Bundesliga heute: RB Leipzig hat Eintracht Frankfurt im Topspiel des 5. Spieltags mit 6:0 deklassiert. Christopher Nkunku traf dreimal, außerdem waren Ezechiel Banzuzi, Antonio Nusa und der eingewechselte Tidiam Gomis erfolgreich. Die Frankfurter hatten zwischenzeitlich durchaus ihre Momente, fanden in Leipzigs Torhüter Maarten Vandevoordt aber immer wieder ihren Meister.
Leipzig – Frankfurt 6:0: Zwei Tore nach fünf Minuten
Schon in der 1. Minute brachte Banzuzi die Gastgeber in Führung, nachdem Koch sich von Bakus Laufweg am ersten Pfosten hatte ablenken lassen. Nkunku erhöhte in der 5. Minute mit links auf 2:0 – ein solcher Blitzstart mit zwei Toren binnen fünf Minuten war RB vor eigenem Publikum bis dahin nie gelungen. Danach war die Eintracht phasenweise das aktivere Team, eine dicke Gelegenheit vereitelte Vandevoordt in der 31. Minute mit einer Parade gegen den allein anstürmenden Doan.
Nkunku schnürt einen Hattrick vor der Pause
Mitten in diese Frankfurter Drangphase hinein legte Leipzig nach. In der 41. Minute verwertete Nkunku einen Abpraller, nachdem Atubolu einen Abschluss von Rômulo pariert hatte. Drei Minuten später jagte er den Ball hoch ins rechte Eck, nachdem Atubolu einen eher harmlosen Abschluss von Banzuzi unglücklich zu ihm hatte abprallen lassen. Alle drei Treffer erzielte der Leipziger mit dem linken Fuß, zur Pause stand es 4:0.
Nusa und Gomis legen nach
Auch die Umstellung auf eine Viererkette, die Eintracht-Coach Adi Hütter zur Pause vornahm, brachte keine Wende. Nusa erhöhte in der 54. Minute nach einem Alleingang, den er rund 35 Meter vom Kasten entfernt begonnen hatte, auf 5:0: Mit einem Beinschuss ließ er Collins stehen, den Abschluss setzte er mit rechts flach links ins Netz.
Gomis hatte bereits in der 80. Minute die Chance auf das sechste Tor, verfehlte nach einem Heber von Reitz, der Collins überwand, per Kopf aber das Ziel. Reitz war erst kurz zuvor für Banzuzi, der wegen eines Krampfes raus musste, auf den Platz zurückgekehrt (73.). Den Schlusspunkt setzte Gomis in der 89. Minute nach einem Sprint über rund das halbe Spielfeld: Kein Frankfurter stellte sich ihm ernsthaft in den Weg, und von der rechten Strafraumseite vollendete er flach zum 6:0.
Vandevoordt hält die Null
Dass die Gäste ohne eigenen Treffer blieben, lag auch am Leipziger Keeper. Knauff scheiterte in der 70. Minute aus schräger Position an Vandevoordt, nachdem er eine Spielverlagerung von Baum per Brustannahme verarbeitet hatte – ein Nachschussversuch von Burkardt kam danach nicht zustande. Auch gegen Ebnoutalib (82.) und den zunehmend auffälligen Uzun, der einmal nach einem Tempodribbling entlang der Torauslinie (83.) und einmal mit einem gefühlvollen Abschluss nach einer Körpertäuschung (87.) scheiterte, blieb Vandevoordt Sieger.
Tore:
1:0 Ezechiel Banzuzi (1.)
2:0, 3:0, 4:0 Christopher Nkunku (5., 41., 44.; Vorlagen: Antonio Nusa, Rômulo, Ezechiel Banzuzi)
5:0 Antonio Nusa (54., Vorlage: Ezechiel Banzuzi)
6:0 Tidiam Gomis (89.)
Besonderheit:
Christopher Nkunku erzielte einen Hattrick, alle drei Treffer mit dem linken Fuß. Zwei Tore binnen fünf Minuten waren RB in einem Heimspiel zuvor noch nie gelungen. Frankfurts Serie früher Tore riss: In jedem der vier vorherigen Ligaspiele hatte die Eintracht spätestens in der zehnten Minute getroffen. Rocco Reitz kehrte nach seiner Verletzung in der 73. Minute ins Team zurück.
