Fußball heute: Karim Adeyemi hat sich in Barcelona schnell eingelebt – und verrät in einem Interview mit der spanischen *AS*, was ihn in der Stadt am Meer hält. Als erstes fuhr der deutsche Nationalspieler nach seiner Ankunft an den Strand – ein Ritual, das er bis heute pflegt. Privat zieht er die Ruhe vor: „Das ist mein Frieden und was ich für mein Leben brauche.“ Mit Frau, Haus und Meerblick ist die Eingewöhnung schnell gelungen.
Adeyemi über seine Wurzeln: Drei Kulturen – und eine eigene vierte
Dass Adeyemi als Spieler so instinktiv agiert, hat vielleicht auch mit seiner Herkunft zu tun. Nigerianischer Vater, rumänische Mutter, aufgewachsen in Deutschland – diese drei Wurzeln haben ihn geprägt, ohne ihn festzulegen. „Mit den Jahren habe ich gelernt, meine eigene Kultur zu schaffen. Ich lerne etwas aus jeder Kultur“, sagt er. Die Entscheidung für die deutsche Nationalmannschaft war für ihn dabei stets klar, auch wenn sein Vater manchmal scherzt, er hätte für Nigeria spielen sollen. „Ich bin glücklich mit Deutschland und es ist eine Ehre, dort zu spielen.“
In Nigeria engagiert sich Adeyemi über eine eigene Stiftung: Sie holt Kinder über Fußball und Bildung von der Straße, unterstützt Obdachlose und hat zuletzt ein Krankenhaus für eine ganze Region errichtet. Ein Engagement, das zeigt, dass er seine afrikanischen Wurzeln trotz aller Zugehörigkeit zu Deutschland nicht vergessen hat.
FC Barcelona: Adeyemi über Flick, Instinkt und seine 36 km/h-Topspeed
Seinen Spielstil beschreibt Adeyemi als reinen Instinkt: „Meine besten Spiele sind, wenn ich gar nicht nachdenke und die Bewegungen von allein kommen.“ Seine Topspeed von 36 km/h führt er auf seine Eltern zurück – der Vater behauptet, er sei noch schneller gewesen. Mit Trainer Hansi Flick, den er bereits aus der Nationalmannschaft kennt, fühlt er sich gut aufgehoben. „Wenn er zufrieden ist, bin ich es auch. Ich hatte einen guten Start, aber ich arbeite jeden Tag daran, mehr zum Team beizutragen.“ Ein Satz, der zeigt, wie sehr Adeyemi im Anspruch an sich selbst bleibt – auch wenn der Einstand in Barcelona geglückt ist.
