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BVB im Höhenflug: Darum läuft es gerade so gut bei Dortmund

Borussia Dortmund und Felix Nmecha gehen punktgleich mit Bayern in die Länderspielpause.

Auf Augenhöhe mit dem FC Bayern in der Liga, drei Siege in der Champions League und der Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals: Borussia Dortmund blickt auf einen erfolgreichen Saisonstart zurück und geht mit einem guten Gefühl aus dem XXL-Programm mit neun Pflichtspielen in einem Monat in die Länderspielpause.

BVB-Sportdirektor Book lobt kontinuierliche Entwicklung

„Bei dieser Schlagzahl an Reisen und bei den schweren Gegnern, kann man das nur positiv bewerten“, sagte Sportdirektor Ole Book. „Ich sehe es nicht nur von den Ergebnissen so, sondern würde auch behaupten, dass wir über die Wochen eine kontinuierliche Entwicklung an den Tag gelegt haben.“ Die positive Startbilanz baut auf einem festen Fundament mit mehreren Säulen des Erfolgs auf. Das sind die Gründe für den guten Saisonstart des BVB.

Borussia Dortmund: Defensive und Widerstandsfähigkeit als Erfolgsrezept

Den Grundstein des Dortmunder Erfolgs liegt in der Abwehr. Mit nur sieben Gegentreffern aus neun Spielen stellt die Mannschaft von Trainer Niko Kovac die beste Defensive der Bundesliga. BVB-Schlussmann Gregor Kobel behielt in den neun Ligaspielen bisher fünfmal die weiße Weste – kein Torwart spielte häufiger zu null.

Aufbauend auf ihrer starken Defensive stellte die Dortmunder Mannschaft in dieser Saison immer wieder ihre Widerstandsfähigkeit unter Beweis. Die Schwarz-Gelben schafften es fast immer, knappe Führungen über die Zeit zu bringen und Siege ohne großen Glanz einzufahren. Ob in der Champions League bei Sabah FK, in der Bundesliga gegen die SV Elversberg oder im Pokal gegen Werder Bremen: Dortmund bewies in dieser Saison fast immer den längeren Atem als der Gegner.

BVB-Keeper Kobel: Fitness und Intensität auf Top-Niveau

Hauptverantwortlich dafür ist die Fitness der Spieler. Trotz der Vielzahl an Spielen und der weiten Reisen nach Norwegen und Aserbaidschan gehören die Dortmunder bei den Laufwerten zu den Top-Teams der Liga. „So wie ich die Mannschaft wahrnehme, wie ich mich selbst fühle, muss ich sagen, sind wir alle athletisch auf einem sehr guten Level“, sagte Torwart Kobel.

Nur vier Mannschaften haben in der Bundesliga mehr Kilometer abgespult als der BVB. Auch bei den „intensiven Läufen“ sind die Dortmunder oben mit dabei: Außer RB Leipzig legte in den neun Bundesliga-Spielen kein anderes Team mehr Sprints hin.

Trainer Kovac setzt beim BVB auf taktische Flexibilität

Zu der Ausdauer und Widerstandsfähigkeit kommt die taktische Disziplin und die Flexibilität. Im Spitzenspiel gegen den FC Bayern wechselte Trainer Kovac etwas überraschend von der angestammten Formation mit drei Innenverteidigern zu einer Viererkette. Die Formation seiner Mannschaft sei „nicht in Stein gemeißelt“, betonte der Trainer. „Es geht um Flexibilität“

Unter der Woche in der Königsklasse gegen Betis Sevilla lief der BVB dann wieder mit drei Innenverteidigern auf, nur um zuletzt gegen die SV Elversberg zurück zur Viererkette zu wechseln.

Borussia Dortmund: Kaderbreite trotz Ausfällen bei Karetsas und Co.

Um die taktischen Vorgaben umzusetzen, benötigt es natürlich entsprechende Leistungen der Spieler. Trotz der Verletzung des Neuzugangs Giannis Konstantelias und der wiederholten Sorgen um seinen griechischen Landsmann Konstantinos Karetsas kann Trainer Kovac auf einen breiten Kader bauen.

Mit dem zuletzt wieder erstarkten Felix Nmecha, Goalgetter Serhou Guirassy oder Fabio Silva baut der Dortmunder Erfolg auf vielen Schultern auf. Auch Sommer-Neuzugang Karetsas ließ seine Qualität bereits mehrfach aufblitzen.

Trotz aller Euphorie nach den in allen Wettbewerben erfolgreichen XXL-Wochen weiß Kovac den Saisonstart seiner Mannschaft einzuordnen: „Es ist alles noch eng beieinander. Ich möchte diesen Tabellenstand überhaupt nicht überbewerten.“

(dpa)

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