Uli Hoeneß hat mit Zweifel über Fußball-Nationalspieler Jamal Musiala für Aufsehen gesorgt. Der Ehrenpräsident des FC Bayern München war in der BR-Sendung „Sonntags-Stammtisch“ auf die neurologische Dysfunktion bei dem Stürmer angesprochen worden, die dieser im Sommer öffentlich gemacht hatte. Auf die Frage, wie die Unterstützung und der Rückhalt als Verein für den Fußballer mit den wirtschaftlichen Zielen eines Millionenunternehmens zu vereinen sind, antwortete Hoeneß: „Da sind wir natürlich in einem Dilemma.“
FC Bayern: Hoeneß äußert sich zu Musialas Krankheit
Der Vereinspatron des Rekordmeisters sagt über Musiala (23): „Der hat eine Krankheit, die nicht ohne weiteres heilbar ist, die aber durch Medikamente einigermaßen beherrschbar ist. Aber ob er jemals wieder diese Leistungsfähigkeit hat, die er mal hatte…“ Den Satz beendete Hoeneß nicht, sagte dann aber: „Jetzt kriegt er aber weiterhin Geld. Stellen Sie sich mal vor, der FC Bayern würde jetzt seinen Vertrag infrage stellen und sagen: Das, was er jetzt leisten kann, ist nicht mehr das, was im Vertrag stand.“
Bayern-Star Musiala: Topverdiener mit Vertrag bis 2030
Der aktuell noch verletzte Musiala zählt zu den Topverdienern bei den Bayern; im Februar 2025 dehnte er seinen Vertrag in München bis 2030 aus. Diese Vertragsverlängerung, die Berichten zufolge sehr teuer war, sorgte für Kritik an der Vereinsführung um Sportvorstand Max Eberl.
Die Bayern hatten sich nach der Diagnose bei Musiala geschlossen hinter den DFB-Jungstar gestellt. Es gebe eine „bedingungslose Unterstützung für Jamal in jeder Hinsicht“, sagte Hoeneß damals. Der Spieler war zweimal in Testspielen zusammengebrochen und hatte danach sogenannte Absencen öffentlich gemacht. Laut Verein wurde die Medikation bei dem Profi umgestellt. Seitdem sind keine derartigen Aussetzer mehr bekanntgeworden.
(dpa)
