WM-News beim Fußball heute: Die WM 2026 ist Geschichte, Spanien hat sich zum Weltmeister gekrönt – und schon wirft das nächste Turnier seine Schatten voraus. Die WM 2030 wird ein Novum der Fußballgeschichte: Erstmals findet eine Weltmeisterschaft auf drei Kontinenten und in sechs Ländern statt, und sie feiert obendrein das 100-jährige Jubiläum des Wettbewerbs.
Hauptgastgeber sind Spanien, Portugal und Marokko. Doch der Ball rollt schon Tage vor dem offiziellen Eröffnungsspiel – auf einem ganz anderen Kontinent. Wir fassen zusammen, was bereits bekannt ist.
WM 2030: Drei Kontinente, sechs Länder, ein Jahrhundert
Die Vergabe ist längst beschlossene Sache. Am 11. Dezember 2024 sprach der Weltverband bei einem außerordentlichen Kongress die WM 2030 an die gemeinsame Bewerbung von Spanien, Portugal und Marokko – gemeinsam mit der WM 2034, die nach Saudi-Arabien geht. Beide Turniere wurden auch mit ausdrücklicher Zustimmung des DFB vergeben, wie sportschau.de berichtet.
Für die drei Ausrichter ist es jeweils ein besonderer Moment. Spanien trägt nach 1982 zum zweiten Mal eine WM im eigenen Land aus, Portugal richtet erstmals überhaupt eine Endrunde aus, und Marokko holt das Turnier nach Südafrika 2010 zum zweiten Mal auf den afrikanischen Kontinent. Damit erstreckt sich eine Weltmeisterschaft erstmals über Europa, Afrika und Südamerika zugleich – ein logistisches Mammutprojekt.
Wann geht die WM 2030 los?
Der Startschuss fällt früher als gewohnt. Den Auftakt bilden am 8. und 9. Juni 2030 drei Jubiläumsspiele in Südamerika. Das offizielle Eröffnungsspiel folgt laut fussballnationalmannschaft.net erst einige Tage später, voraussichtlich am 13. oder 14. Juni, in einem der drei Hauptgastgeberländer.
Von da an zieht sich das Turnier über rund sechs Wochen. Das große Finale ist für Sonntag, den 21. Juli 2030, angesetzt. Damit dauert die Endrunde noch einmal fünf Tage länger als die Ausgabe 2026. Wegen der weiten Wege sieht der vorgesehene Spielplan für die sechs zunächst in Südamerika spielenden Mannschaften rund elf bis zwölf Tage für Anreise und Regeneration bis zum zweiten Spiel vor.
WM 2030: Die Jubiläumsspiele in Südamerika
Der Grund für die drei Partien auf einem anderen Kontinent ist ein historischer. Die Weltmeisterschaft feiert 2030 ihren 100. Geburtstag – und kehrt symbolisch dorthin zurück, wo einst alles begann. Die erste WM wurde 1930 in Montevideo ausgetragen, weshalb genau dort auch das allererste Spiel des Jubiläumsturniers angepfiffen werden soll.
Neben Uruguay, dem damaligen Gastgeber und ersten Weltmeister der Geschichte, kommen zwei weitere südamerikanische Nationen zu Ehren. Argentinien erhält als Finalist des ersten Turniers ein Jubiläumsspiel in Buenos Aires, Paraguay als Sitz des südamerikanischen Verbands eine Partie in Asunción.
Nach den Auftaktspielen in Südamerika verlagert sich das Geschehen dann nach Europa und Afrika, wo der weit überwiegende Teil des Turniers stattfindet.
WM 2030: So läuft die Qualifikation
Sechs Teilnehmer stehen bereits fest. Als Gastgeber sind Spanien, Portugal und Marokko automatisch dabei, ebenso die drei Jubiläumsausrichter Uruguay, Argentinien und Paraguay. Pikant: Mit Spanien und Argentinien sind damit beide Finalisten der WM 2026 schon jetzt sicher qualifiziert.
Alle übrigen Nationen müssen den Weg über ihre Kontinental-Qualifikation gehen. Wie Sky berichtet, sollen die ersten Quali-Spiele voraussichtlich 2027 oder 2028 beginnen, der europäische Verband stellt seinen Modus dafür komplett um.
Beim 48er-Feld gilt derselbe Verteilungsschlüssel wie 2026: Europa stellt 16 Teilnehmer, Afrika neun, Asien acht, Südamerika sowie Nord- und Mittelamerika je sechs und Ozeanien einen. Die letzten beiden Tickets werden in einem interkontinentalen Playoff vergeben. Die Startplätze der Gastgeber werden dabei von den Kontingenten ihrer jeweiligen Kontinente abgezogen.
WM 2030: Der Modus und die offene 64-Team-Frage
Am grundsätzlichen Format ändert sich zunächst wenig. Wie schon beim Vorgänger sollen die 48 Mannschaften in zwölf Vierergruppen antreten, ehe die K.o.-Runde folgt. Ein Konzept, das bei der WM 2026 seine Premiere feierte und für zahlreiche Überraschungen sorgte.
Die große Unbekannte aber bleibt die Teilnehmerzahl. Der Weltverband prüft eine Aufstockung auf 64 Teams samt 128 Partien – der südamerikanische Verband drängt darauf, der europäische Verband und der DFB lehnen ab. Die Beratungen im obersten Gremium beginnen nach der WM 2026, eine Entscheidung wird bis spätestens 2027 erwartet. Bis dahin bleibt offen, in welchem Umfang das Jahrhundert-Turnier am Ende steigt.
WM 2030: Die Stadien und der offene Finalort
Auch bei den Spielstätten wird die WM 2030 neue Maßstäbe setzen. In den Bewerbungsunterlagen sind zahlreiche Arenen aufgeführt – mit der Mehrzahl in Spanien, dazu mehrere in Marokko und Portugal sowie je eine in den drei südamerikanischen Ländern. Es wäre die höchste Stadionzahl der WM-Geschichte. Zu den möglichen Schauplätzen zählen Prunkstücke wie das Camp Nou in Barcelona, das Estadio Santiago Bernabéu in Madrid und das Estadio San Mamés in Bilbao.
Besonders in Marokko tut sich etwas: Unweit von Casablanca soll ein Neubau mit rund 115.000 Plätzen entstehen, der die größte Arena des Turniers wäre. Wo das Endspiel am 21. Juli 2030 steigt, ist laut t-online.de allerdings noch nicht final entschieden – im Rennen sind Madrid, Barcelona und Casablanca. Bis zum ersten Anpfiff bleiben also noch einige Fragen offen, doch eines steht schon fest: Diese Weltmeisterschaft wird eine der außergewöhnlichsten der Geschichte.
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