Fußball heute: Mitten in einem Sommer voller Abgänge setzt Josip Brekalo ein Ausrufezeichen: Der Kroate hat seinen Vertrag bei Hertha BSC verlängert. Und der 28-Jährige will künftig noch mehr Verantwortung übernehmen – womöglich sogar als Kapitän.
Hertha BSC: Brekalo bindet sich bis 2028
Am Donnerstagabend machte der Hauptstadtklub die Einigung offiziell: Der Kontrakt des Offensivspielers wurde um ein Jahr gestreckt und endet nun erst 2028. Für die Berliner ist das eine der wenigen erfreulichen Nachrichten dieses Transfersommers – während zahlreiche Leistungsträger der Vorsaison das Weite suchten, bekennt sich Brekalo ausdrücklich zum Neuaufbau.
Bei der sportlichen Leitung ist die Erleichterung entsprechend groß. „Josip hat sich seit seiner Ankunft in Berlin im Winter sofort sehr stark mit Hertha BSC identifiziert, war direkt ein wichtiger Faktor in unserem Spiel und in der Mannschaft“, erklärte Sportdirektor Benjamin Weber auf herthabsc.com. Man freue sich, künftig weiter auf seine Erfahrung und Torgefahr bauen zu können.
Die Zahlen geben ihm recht: Seit seinem Wechsel Anfang Februar von Real Oviedo in die Hauptstadt kam der Flügelspieler auf zwölf Einsätze, in denen ihm drei Treffer und zwei Vorlagen gelangen. Der 35-fache kroatische Nationalspieler bringt zudem Erfahrung aus mehreren europäischen Ligen mit – Stationen in Wolfsburg, Stuttgart, Turin, Florenz, bei Hajduk Split und Kasımpaşa stehen in seiner Vita.
Kapitänsfrage offen: „Das wäre natürlich eine Ehre für mich“
Nach dem Abschied des bisherigen Spielführers ist die Binde in Berlin vakant – und Brekalo zählt zu den Anwärtern. Ausschließen mag er das jedenfalls nicht. „Das wäre natürlich eine Ehre für mich, wenn das noch zustande kommt“, sagte er laut Tag24 in einer Medienrunde. „Der Trainer hat sich noch nicht entschieden, aber ich bin sicherlich bereit und werde sicherlich noch mehr Verantwortung haben.“
Seine Argumente liefert er gleich mit. „Mit meiner Erfahrung und jetzt schon zehn Jahren im Ausland in der elften Saison, glaube ich, dass ich den jungen Spielern sicher auch helfen kann und die Mannschaft führen kann“, so der Offensivmann. Dass er sich in Berlin auf Anhieb wohlfühlte, überrascht ihn selbst nicht: „Ich kenne Hertha sehr gut. Von daher wusste ich, dass dieser Schritt für mich der richtige Schritt ist.“
Neue Rolle auf dem Flügel? Brekalo bleibt flexibel
Sportlich deutet sich derweil eine Verschiebung an. Nach seinem Wechsel überzeugte Brekalo zunächst außen, ehe er in die Rolle des Spielmachers rückte. Zuletzt aber sahen ihn die Zuschauer im Übungsbetrieb wieder häufiger links außen – auf jener Seite, die zuvor der mittlerweile abgewanderte Kapitän beackert hatte.
Eine Festlegung will der Kroate daraus nicht ableiten, auch wenn er eine Präferenz hat. „Der Trainer hat mit meinen fußballerischen Qualitäten genau gesehen, dass ich auch diese Rolle spielen kann. Ich kann das auch sehr gut spielen, aber meine Position ist auf jeden Fall Flügelspieler“, erklärte er und stellte klar: „Ich werde aber alle Positionen spielen, die nötig sind.“
Zwölf Abgänge, null Zugänge – doch der erste Neue naht
Nötig sind solche Bekenntnisse dringend, denn die Hertha steckt mitten in einem massiven Umbruch. Zwölf Profis kehrten dem Verein bereits den Rücken, ein Zugang wurde bislang nicht vermeldet. Weil in Berlin eisern gespart wird, sind teure Verpflichtungen ohnehin kaum realistisch – umso schwerer wiegen Verlängerungen wie die von Brekalo oder zuvor die von Julian Eitschberger.
Immerhin: Der erste Neuzugang soll unmittelbar bevorstehen. Nach Tag24-Informationen steht mit dem 21-jährigen Oluwaseun Adewumi ein Offensivspieler vor dem Wechsel nach Berlin. Eine konkrete Zielvorgabe für die neue Spielzeit nannte der Klub zum Saisonauftakt derweil nicht.
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