 bis 2025) und Preußen Münster (2020 bis 2023) fiel er nie verletzt aus. Umso schwerer wiegt nun der mögliche Ausfall für unbestimmte Zeit.
Welchen Stellenwert der 26-Jährige hat, machte Polzin deutlich: „Rambo ist das Paradebeispiel als Leader, wie wir uns das vorstellen für den HSV. Das wird uns sehr schwer treffen. Die Jungs haben es in der zweiten Halbzeit auch für ihn getan. Das war schon sehr emotional.“ Für die Mannschaft war der Kapitän damit auch Antrieb.
Miro Muheim: Joker sorgt für den Sieg in der Nachspielzeit
Ausgerechnet Rembergs Ersatz wurde zum Matchwinner. Linksverteidiger Miro Muheim kam in der 41. Minute für den Kapitän und bestritt damit seinen ersten Einsatz der Saison. In der Nachspielzeit erzielte er den Siegtreffer zum 3:2. Sportlich nahmen die Hamburger damit drei Punkte aus Hoffenheim mit.
Die Freude hielt sich angesichts der Verletzung dennoch in Grenzen. „Jetzt warten wir die Untersuchung ab und dann werden wir eine Lösung finden, auch wenn es uns schwerfällt“, sagte Polzin. Wie diese Lösung aussehen soll, ist allerdings offen, denn auf der Position im defensiven Mittelfeld fehlen die Alternativen.
Hamburger SV: Kaum Optionen im defensiven Mittelfeld
Personell ist die Lage auf der Position von Remberg ohnehin angespannt. Bilal Nadir (22) fiel im Abschlusstraining am Freitag mit Adduktorenproblemen aus und stand nicht im Kader. Kofi Amoako (21) wartet noch auf seine erste Bundesliga-Minute. Fällt der Kapitän länger aus, muss Polzin improvisieren.
Der frühere HSV-Profi Sven Schipplock sieht die Mannschaft dennoch gerüstet. „Es ist immer schwierig, wenn so ein zentraler Spieler ausfällt. Das tut weh“, sagte er bei Sky. Zugleich zeigte er sich zuversichtlich: „Ich glaube, die Mannschaft fängt das schon auf.“ Der Last-Minute-Sieg in Hoffenheim liefert dafür zumindest eine gute Grundlage.
