EM-News beim Fußball heute: Die WM 2026 ist Geschichte, doch das nächste große Turnier steht schon vor der Tür – bereits 2028 steigt die nächste Europameisterschaft – und die kehrt an einen Ort zurück, den viele als Heimat des Fußballs bezeichnen. Gleich fünf Fußballverbände richten die EM 2028 gemeinsam aus, das Finale steigt im legendären Wembley-Stadion. Wir fassen ausführlich zusammen, was bereits feststeht.
EM 2028: Die wichtigsten Eckdaten auf einen Blick
Die zentralen Infos zum Turnier stehen längst fest. Hier der kompakte Überblick:
- Zeitraum: 9. Juni bis 9. Juli 2028
- Gastgeber: England, Schottland, Wales und die Republik Irland
- Eröffnungsspiel: 9. Juni 2028 im Millennium Stadium in Cardiff (Wales)
- Halbfinals und Finale: Wembley-Stadion in London
- Finaltermin: Sonntag, 9. Juli 2028
- Teilnehmer: 24 Nationalmannschaften
- Anzahl der Spiele: 51 Partien in neun Stadien
EM 2028: Diese Länder richten das Turnier aus
Die Vergabe ist längst offiziell. Am 10. Oktober 2023 erhielt das britisch-irische Bündnis vom europäischen Verband den Zuschlag für die Endrunde 2028. Zuvor hatten auch Russland und die Türkei Interesse an einer Ausrichtung bekundet, wie Goal berichtet.
Ausgetragen wird die EM gemeinsam von England, Schottland, Wales und der Republik Irland. Damit erstreckt sich das Turnier – anders als die EM 2024, die komplett in Deutschland stattfand – über mehrere Landesgrenzen hinweg. Ein bemerkenswertes Detail: Auch Nordirland war ursprünglich als Gastgeber vorgesehen, zog sich jedoch mangels eines rechtzeitig fertigen Stadions zurück und tritt nun als regulärer Qualifikationsteilnehmer an.
EM 2028: Alle Stadien und Spielorte im Überblick
Gespielt wird in neun Stadien in acht Städten. London ist als einzige Stadt mit gleich zwei Arenen vertreten – dem Wembley-Stadion und dem Tottenham Hotspur Stadium. Sechs der neun Spielstätten liegen in England, je eine weitere in Wales, Schottland und Irland:
| Stadion | Stadt | Land | Kapazität |
|---|---|---|---|
| Wembley-Stadion | London | England | ca. 90.000 |
| Millennium Stadium | Cardiff | Wales | ca. 74.500 |
| Tottenham Hotspur Stadium | London | England | ca. 62.000 |
| Etihad Stadium | Manchester | England | ca. 61.000 |
| Everton Stadium | Liverpool | England | ca. 52.900 |
| St. James‘ Park | Newcastle | England | ca. 52.300 |
| Hampden Park | Glasgow | Schottland | ca. 51.900 |
| Aviva Stadium | Dublin | Irland | ca. 51.700 |
| Villa Park | Birmingham | England | ca. 42.700 |
Auffällig ist, welche traditionsreichen Arenen nicht zum Aufgebot gehören. Weder das Old Trafford von Manchester United noch die Anfield Road des FC Liverpool, das Emirates Stadium des FC Arsenal oder die Stamford Bridge des FC Chelsea richten Spiele aus. In Liverpool fiel die Wahl stattdessen auf den Neubau des FC Everton, in Manchester auf das Etihad Stadium von Manchester City.
Wann und wo wird bei der EM 2028 gespielt?
Der grobe Ablauf steht bereits. Den Auftakt bildet ein Gruppenspiel am 9. Juni in Cardiff, die heiße Schlussphase findet dann komplett in London statt:
- Eröffnungsspiel: 9. Juni 2028, Cardiff
- Achtelfinals: verteilt auf alle Stadien außer Wembley
- Halbfinals: 4. und 5. Juli 2028, Wembley (London)
- Finale: 9. Juli 2028, Wembley (London)
Für das Wembley-Stadion ist es eine besondere Kulisse – dort holte England 1966 seinen bislang einzigen WM-Titel. Der genaue Spielplan mit allen Paarungen und Anstoßzeiten wird allerdings erst nach der Auslosung der Endrunde im Jahr 2027 feststehen. Insgesamt sollen laut fussballnationalmannschaft.net rund drei Millionen Tickets in den Verkauf gehen – ein Rekordwert.
EM 2028: So läuft die Qualifikation
Eine echte Besonderheit betrifft die Gastgeber. Anders als sonst üblich sind die vier Ausrichter nicht automatisch qualifiziert, sondern müssen ganz regulär die Qualifikation bestreiten. Der Grund: Der europäische Verband gesteht maximal zwei Gastgebern eine direkte Teilnahme zu – bei fünf beteiligten Verbänden wäre das unfair gewesen, weshalb alle antreten müssen.
Die wichtigsten Fakten zur EM-Qualifikation im Überblick:
- Auslosung der Quali-Gruppen: 6. Dezember 2026 in Belfast
- Zeitraum: März 2027 bis November 2027
- Format: zwölf Gruppen mit je vier oder fünf Teams, Hin- und Rückspiele
- Direkt qualifiziert: die zwölf Gruppensieger und die acht besten Gruppenzweiten
- Playoffs: im März 2028 um die verbleibenden Plätze
- Gastgeber-Regelung: bis zu zwei Nachrücker-Tickets, falls sich Ausrichter sportlich nicht durchsetzen
Bei der Auslosung in Belfast entscheidet sich auch, auf welche Gegner die deutsche Nationalmannschaft trifft. Für die DFB-Elf beginnt damit eine neue Ära – auf dem Weg zur EM 2028 geht das Team voraussichtlich unter Jürgen Klopp auf Kurs, der nach dem WM-Aus als neuer Bundestrainer gehandelt wird.
EM 2028: Der Turniermodus im Detail
Am bewährten Format hält der europäische Verband fest. Seit der Aufstockung 2016 gehen 24 Nationen an den Start, die zunächst in der Gruppenphase antreten:
- Vorrunde: sechs Gruppen mit je vier Teams
- Achtelfinale: die beiden Gruppenbesten plus die vier punktstärksten Gruppendritten
- Ab dem Achtelfinale: klassisches K.o.-System bis zum Finale
Eine Neuerung gibt es dennoch: In jeder der sechs Gruppen wird es einen sogenannten „Gruppenkopf“ geben, der alle drei Gruppenspiele an festen Spielorten austrägt. Fünf dieser Positionen sind für die Gastgeber sowie Nordirland reserviert – vorausgesetzt, sie qualifizieren sich sportlich.
Bis zum ersten Anpfiff in Cardiff sind es zwar noch einige Jahre, doch eines steht schon jetzt fest: Die Rückkehr des Fußballs auf die britische Insel verspricht ein Turnier mit ganz besonderer Atmosphäre.
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