Bundesliga live: Spektakel in Leipzig! Zur Pause führt RB Leipzig im Topspiel des 5. Spieltags gegen Eintracht Frankfurt mit 4:0. Christopher Nkunku traf dreimal, zudem war Ezechiel Banzuzi erfolgreich. Die Eintracht ließ dabei mehrere gute Möglichkeiten aus – und war phasenweise das aktivere Team.
Leipzig – Frankfurt live: Zwei Tore nach fünf Minuten
Schon der erste Frankfurter Ballkontakt nach dem Anstoß führte ins Aus, kurz darauf jubelten die Gastgeber. Banzuzi stand goldrichtig, nachdem Maksimović auf der rechten Leipziger Seite viel Platz für eine Hereingabe vorgefunden hatte. Koch ließ sich von Bakus Laufweg am ersten Pfosten ablenken – der Leipziger verpasste den Ball zwar hauchdünn, doch Banzuzi nutzte die Unordnung zum ungestörten Abschluss (1.).
Atubolu bewahrte sein Team in der 3. Minute mit dem Fuß vor dem nächsten Gegentreffer, als Rômulo nach einem Pass in die Tiefe von der linken Strafraumseite abschloss. Zwei Minuten später war es dann doch passiert: Nkunku erhöhte mit links aus kurzer Distanz ins entferntere Eck auf 2:0. Collins hatte Nusa zuvor auf der linken Seite nicht zu fassen bekommen – der Leipziger schob sich mit Körpereinsatz an ihm vorbei und spielte den Ball aus dem Strafraum heraus in die Mitte. Ein solcher Blitzstart mit zwei Toren binnen fünf Minuten war RB vor eigenem Publikum bis dahin nie gelungen.
Frankfurt übernimmt – und scheitert an Vandevoordt
Nach dem frühen Rückstand mussten die Gäste dem Leipziger Kombinationsspiel zunächst zusehen, nach gut 20 Minuten lag der Ballbesitzanteil der Gastgeber bei mehr als 60 Prozent. Danach war der Ball jedoch häufiger in Frankfurter Besitz, und die Begegnung wurde offener. Bei einer Standardsituation hatte Koch am hinteren Pfosten freie Bahn, köpfte aber direkt auf Vandevoordt (29.). In der 31. Minute vereitelte der Leipziger Keeper dann eine dicke Frankfurter Gelegenheit: Mit einem Hackentrick hatte Burkardt ein Zuspiel von Uzun auf Doan weitergeleitet, doch Vandevoordt kam aus seinem Tor und parierte gegen den allein anstürmenden Offensivmann.
In der Folge wuchs der Frankfurter Einfluss weiter. Weit über das Tor ging in der 35. Minute ein Schuss von Burkardt, den der zunehmend auffällige Uzun bedient hatte. Aseko eroberte in der 37. Minute sogar unmittelbar vor dem Leipziger Sechzehner den Ball von Orban, konnte daraus aber kein Kapital schlagen – ein Zeichen dafür, dass die Leipziger Spieleröffnung ins Stocken geriet.
Kurz darauf musste Vandevoordt zweimal eingreifen. Erst lenkte er einen Volleyschuss von Knauff mit einer Flugparade ab (38.), dem eine verunglückte Kopfballabwehr von Baku gegen Kosugi vorausgegangen war. Dann hielt er einen abgelenkten Schuss von Burkardt (39.). Burkardt war in der 40. Minute zudem der einzige Frankfurter im Strafraum, als Knauff auf rechts an Raum vorbeizog – die Hereingabe landete jedoch hinter ihm.
Nkunku schnürt einen Hattrick vor der Pause
Mitten in diese Frankfurter Drangphase hinein erhöhte RB auf 3:0. Nkunku verwertete in der 41. Minute den Abpraller, nachdem Atubolu einen Abschluss von Rômulo zunächst pariert hatte. Den Angriff hatte Maksimović mit einem feinen Zuspiel angestoßen – anschließend beschleunigte Nusa auf links und brachte den Ball hart vors Tor.
Drei Minuten später war der Hattrick perfekt: Nkunku jagte den Ball mit links hoch ins rechte Eck, nachdem Atubolu einen eher harmlosen Abschluss von Banzuzi unglücklich zu ihm hatte abprallen lassen. Zuvor hatte Banzuzi an der Strafraumgrenze Koch ausgespielt. Alle drei Treffer erzielte Nkunku mit dem linken Fuß. Die zweiminütige Nachspielzeit verstrich anschließend ohne weitere Höhepunkte.
Eine Frankfurter Serie ist zudem gerissen: Fünf Tore hatte die Eintracht in dieser Saison zuvor bereits in der ersten Viertelstunde erzielt, und in jedem ihrer vier bisherigen Ligaauftritte netzte sie spätestens in der zehnten Minute ein.