Fußball heute: Jürgen Klopp hat auf der DFB-Pressekonferenz den Ausfall von Nico Schlotterbeck bestätigt: „Nico ist in einer Aufwärmübung umgeknickt, ohne gegnerische Einwirkung. Er ist raus für morgen. Ich hoffe, dass es nicht zu lange dauert.“ Damit fehlt dem Bundestrainer vor dem Nations-League-Spiel gegen Serbien ein wichtiger Innenverteidiger.
DFB-PK Klopp: Kapitänsfrage offen – Geduld mit Doppelsechs gefordert
Die Kapitänsfrage vor dem Serbien-Spiel beantwortet Klopp mit seiner Regelung: „Die Mannschaft wird morgen von dem Spieler aufs Feld geführt, der die meisten Länderspiele hat. Es gibt überhaupt keinen Grund, über Jo Kimmich nachzudenken.“ Wer auf eine schnelle Bewertung der Doppelsechs hofft, bekommt von Klopp eine klare Ansage: „Ich bin seit 25 Jahren im Fußball und nach fünf Tagen hat in meinem ganzen Leben noch keine Doppelsechs funktioniert.“ Den Widerspruch, dass Trainer Zeit bekämen, Spieler aber nicht, nimmt Klopp pointiert auseinander: „Der Trainer ist neu, der hat Zeit – aber die Spieler nicht? Wie verrückt ist das denn.“
Auf rassistische Kommentare im Netz angesprochen, reagierte Klopp mit einer unmissverständlichen Botschaft: „Es gibt keinen Grund, sich über diese Menschen Gedanken zu machen. Unsere Gruppe könnte nicht großartiger im Zusammenleben sein. Die Welt könnte sich ein Beispiel an einer Sport-Umkleidekabine nehmen.“ Worte, die zeigen, wie sehr ihm der Zusammenhalt in der Mannschaft am Herzen liegt – und wie wenig er bereit ist, sich von außen davon ablenken zu lassen.
Klopp über Serbien und das übergeordnete DFB-Ziel
Den morgigen Gegner schätzt Klopp als anspruchsvoll ein: „Sie sind mit allen Wassern gewaschen. Ein tief stehender Gegner ist für jede Mannschaft in jeder Entwicklungsstufe eine große Herausforderung.“ Den Blick richtet Klopp dabei stets nach vorne: „Wir werden eine Mannschaft bauen, die allen Mannschaften Probleme bereiten kann. Wir sind alle daran interessiert, den deutschen Fußball wieder da hin zu bringen, wo wir ihn alle haben wollen.“
