Fußball heute: Vor dem Heimspiel gegen den SC Paderborn am Samstag (15:30 Uhr) lichtet sich das Lazarett von Borussia Mönchengladbach. Mit Isac Lidberg und Daiki Hashioka kehren zwei Spieler in den Kader zurück, Nicolas Kühn ist sogar erstmals dabei. Auf der Pressekonferenz warnte Trainer Alexander Blessin allerdings eindringlich vor einem eingespielten Gegner.
Borussia Mönchengladbach: Die Personallage entspannt sich
Erfreut zeigte sich der Coach zudem über Ko Itakura, der im Pokal im defensiven Mittelfeld überzeugte. Auch Jens Castrop brenne auf seinen Einsatz, verriet er. Die Zentrale ist damit plötzlich üppig besetzt. Zusammen mit den beiden Rückkehrern hat der Trainer gegen Paderborn deutlich mehr Möglichkeiten als in den vergangenen Wochen.
Verzichten muss Gladbach dagegen auf Hugo Bolin, der mit muskulären Problemen ausfällt. Für Franck Honorat kommt die Partie noch zu früh, gemeinsam mit Kevin Diks könnte er gegen Hamburg zurückkehren. Jan Leszczyński braucht etwas mehr Zeit, Fritz Fleck soll am Montag wieder trainieren. Tim Kleindienst ist weiter in der Reha, Enzo Leopold fehlt länger. Kürzer ist die Liste, leer aber noch nicht.
SC Paderborn: Blessin warnt vor einem eingespielten Gegner
Paderborn sei eine gut eingestellte Mannschaft, die ihre Stärken und Schwächen genau kenne, betonte Blessin. In den ersten sechs Partien setzte der SCP nahezu immer auf dieselbe Startelf. Das zahlt sich aus. Mit fünf Punkten mehr auf dem Konto reist der Gegner an, ein Heimsieg würde den Abstand auf zwei Zähler verkürzen.
Kompakt und defensiv stabil agiert der SCP in seinem 5-3-2-System, in den Zweikämpfen geht er aggressiv zu Werke. Hinzu kommt ein Torhüter, der den Ball enorm weit schlagen kann. Gladbach müsse deshalb bei der Absicherung wachsam sein und dieselbe Haltung und Intensität zeigen wie in den vergangenen beiden Spielen. Gerade die weiten Abschläge machen eine saubere Restverteidigung zur Pflicht.
Alexander Blessin: Erst die Grundtugenden, dann die Technik
Den jüngsten Aufwärtstrend will Blessin fortsetzen, ohne dass seine Mannschaft abhebt. An erster Stelle stünden die Grundlagen, also Arbeit gegen den Ball, Laufbereitschaft und Intensität. Erst danach solle Gladbach auf seine technische Qualität setzen. Gegen einen so kompakten Gegner wie Paderborn dürfte genau diese Reihenfolge den Ausschlag geben.
Fortschritte erkennt der Coach bereits in der Defensive, vor allem beim Verschieben als Einheit. Luft nach oben gebe es trotzdem, etwa bei der Absicherung hinter dem eigenen Pressing. Selbstvertrauen zieht das Team aus den Standards, die es in den vergangenen beiden Spielen gut verteidigte. Mit Blick auf die weiten Abschläge des SCP-Keepers könnte diese Stabilität entscheidend werden.
Borussia Mönchengladbach: Shuto Machino steht wieder in der Startelf
Offensiv lobte Blessin, wie seine Elf gegen Karlsruhe mehrfach das hohe Anlaufen des Gegners überspielte und den Ball schnell nach vorne trug. Dem ersten Tor ging eine herausragende Kombination voraus, das zweite fiel nach einem sauber ausgespielten Konter. Beide Treffer zeigten, wie variabel Gladbach zuletzt agierte. Gegen die kompakte Fünferkette des SCP ist genau das gefragt.
Shuto Machino wird am Samstag erneut von Beginn an auflaufen. Der Coach hob seine taktische Disziplin und seinen Fleiß hervor – gegen Stuttgart traf er, gegen den KSC spulte er ein enormes Pensum ab. Anfangs sei der Stürmer etwas müde gewesen, inzwischen wirke er wieder frisch. Im Angriff ist er damit vorerst gesetzt.
Gladbach-Coach Blessin: Mehr Konstanz von Hack, Wechsel nach Gefühl
Ebenfalls im Fokus stand Robin Hack, der zuletzt mit einem Tor und einer Vorlage bewies, dass er Spiele entscheiden kann. Nach der Roten Karte gegen Karlsruhe agierte er im 5-3-1 als Achter und überzeugte Blessin mit Laufarbeit und defensivem Einsatz. Nun fordert der Trainer aber mehr Konstanz. Gelingt ihm das, hätte Gladbach gegen Paderborn einen echten Unterschiedsspieler in seinen Reihen.
Wann er wechselt, legt der Coach nicht vorab fest, oft entscheide er nach Gefühl. Im Duell mit dem KSC brachte er Lukas Ullrich etwa erst zur Pause, damit sich die Mannschaft gemeinsam auf die neue Situation einstellen konnte. Kurz vor einem gegnerischen Standard nimmt er zudem ungern Änderungen vor. Gegen die zweikampfstarken Paderborner dürfte dieses Gespür am Samstag erneut gefragt sein.
