Fußball heute: Sandro Wagner ließ es beim letzten Training vor der Pause krachen. 106 Minuten lang schuffte Hannover 96 durch eine intensive Abschlusseinheit mit zwölf Stationen – Medizinbälle, Battle Ropes und Sprints mit Torabschluss, begleitet von einer Disco-Playlist. Am Ende bedankte sich der neue Coach mit Applaus: „Gut gearbeitet, Männer“, wie Bild berichtet.
Hannover 96: Wagner hält Trainingspause ein – und zeigt damit Klasse
Danach gab Wagner der Mannschaft vier freie Tage – eine Pause, die bereits unter Vorgänger Titz angekündigt worden war. Wagner hielt bewusst daran fest, um nicht denselben Fehler zu begehen: Titz hatte eine versprochene Auszeit nach dem 2:2 gegen Karlsruhe kurzfristig gestrichen und damit intern für erheblichen Unmut gesorgt. Ein kleines Signal mit großer Wirkung.
Sorge bereiten Wagner jedoch die messbaren Fitnesswerte. Mehrere Spieler kämpften beim Training mit Krämpfen, darunter Ghita, Thordarson und Taibi. Laut Neue Presse gehörte Hannover in der Vorsaison noch zur Spitzengruppe der Liga bei Sprints, Intensivläufen und Laufkilometern – aktuell liegt das Team beim selben Datensatz im Mittelmaß. Mehr als ein Dutzend Spieler hielten zuletzt kaum 70 Minuten durch.
H96-Fitness alarmierend: Fünf statt vier Einheiten pro Woche geplant
Ein Teil der Probleme liegt demnach auch darin, dass die Spielweise unter Titz die aktuelle Leistungsfähigkeit des Kaders überfordert hatte – als Titz alle Positionen nahezu doppelt besetzen konnte, war das Defizit weniger auffällig. Nach der Pause soll deshalb intensiver trainiert werden: künftig fünf statt vier Einheiten pro Woche, mit einem Doppeltraining an einem Tag.
Am 3. Oktober testet Hannover 96 gegen Verl – Wagners erste Partie überhaupt an der Seitenlinie. Ein erster Gradmesser, wie schnell die neuen Impulse greifen.
