Fußball heute: Ausgerechnet seinen direkten Konkurrenten nennt Jan Leszczynski als wichtigsten Ansprechpartner bei Borussia Mönchengladbach. Wie gladbachlive.de und Bild berichten, fiebert der 19-Jährige zudem dem Derby in Köln entgegen. Unter dem neuen Trainer Alexander Blessin dürfte der Pole seinen Platz in der Startelf behalten.
Borussia Mönchengladbach: Leszczynski lernt von Konkurrent Diks
Obwohl beide um denselben Platz konkurrieren, ist Vize-Kapitän Kevin Diks seine wichtigste Bezugsperson. Auf der Vereinswebsite betonte der Abwehrmann, grundsätzlich seien alle sehr nett und stünden ihm bei Fragen zur Seite. Für den jungen Polen ist dieser Rückhalt mitten in einer sportlichen Krise viel wert.
Einige Mitspieler hebt er hervor: „Auf dem Platz unterstützen mich besonders Kevin Diks, Tim Kleindienst, Philipp Sander und Kevin Stöger. Da ich mit Kevin Diks zusammen auf der gleichen Position spiele und er schon viel Erfahrung hat, spreche ich besonders viel mit ihm.“ Bemerkenswert ist diese Nähe zum direkten Rivalen.
BMG-Talent Leszczynski: Durchbruch unter Interimscoach Lichte
Dass beide derzeit gemeinsam auflaufen, verdankt der Pole einer taktischen Umstellung. Interimstrainer Jan-Moritz Lichte (46) setzte auf eine Dreierkette und öffnete ihm damit die Tür. Bei der 3:4-Niederlage gegen Mainz stand Leszczynski erstmals über die volle Distanz in der Bundesliga auf dem Rasen.
Zuvor war sein Start holprig verlaufen. Trotz einer starken Vorbereitung saß der beidfüßige Verteidiger unter Eugen Polanski (40) dreimal zunächst draußen, nur bei der 3:4-Niederlage gegen Elversberg durfte er 13 Minuten mitwirken. Für ein Talent, das Sportdirektor Rouven Schröder für drei Millionen Euro von Legia Warschau geholt hatte, war das eine Geduldsprobe.
Alexander Blessin: Gladbach bleibt wohl bei der Dreierkette
Unter dem neuen Cheftrainer Alexander Blessin (53) dürfte es bei drei Innenverteidigern bleiben. Wie Bild meldet, würde der polnische U20-Nationalspieler damit voraussichtlich neben Diks und Ko Itakura (29) in der Startelf stehen. Für den 19-Jährigen ist das die Gelegenheit, sich ausgerechnet in der Krise festzuspielen.
Wie ernst die Lage ist, zeigt ein Blick auf die Bilanz. Nach vier Spielen steht die Borussia noch ohne Punkt da, das Torverhältnis lautet 6:16. Diks absolvierte laut des Blattes jede dieser Partien über die vollen 90 Minuten – eine Konstante in einer Abwehr, die bereits 16 Gegentreffer hinnehmen musste.
Gladbach in Köln: Leszczynski brennt auf das Derby
Ausgerechnet jetzt wartet das hitzige Derby in Köln am Sonntag (15:30 Uhr, DAZN). Der Youngster kann es kaum erwarten, wie gladbachlive.de zitiert: „Die Vorfreude ist sehr groß. Ich habe mir auch schon einige Videos zum Derby angeschaut.“ Für ihn ist das Rhein-Duell ein besonderer Termin.
Was ihn an diesem Duell reizt, erklärt er ebenfalls: „Es ist einfach eine sehr coole Sache, in einem solchen Spiel dabei sein zu können. Das sind die Partien, für die man Fußballspieler wird!“ Nach dem Fehlstart ist der Auftritt beim rheinischen Rivalen für die Borussia zugleich die Chance auf die ersten Punkte der Saison.
Derby-Rezept: So will Leszczynski in Köln gewinnen
Klar ist für ihn auch, worauf es in Köln ankommt. Grundsätzlich werde es wichtig sein, über die kompletten 90 Minuten an der eigenen Spielidee festzuhalten, betonte er. Nach 16 Gegentoren in vier Partien ist genau diese Stabilität über die gesamte Spielzeit für Gladbach das zentrale Thema.
Hinzu kommt die Einstellung: „Darüber hinaus müssen wir von An- bis Abpfiff alles auf dem Platz lassen und gleichzeitig mit größtmöglicher Leidenschaft und mit Herz auftreten!“ Für einen 19-Jährigen sind das klare Worte. Am Sonntag kann Leszczynski beweisen, dass er ihnen auch Taten folgen lässt.
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