Drei Wochen vor der Trade-Deadline am 10. November hat CBS Sports zehn Deals zusammengestellt, die aus Sicht der Redaktion zwingend passieren sollten. Der Blick richtet sich auf Contender mit Kaderlücken und Teams, die ihre Saison abschreiben können – und er beginnt mit einem Namen, der noch vor Kurzem als unantastbar galt: Saquon Barkley.
NFL-Trade-Deadline: Barkley nach Seattle, Sweat nach Dallas
Der Running Back soll nach Seattle. Die Seahawks (3:3) haben nach dem Abgang von Kenneth Walker III die zweitschlechteste EPA pro Lauf der Liga, Zach Charbonnet und Jadarian Price seien keine Nummer eins. Die Eagles, deren Saison in sich zusammenfällt, sollten trotz Barkleys hohem Cap Hit Anrufe entgegennehmen – Seattle könnte im Win-now-Modus hohe Picks bieten.
Josh Sweat zu den Cowboys folgt derselben Logik. Nach dem Joey-Porter-Trade braucht Dallas‘ Pass Rush ohne Micah Parsons weitere Verstärkung. Arizonas GM Monti Ossenfort hatte im August zwar jedes Interesse an einem Verkauf dementiert, doch der teure Veteran mit konstanter Sack-Produktion passe nicht zum jungen Kern der Cardinals.
Taylor zu den Vikings, Mack zurück nach Chicago
Jonathan Taylor zu den Vikings wäre der spektakulärste Deal der Liste. Minnesotas 5:0 basiert auf Brian Flores‘ Defense, die Offense liefert mit nur drei Lauf-Touchdowns zu wenig. Nach der Entlassung von GM Chris Ballard und einem wackelnden Shane Steichen könnte Indianapolis einen Neuaufbau starten – trotz der erst zwei Monate alten Vertragsverlängerung Taylors.
Als wahrscheinlichster Deal gilt Khalil Mack zurück zu den Bears. Chicago braucht Pass Rush, Mack ist weiter produktiv, und die 0:6-Chargers sind prädestiniert, auslaufende Verträge zu verkaufen. Mit dem genesenen Caleb Williams könnte eine verstärkte Defense einen tiefen Playoff-Lauf ermöglichen – für Chicago wäre es die Rückkehr eines Spielers, der dort schon einmal den Unterschied machte.
Godwin für Rodgers, Baker für Buffalos Pass-Defense
Chris Godwin Jr. zu den Steelers ist eine Reaktion auf ein Lazarett. Mit Michael Pittman Jr. und Roman Wilson auf der IR und einem angeschlagenen Ben Skowronek bleiben Aaron Rodgers nur DK Metcalf und Rookie Germie Bernard. Der nun gesunde Godwin, gewohnt an einen großen Nummer-eins-Receiver wie Mike Evans, passt neben Metcalf – Tampa sollte verkaufen.
Budda Baker zu den Bills adressiert Buffalos größte Schwäche. Die Bills gewinnen nur über die Offense, die Pass-Defense lässt 285,8 Yards pro Spiel zu, der zweitschlechteste Wert der Liga, vor allem im Slot. Baker wäre sofort der beste Verteidiger der Secondary, und mit nur drei Millionen Dollar Dead Cap 2027 wäre ein Abgang für Arizona finanziell verkraftbar.
Receiver-Karussell: Jennings, Jeudy, Thomas – und Woolen für Detroit
Zwei Receiver-Deals drehen sich um Rückkehr und Neuanfang. Jauan Jennings ist in Minnesota mit fünf Targets, zwei Catches und neun Yards unsichtbar, in San Francisco führte er 2024 und 2025 alle Receiver an – die Rückkehr zu den 49ers passe perfekt. Jerry Jeudy, in Cleveland hinter den Rookies KC Concepcion und Denzel Boston nur noch fünfter bei Targets, wäre in Kansas City neben Rashee Rice und Xavier Worthy ein Top-3-Receiver, zumal Chad O’Shea ihn 2024 schon zum Pro Bowl geführt hatte.
Die Liste schließt mit Riq Woolen zu den Lions und Brian Thomas Jr. zu den Raiders. Detroits ligaweit schwächste Pass-Defense ohne Brian Branch, Kerby Joseph und Terrion Arnold braucht dringend Hilfe, Woolen mit Einjahresvertrag bei den Eagles dürfte bei einem Umbruch nicht verlängern. Thomas, 2023 mit 1.282 Yards und zehn Touchdowns, ist in Jacksonville zurückgefallen und könnte in Las Vegas zur Nummer eins für Top-Pick Fernando Mendoza werden.
Zehn Vorschläge, zehn verschiedene Motive – von Verzweiflung in Seattle über Neuaufbau in Indianapolis bis zur Rückkehr in Chicago. Ob die Front Offices den Empfehlungen folgen, zeigt sich bis zum 10. November. Sicher ist nur, dass Teams wie die Eagles, Chargers und Cardinals bis dahin zu den gefragtesten Gesprächspartnern der Liga gehören.
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