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Dynamo Dresden: „Perfekt ist es nicht und soll es auch nicht sein!“

Dynamo-Dresden-Fans

Fußball heute: Dynamo Dresden hat die Zelte in Österreich abgebrochen – und Thomas Stamm blickt zufrieden, aber keineswegs satt auf die vergangenen Tage zurück. Im Gespräch mit Tag24 sprach der Cheftrainer über gewonnene Erkenntnisse, die neue Ruhe im Klub und eine konkrete Punktmarke für die Saison.

Dynamo Dresden: Was Stamm aus dem Trainingslager mitnimmt

Der 43-Jährige hat im Camp reichlich Material gesammelt. „Es sind sehr, sehr viele“, antwortete er auf die Frage nach seinen Erkenntnissen. Besonders die Begegnung mit dem Grazer AK habe geholfen: „Das Spiel gegen Graz brachte superviele Erkenntnisse auf einzelnen Positionen, auf gewissen Linien, gewissen Gruppierungen.“ Auch die Neuzugänge könne er inzwischen besser einschätzen – schlicht, weil die gemeinsame Zeit wachse.

Ein besonderes Signal sieht der Coach im Verhalten der vier Leihspieler, für die eine Rückkehr nach Dresden von Anfang an außer Frage stand. Für Stamm ist das ein Zeugnis für die Arbeit aller Beteiligten: „Ich glaube, das zeigt, dass ganz viele, die eng dran waren, alles richtig gemacht haben.“ Zugleich verteilte er das Lob weiter: „Das ist aber auch ein Riesenverdienst von den Spielern selbst, sie müssen sich wohlfühlen. Wir haben als Gemeinschaft gezeigt, dass wir erfolgreich sein können.“

Keine Selbstzufriedenheit: „Wir müssen Schritte gehen“

Trotz guter Stimmung, gelungener Vorbereitung und namhafter Zugänge verweigert der Schweizer jede Schwärmerei. „Perfekt ist es nicht und soll es auch nicht sein. Es soll immer das Gefühl geben: Es ist mehr möglich“, stellte er klar. Die Gruppe sei gut, doch entscheidend werde etwas anderes: „Wir haben noch kein Punktspiel hinter uns.“

Sein Anspruch an den Alltag ist entsprechend hoch. „Wir müssen immer wieder jede Woche, gefühlt fast jeden Tag, bei null anfangen und sagen: Okay, was können wir besser machen? Wir müssen Schritte gehen, ohne stehen zu bleiben“, erklärte Stamm.

Ruhe im Verein: „Die Ruhe nach außen ist die Ruhe nach innen“

Deutlich entspannter als vor Jahresfrist präsentiert sich das Umfeld. Nach den Turbulenzen der vergangenen Saison herrscht auf den Führungsebenen wieder Beständigkeit – eine Entwicklung, die Stamm ausdrücklich begrüßt. „Es sollte in jedem Verein das Ziel sein, dass du ein bisschen mehr Ruhe, ein bisschen mehr Kontinuität hast“, sagte er. „Die Ruhe nach außen ist die Ruhe nach innen.“

Wer dafür verantwortlich zeichnet, benannte der Coach gleich mit: „Der neue Aufsichtsrat, die beiden Geschäftsführer – du hast mehr Klarheit. Wenn du ganz viele hast, die in eine Richtung gehen, dann ist dies immer gut. Manchmal brauchen solche Dinge auch einfach Zeit.“

Saisonziel: Mindestens 42 Punkte – und ausverkaufte Hütten

Bei der Zielsetzung wurde der Trainer schließlich konkret. Intern gebe es mehrere Vorgaben, eine davon nannte er offen: „Wir hatten in der Vorsaison 41 Punkte, da wollen wir besser werden. Heißt: Wir wollen mindestens 42 holen. Das wäre eine Weiterentwicklung.“ Wann diese Marke fällt, spiele für ihn keine Rolle.

Auf den Start freut sich Stamm sichtlich – zumal die Tickets sowohl für den Auftritt in Nürnberg als auch für die Heimpremiere gegen Darmstadt bereits vergriffen sind. „Man freut sich immer, wenn es um Punkte geht. Man liebt es, wenn es um Punkte geht, wenn man Druck hat, wenn man sich vergleichen kann als Mannschaft, als Gruppe, auf Trainer- und auf Spielerebene“, sagte der Coach und ergänzte: „Wer sich nicht freut, der ist komplett fehl am Platz.“

 

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