Er war das große Überraschungspaket der bisherigen Bundesliga-Saison: Lennart Karl, 18 Jahre alt, hat beim FC Bayern München bis dato eine Spielzeit hingelegt, die kaum jemand in dieser Form erwartet hatte. 31 Einsätze, sieben Tore, vier Vorlagen – und ein Marktwert, der bereits bei 60 Millionen Euro liegt. Der Flügelstürmer katapultierte sich in kürzester Zeit ins Rampenlicht und ließ immer mehr Stimmen laut werden, die ihn bereits bei der WM 2026 sehen wollen.
DFB-Coach Nagelsmann über Bayerns Karl: „Er muss schon einen gewissen Rhythmus sammeln“
Zuletzt geriet Karls Aufwärtskurve jedoch ins Stocken. In den Partien gegen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund saß das Ausnahmetalent nur auf der Bank – nicht zuletzt, weil mit Jamal Musiala ein Weltklassespieler auf seine angestammte Position zurückgekehrt ist. Harte Konkurrenz, mit der ein junger Spieler erst umzugehen lernen muss.
Bundestrainer Julian Nagelsmann beobachtet die Entwicklung des 18-Jährigen aufmerksam – und hat sich nun gegenüber dem „Kicker“ mit einer klaren Einschätzung und einer ebenso klaren Bedingung zu Wort gemeldet: „Lennart hatte eine super-stabile Zeit. Jetzt struggelt er gerade so ein bisschen – auch, weil ein Jamal Musiala wieder fit ist und dann häufig auch Einwechselzeit von ihm bekommt. Das ist völlig klar. Trotzdem ist er natürlich ein sehr interessanter Spieler. Ich habe nicht den Anspruch, dass er Stammspieler wird, um dann bei der WM dabei zu sein. Denn das wird er nicht. Aber er muss schon einen gewissen Rhythmus sammeln, bei jungen Spielern geht es viel ums Selbstvertrauen.“
Nagelsmann über Bayern-Youngster Karl: „Darf nicht die graue Maus sein“
Und Nagelsmann wurde noch konkreter, was er sich von Karl erhofft – und was er von ihm verlangt: „Er darf nicht zu uns kommen und dann die graue Maus sein, sondern er muss diese jugendliche Frische und das Freche reinbringen. Sonst kann ich auch einen Erfahrenen mitnehmen, der verlässlich seinen Stiefel spielt.“ Eine unmissverständliche Botschaft: Wer ins DFB-Team möchte, muss sich durch Persönlichkeit und Energie empfehlen – nicht nur durch den Namen auf dem Trikot.
Ob Karl schon bald die Gelegenheit bekommt, sich dem Bundestrainer in der Praxis zu empfehlen, könnte sich bereits in wenigen Wochen zeigen. Am 19. März nominiert Nagelsmann seinen Kader für die anstehenden Länderspiele gegen die Schweiz am 27. März und Ghana am 30. März. Ist Karl dabei? Die Antwort auf diese Frage dürfte in München und darüber hinaus mit großer Spannung erwartet werden.
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