Fußball heute: Rund vier Wochen vor dem Ende des Transferfensters kommt bei Hertha BSC Bewegung in die Kaderplanung. Nach dem Verkauf von Torwart Tjark Ernst suchen die Berliner eine neue Nummer eins – und sind dabei offenbar in Österreich fündig geworden. Ein Kandidat sticht hervor.
Hertha BSC: Polster als Ernst-Nachfolger im Gespräch
Wie Sky zuerst berichtete, beschäftigt sich der Hauptstadtklub mit einer Verpflichtung von Nikolas Polster vom Wolfsberger AC. Beim österreichischen Erstligisten hatte der 24-Jährige schon länger den Wunsch geäußert, seine Laufbahn im Ausland fortzusetzen. Diese Bereitschaft war den Berlinern bekannt, weshalb sie den Kontakt zum Spieler und dessen Beratungsagentur suchten.
Polster steht laut den Berichten auf einer Shortlist, auf der auch weitere Namen vermerkt sein sollen. Sein Vertrag beim WAC läuft noch bis 2027, sein Marktwert wird bei Transfermarkt aktuell mit zwei Millionen Euro angegeben. Ein ablösefreier Wechsel ist damit ausgeschlossen – für einen Transfer müsste Hertha also Geld in die Hand nehmen.
Was Polster mitbringt – und wer sonst noch gesucht wird
Sportlich verfügt der gebürtige Wiener über solide Erfahrung: Er durchlief sämtliche österreichischen Nachwuchsauswahlen, gehörte zuletzt auch zum erweiterten Kreis der A-Nationalmannschaft und blickt auf 59 Einsätze in der österreichischen Bundesliga zurück. Für die WM 2026 wurde er allerdings nicht berücksichtigt. Klappt der Wechsel, würde Polster als Stammkeeper eingeplant – Routinier Marius Gersbeck müsste dann wieder auf die Bank.
Neben dem Tor haben die Berliner weitere Baustellen: Gesucht werden zudem ein Mittelstürmer und ein Linksverteidiger. Der finanzielle Spielraum bleibt dabei überschaubar, weshalb der eingeschlagene Sparkurs Priorität behält.
Millionen-Segen durch alte Weiterverkaufsklausel
Etwas Luft verschafft dem Klub ein Geldsegen aus der Vergangenheit. Wie der kicker berichtet, greift beim Zwölf-Millionen-Wechsel des Talents Noel Aseko vom FC Bayern zu Eintracht Frankfurt eine 2022 mit den Münchnern vereinbarte Weiterverkaufsbeteiligung – dadurch fließt den Berlinern gut eine Million Euro zu.
Diese Einnahme kommt gelegen. Zwar hat Hertha in diesem Sommer durch die Abgänge von Kennet Eichhorn, Fabian Reese, Michaël Cuisance und Ernst insgesamt schon mehr als 25 Millionen Euro erlöst, finanziell komfortabel ist die Situation aber weiterhin nicht. Ob sich die Personalie Polster konkretisiert, dürfte deshalb auch von der Höhe der Ablöse und den verbleibenden Alternativen abhängen.
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