Bundesliga heute: Schwäbischer Dreier in Ostwestfalen! Am 5. Spieltag setzte sich der VfB Stuttgart beim Aufsteiger SC Paderborn mit 2:0 durch. Hier findest du die Stimmen zum Duell Paderborn gegen Stuttgart.
Paderborn vs. Stuttgart Stimmen – Hoeneß: „Das haben wir uns so nicht vorgestellt“
Sebastian Hoeneß (Trainer VfB Stuttgart): „Wir kommen sehr gut ins Spiel, hatten viel Kontrolle und die eine oder andere gefährliche Situation. Mit dem Tor verlieren wir dann etwas den Faden und geben die Bälle zu schnell her.“
Danach rückte die Defensivarbeit in den Vordergrund: „Wir mussten viel verteidigen, waren viel in der eigenen Hälfte, das haben wir uns so nicht vorgestellt. Die langen Bälle sind nicht einfach zu verteidigen, so hat sich Paderborn vorne festgesetzt. Lange Zeit war es viel Arbeit. Es war aber klar, dass es hier anspruchsvoll wird.“
Umso deutlicher fiel die Freude über den Auswärtserfolg aus: „Wir waren in einer schwierigen Situation mit drei Punkten aus vier Spielen. Deswegen bin ich sehr happy mit dem Sieg. Ein Kompliment für das Verteidigungsverhalten, die Jungs haben sich gegenseitig gepusht.“
Fabian Wohlgemuth (Sportvorstand VfB Stuttgart) in den Stuttgarter Nachrichten: „Der Sieg und die Leistung werden uns heute nicht zu Kopf steigen, dafür war die zweite Hälfte eine zu deutliche Erdung. Wir haben von Anfang an gemerkt, dass uns hier nichts zufliegt. Der SCP hat sich mehr als Bundesliga-tauglich gezeigt und hier ja auch schon anderen Mannschaften das Leben schwer gemacht.“
Bestehen konnte man aus seiner Sicht nur mit der passenden Haltung: „Es war klar, dass wir Widerstandsfähigkeit brauchen. Wir haben uns in das Spiel gearbeitet und hatten viele Räume, die wir nicht immer genutzt haben.“
Den Grund für die Druckperiode des Kontrahenten nach dem Seitenwechsel verortete der Funktionär beim eigenen Team: „In der zweiten Hälfte sind die Paderborner mit viel Dampf aus der Kabine gekommen, aber wir müssen die Fehler eher bei uns suchen, haben einige Zweikämpfe nicht gewonnen. Da gab es eine Phase, in der der Ausgleich vielleicht auch verdient gewesen wäre. Der Sieg ist nicht ganz unverdient, denn die Räume hatten wir.“
Stimmen zum Spiel vom VfB Stuttgart – Seimen: „Es war sehr emotional für mich hier in Paderborn“
Einen außergewöhnlichen Nachmittag erlebte der Keeper, der in der vergangenen Saison an den SC Paderborn verliehen war und nun sein Debüt in der Bundesliga gab.
Dennis Seimen (Torhüter VfB Stuttgart), zitiert von den Stuttgarter Nachrichten: „Es war sehr emotional für mich hier in Paderborn. Es war kein einfaches Spiel für uns, wir mussten viel leiden, was wir natürlich nicht so haben wollten.“
Dem Ansturm hielt seine Elf dennoch stand, betonte der Rückkehrer: „Wir haben uns trotzdem in jeden Ball reingeschmissen und gefightet. Am Ende sind wir dankbar, dass die Null steht.“
Stimmen zum Spiel vom SC Paderborn – Kettemann: „Ein Punkt war möglich heute, das nervt“
Bei den Gastgebern überwog nach dem Abpfiff der Frust.
Ralf Kettemann (Trainer SC Paderborn), wie die Stuttgarter Nachrichten zitieren: „Wir hatten einen schweren Start, haben uns dann an den VfB rangekämpft. Wir sind eine Gruppe von jungen, Bundesliga-unerfahrenen Spielern. Da geht es darum, von Minute zu Minute zu lernen.“
Im letzten Drittel sieht der Coach noch Luft nach oben: „Wir müssen nah am Tor öfter die richtigen Entscheidungen treffen und bei den Abschlüssen einfach öfter das Tor treffen. Ein Punkt war möglich heute, das nervt.“
Den Blick auf den Fortschritt seiner Truppe richtete er trotz allem: „Und da habe ich heute eine Steigerung gesehen im Vergleich zum Hoffenheim-Spiel.“
Laurin Curda (SC Paderborn) gegenüber [QUELLE]: „Es ist sehr ärgerlich, gerade weil wir uns in der zweiten Halbzeit viele Chancen herausgespielt haben. Machst du sie vorne nicht, bekommst du sie hinten.“
Nahuel Noll (Torhüter SC Paderborn) gegenüber [QUELLE]: „Über weite Phasen haben wir ein gutes Spiel gemacht, den VfB Stuttgart gut geärgert. Wir haben gute Ansätze gezeigt, müssen diese in Tore ummünzen.“
Laurin Ulrich (SC Paderborn, ausgeliehen vom VfB Stuttgart) gegenüber [QUELLE]: „Es wäre ein Unentschieden drin gewesen. Wir haben es besonders nach der Pause gut gemacht. Es war für mich schon besonders, gegen den VfB zu spielen.“
