Fußball heute: Gut zwei Wochen nach seinem Abschied bei Eintracht Frankfurt steht Markus Krösche (46) offenbar vor einem Wechsel zum AC Mailand. Dort soll er spätestens zum Jahreswechsel als „Head of Football“ beginnen – und der Eintracht eine stattliche Ablöse einbringen. Das berichten bild.de, sky.de und 90min.de, das sich auf die Bild beruft.
Eintracht Frankfurt: Krösche steht vor dem Wechsel zum AC Mailand
Wie bild.de berichtet, führt der frühere Frankfurter Sportchef bereits intensive Gespräche mit den Italienern. Über die wesentlichen finanziellen Eckdaten seines Vertrags soll demnach schon Einigkeit herrschen. Starten könnte Krösche spätestens am 01.01.2027 – und damit pünktlich zum Beginn des Winter-Transferfensters, in dem er in Mailand direkt gefordert wäre.
In Italien ist er offenbar die Wunschlösung. Laut 90min.de gilt Krösche als bevorzugter Kandidat der Mailänder Bosse um Eigentümer Gerry Cardinale. Eine Einigung über die Ablöse wird deshalb zügig erwartet. Für Milan wäre Krösche damit der Mann, der den Neuaufbau nach unruhigen Jahren lenken soll.
Markus Krösche: Ausstiegsklausel macht den Abschied möglich
Ganz durch ist der Deal allerdings noch nicht, wie sky.de betont. Bei der Eintracht ist Krösche nur freigestellt, sein Vertrag läuft weiterhin bis 2028. Auf eine Ausstiegsklausel soll der 46-Jährige bei der Vereinbarung selbst bestanden haben. Für Frankfurt bedeutet das: Wer ihn vorzeitig holen will, muss zahlen – und davon dürfte der Klub nun profitieren.
Über die genaue Höhe gibt es unterschiedliche Angaben. Laut des Boulevardblatts fordert die Eintracht rund vier Millionen Euro. Nach Angaben des Senders werden für einen Wechsel vor dem Sommer 2027 dagegen etwa fünf bis sieben Millionen Euro fällig, sofern sich die Klubs nicht anders einigen. Weit fortgeschrittene Verhandlungen zwischen den Vereinen gab es demnach noch nicht.
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Finanziell könnte sich der Wechsel an der Spitze für Frankfurt sogar lohnen. Krösches Nachfolger Joti Chatzialexiou (49) kostete den Klub nur einen mittleren sechsstelligen Betrag, die Rede ist von rund 500.000 Euro. Möglich machte das eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag beim 1. FC Nürnberg. In Frankfurt unterschrieb er bis 2030.
Das zusätzliche Geld könnte die Eintracht im Winter investieren. Im Fokus steht ein neuer Linksverteidiger, denn bislang ist der Japaner Keita Kosugi (20) der einzige Spezialist auf dieser Position. Darüber hinaus besteht im Januar kaum Handlungsbedarf. Der Gewinn aus dem Krösche-Abgang würde damit genau die größte Lücke im Kader schließen helfen.
Joti Chatzialexiou und Markus Krösche: Der Wechsel an der Spitze
Offiziell beginnen soll Chatzialexiou spätestens am 01.02.2027 – und damit erst nach dem Ende des Winter-Transferfensters. Zuvor will er für eine saubere Übergabe beim FCN sorgen. Laut des Senders laufen allerdings bereits Gespräche über einen früheren Dienstantritt. Für die Transferplanung im Januar wäre das ein wichtiger Faktor.
Krösches Zeit als Sportchef endete am 18.10.2026 nach knapp fünfeinhalb Jahren, in denen er Kaderplanung und zentrale Entscheidungen verantwortete. Der Abschied kam plötzlich und auf eigenen Wunsch, auch wenn zuvor über einen frühen Abgang spekuliert worden war. Schon im Sommer hatte er mit Milan verhandelt, war aber geblieben, weil er seine Arbeit in Frankfurt nicht beendet sah.
AC Mailand: Schwierige Aufgabe unter Ruben Amorim
In Mailand wartet nun eine schwierige Aufgabe. Nach Jahren schwacher Ergebnisse und sportlicher Unruhe liegt Milan unter Ruben Amorim, der im Sommer übernommen hatte, nur auf Platz fünf der Serie A. Der Rückstand auf Tabellenführer Lazio beträgt sieben Punkte, auf den Zweiten und Stadtrivalen Inter vier Zähler.
International spielt der Klub in dieser Saison nur in der Europa League – und auch dort ist der Start mit drei Punkten aus drei Spielen missglückt. Das Mindestziel lautet die Rückkehr in die Champions League. Gelingt die Einigung über die Ablöse, soll Krösche genau diesen Weg ebnen, während die Eintracht mit dem Erlös im Winter nachlegen kann.
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