Fußball heute: Der HSV hat im ersten Bundesliga-Jahr nach dem Aufstieg einen Umsatzrekord erzielt. Wie Sky berichtet, stiegen die Erlöse um 44 Prozent auf 182,1 Millionen Euro – der bisherige Höchstwert aus der Saison 2008/09 lag bei 161,2 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss wuchs von 4,4 auf 8,1 Millionen Euro.
Hamburger SV: Rekorde in fünf Bereichen – Huwer mit klarer Botschaft
Fünf der sechs Erlösbereiche legten zu – Rekordwerte gab es beim Spielbetrieb mit 56,3 Millionen Euro, bei Partnerschaften mit 31,4 Millionen Euro und im Merchandising mit 25,3 Millionen Euro. Auch die Bilanz verbesserte sich deutlich: Das Eigenkapital stieg auf 87,5 Millionen Euro, die Eigenkapitalquote kletterte von 29,9 auf 45,5 Prozent. Den liquiden Mitteln von 50,5 Millionen Euro stehen Finanzverbindlichkeiten von lediglich 16,8 Millionen Euro gegenüber – die Anleihe wurde im März 2026 planmäßig zurückgezahlt.
Vorstand Eric Huwer ordnete die Zahlen mit klaren Worten ein: „Entscheidend ist, was man daraus macht. Es ist uns gelungen, diese wirksam in Ergebnis und Mannschaft zu übersetzen, statt sie zu verbrauchen.“ Eine Aussage, die zeigt, dass der HSV die Aufstiegsprämie nicht konsumiert, sondern strukturell genutzt hat.
HSV-Transferstrategie: Costa soll künftig Minus machen dürfen
Die starken Finanzzahlen verschaffen laut sport.de auch Sportdirektor Claus Costa mehr Spielraum. Demnach könne Costa künftig durchaus ein Ablöse-Minus in Transferphasen erzielen, sofern es die sportlichen Ziele voranbringt. Bereits im vergangenen Sommer wurden über 30 Millionen Euro für Transfers ausgegeben – darunter neun Millionen für Fabio Vieira von Arsenal und acht Millionen für Zakaria El Ouahdi von Genk – bei nur rund zehn Millionen Euro Einnahmen.
Das soll laut dem Bericht kein Einzelfall bleiben. Für den HSV ist das ein deutliches Signal: Die finanzielle Basis ist gelegt, die Ambition wächst. Wie das sportlich aussieht, wird sich in dieser noch jungen Bundesliga-Saison zeigen.
