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HSV vor Gladbach: Fans stellen nach der Pleiten-Serie eine unbequeme Frage

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Fußball heute: Nach der 3:1-Niederlage in Frankfurt, der dritten Pleite in Serie, wächst beim Hamburger SV die Unruhe. Wie die MOPO berichtet, stellen die Fans inzwischen die Taktik von Trainer Merlin Polzin infrage. Gegner Gladbach könnte vor dem Duell am Freitag laut hsv24 derweil im Tor wechseln.

Hamburger SV: Die Fans zweifeln an der Dreierkette

„Warum hält Merlin Polzin an der Dreierkette fest?“, fragen sich manche Anhänger. Der Frust speist sich aus Fehlern in der Defensive und langen Phasen ohne jede Torgefahr. Nach drei verlorenen Spielen am Stück ist die Geduld im Umfeld spürbar dünner geworden. Die Systemfrage rückt damit in den Mittelpunkt.

Im 3-5-2 mit einer hängenden Spitze und drei zentralen Mittelfeldspielern erwischten die Hamburger in beiden Halbzeiten einen schwachen Start, obwohl eine ähnliche Formation zwei Wochen zuvor beim 1:0 gegen Stuttgart funktioniert hatte. Vom Ausgleich bis zur Pause war der HSV ebenbürtig, danach kam lange wenig, ehe Alexander Røssing-Lelesiit spät für Schwung sorgte.

Merlin Polzin: Zufrieden mit dem ersten Durchgang

Der Coach selbst zog ein differenziertes Fazit. „Wir haben uns in das Spiel hereingearbeitet und waren sehr klar darin, welche Zonen wir bespielen wollten“, sagte Polzin. Man habe Momente für sich ausgemacht, die die Jungs in der ersten Halbzeit gut umgesetzt hätten. Den Ausgleich habe sich das Team verdient.

Weniger milde urteilte Albert Grønbæk über sich selbst. Er agiert leicht hinter Terem Moffi und war am 1:1 in der 14. Minute beteiligt. „Anders als im letzten Spiel habe ich die Räume nicht gefunden, also bin ich enttäuscht von mir“, gab er zu. Gerade im Offensivspiel fehlte damit eine wichtige Verbindung.

Terem Moffi: Der Angreifer trifft erneut

Moffi erzielte wie schon bei der Pokalniederlage den einzigen Hamburger Treffer aus kurzer Distanz. Es war sein drittes Pflichtspieltor der Saison, womit er Yussuf Poulsen (zwei) überholt hat. Häufig fungierte er als Wandspieler, der Bälle festmachte, damit die Kollegen nachrücken konnten. Seine Rolle im Angriff gewinnt damit an Gewicht.

Ausschließlich auf lange Bälle von Daniel Heuer Fernandes setzten die Hamburger gegen das hohe Frankfurter Pressing aber nicht. Das wurde in der 6. Minute beinahe zum Bumerang, als ein Fehlpass von Miro Muheim auf Jordan Torunarigha im riskanten Aufbau fast bestraft wurde. Heuer Fernandes parierte jedoch gegen Younes Ebnoutalib.

Yussuf Poulsen: Dem HSV fehlt der Anführer im Pressing

Ohne Poulsen spielt der HSV anders. Der 32-Jährige ist nicht nur körperlich stark, sondern führt auch das Pressing von vorne an, wofür Moffi die Erfahrung fehlt. Mit Poulsen in der Startelf gewann Hamburg 2:3 in Hoffenheim und gegen Stuttgart, auch wenn er bei den späten Entscheidungen jeweils nicht mehr auf dem Platz stand.

Grønbæk spielt nach eigener Aussage mit beiden gern zusammen und harmoniere auch mit Moffi gut. Es seien „ähnliche Spielertypen“, aber nicht völlig gleich. „Ich kenne Yussi natürlich etwas besser“, verriet er. Wann Poulsen nach seinen Hüftproblemen zurückkehrt, ist offen, das Spiel gegen Gladbach könnte er verpassen.

HSV News: Kampfansage vor dem Heimspiel gegen Gladbach

Dennoch glaubt Grønbæk an eine Wende vor der Länderspielpause. „Wir müssen zu 100 Prozent fokussiert sein“, forderte er. Nach dem schwachen Saisonstart habe die Mannschaft bereits gezeigt, dass man sie nie abschreiben sollte, sie könne sich auch jetzt wieder fangen. Die nächste Gelegenheit bietet sich am Freitagabend.

„Wir haben Freitagabend ein volles Volksparkstadion mit einem brutal wichtigen Spiel vor uns, auf das wir uns gut vorbereiten wollen und müssen“, betonte auch Polzin. Man wolle wieder den eigenen Fußball zeigen, allerdings defensiv stabiler und vorne zielstrebiger. An seiner Grundordnung dürfte er dabei festhalten.

Borussia Mönchengladbach: Batz drängt ins Tor

Beim Gegner könnte es derweil einen Wechsel zwischen den Pfosten geben. Routinier Daniel Batz (35) vertrat den verletzten Stammkeeper Moritz Nicolas (29) im Pokal gegen den KSC (2:0) und gegen Paderborn (0:0) stark und blieb zweimal ohne Gegentor. „Man spürt bei jeder Aktion seine Erfahrung. Auch seine Körpersprache ist super“, lobte Gladbach-Sportdirektor Rouven Schröder.

Nicolas kassierte in dieser Saison bereits 22 Gegentore, ein Wechsel ist demnach möglich. Trainer Alexander Blessin wollte nach dem Paderborn-Spiel jedoch keine Torwartdiskussion eröffnen. Am Freitag (20:30 Uhr) reist die Borussia mit nur vier Punkten zum Tabellen-15. nach Hamburg. Für beide Teams geht es um einen dringend benötigten Befreiungsschlag.

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