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Formel 1: So wird Kimi Antonelli in Austin F1-Weltmeister!

F1-George-Russell

Formel 1 heute: Schon an diesem Wochenende kann Kimi Antonelli beim Großen Preis der USA in Austin erstmals Formel-1-Weltmeister werden. Der Mercedes-Pilot braucht dafür allerdings Schützenhilfe. Mit 102 Punkten Vorsprung auf Teamkollege George Russell geht er in die letzten sechs Rennen der Saison.

Formel 1: Das Titel-Szenario für Antonelli in Austin

Nur eine Konstellation macht Antonelli auf dem Circuit of The Americas zum Champion. Er muss das Rennen gewinnen, Russell darf höchstens Neunter werden und Lewis Hamilton höchstens Fünfter. Tritt eine dieser Bedingungen nicht ein, wird die Entscheidung frühestens in Mexiko fallen. Ein Sieg allein genügt dem WM-Spitzenreiter also nicht.

Der Grund liegt in der Rechnung. Da keine Sprints mehr anstehen, sind noch 150 Punkte zu vergeben, nach Austin also maximal 125. Mit einem Sieg würde Antonelli seinen Vorsprung auf mindestens 109 Punkte ausbauen. Wird Russell Neunter, könnte er rechnerisch zwar noch gleichziehen, Antonelli läge dann aber dank seines neunten Saisonsiegs vorn.

Antonelli wird in Austin Weltmeister, wenn …

– er das Rennen gewinnt,
– George Russell höchstens Neunter wird
– und Lewis Hamilton höchstens Fünfter wird.

Kimi Antonelli: Bei einem Sieg wären drei Rivalen raus

Klar ist dagegen, was ein Erfolg in Austin für die Verfolger bedeuten würde. Max Verstappen, Charles Leclerc und Lando Norris wären dann aus dem Titelrennen. Aktuell liegt Antonelli mit 340 Zählern vor Russell (238), Hamilton (229), Verstappen (221), Leclerc (215) und Norris (201). Hinter dem Spitzenreiter ist das Feld damit eng zusammengerückt.

Zwischen Russell auf Rang zwei und Norris auf Platz sechs liegen gerade einmal 37 Punkte. Um den Titel schon in Austin perfekt zu machen, muss Antonelli die Strecke mit mehr als 125 Punkten Vorsprung verlassen, bei exakt 125 hilft ihm die Zahl seiner Siege. Solange auch nur einer seiner fünf Rivalen innerhalb dieser Marke bleibt, geht der Kampf um die Krone weiter.

Katar und Abu Dhabi: Absage könnte die WM entscheiden

Ausgerechnet abseits der Strecke könnte sich die Lage allerdings zugunsten des Mercedes-Fahrers verschieben. Laut ran stehen die letzten beiden Rennen in Katar und Abu Dhabi wegen der Krise im Nahen Osten auf der Kippe, eine Absage gilt derzeit als wahrscheinlich. Als Ersatz würde Imola einspringen, unterm Strich ginge damit ein Rennen verloren.

Für Antonelli hätte das enorme Folgen. Werden beide Rennen vor dem Grand Prix in Mexiko-Stadt gestrichen, sinkt der nötige Vorsprung laut PlanetF1 auf 100 Punkte. Liegt Antonelli nach Austin darüber und folgt die offizielle Absage, wäre er Weltmeister, ohne noch einmal fahren zu müssen. Schon sein aktuelles Polster von 102 Punkten liegt knapp über dieser Marke.

Michael Schumacher: Rekord bleibt unerreicht

Einen historischen Bestwert kann Antonelli allerdings nicht mehr knacken. Michael Schumacher sicherte sich den Titel 2002 bereits nach elf von 17 Rennwochenenden, als noch sechs Grands Prix ausstanden. Antonelli könnte im besten Fall bei fünf verbleibenden Rennen Weltmeister werden. Damit würde er immerhin mit Verstappens Rekord aus dem Jahr 2023 gleichziehen.

Eng getaktet ist der Rennkalender bis zum Saisonende. Nach Austin (23. bis 25. Oktober) folgen Mexiko-Stadt (30. Oktober bis 1. November), São Paulo (6. bis 8. November) und Las Vegas (19. bis 21. November). Lusail (27. bis 29. November) und Abu Dhabi (4. bis 6. Dezember) bilden nach aktuellem Stand den Abschluss, sofern es nicht zu einer Absage kommt.

Mercedes: Antonelli zuletzt nicht mehr ganz so dominant

Zu Saisonbeginn hatte alles nach einem Zweikampf der beiden Mercedes-Piloten ausgesehen. Dann fanden Ferrari, McLaren und später auch Red Bull Tempo, Verstappen gewann sogar die beiden jüngsten Rennen. So überlegen wie in der ersten Saisonhälfte tritt Antonelli inzwischen nicht mehr auf. Seinen großen Vorsprung hat er dennoch verteidigt.

Das liegt auch an der Konkurrenz. Russell holt offenbar nicht das Maximum aus dem Auto heraus, den anderen Teams fehlt die Konstanz. Mal waren Ferrari, mal Norris die ärgsten Verfolger, Verstappen ist trotz seiner Siege seit Längerem keine echte Titelgefahr mehr. In Austin hat Antonelli nun die erste Chance, die WM vorzeitig zu entscheiden.

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