Bundesliga heute: Was für ein Finale im Freitagsspiel des 5. Spieltags! Borussia Dortmund lag gegen Werder Bremen kurz vor Schluss scheinbar sicher mit 2:0 in Führung – und musste sich am Ende doch mit einem 2:2 begnügen. Ausgerechnet der frühere Dortmunder Niclas Füllkrug köpfte die Gäste in der Nachspielzeit zum Ausgleich.
Dortmund – Bremen 2:2: Lange stand nur Hein im Weg
Über weite Strecken war Dortmund die spielbestimmende Mannschaft, biss sich aber an Bremens Torhüter Hein die Zähne aus. Vor der Pause lenkte er einen Abschluss von Beier mit dem Arm ab (43.), nach dem Seitenwechsel parierte er mehrfach gegen Nwaneri. Dessen Fallrückzieher-Tor in der 62. Minute zählte nicht, weil Schiedsrichter Christian Dingert zuvor ein Stürmerfoul gepfiffen hatte – Anton hatte Füllkrug minimal berührt.
Auch Werder hatte gute Möglichkeiten: Reis verfehlte das Tor in der 37. Minute nur hauchdünn, und in der 54. Minute stoppte Kobel den durchgebrochenen Füllkrug aus kurzer Entfernung. Bitter für die Gäste war zudem der frühe Ausfall von Amos Pieper, der bereits in der 19. Minute angeschlagen vom Platz musste.
Svensson und Schlotterbeck bringen den BVB auf Kurs
In der 80. Minute fiel dann das erste Tor: Nach einem blitzschnellen Gegenstoß rutschte Svensson in den Ball und traf mit links aus kurzer Distanz, nachdem Fabio Silvas missratener Schuss punktgenau bei ihm gelandet war. Schlotterbeck schien fünf Minuten später mit dem 2:0 alles klarzumachen: Der Verteidiger gewann am langen Pfosten das Kopfballduell gegen Schmetgens und Deman, nachdem Veerman eine Ecke hereingebracht hatte.
Werders fulminante Aufholjagd
Doch Werder gab sich nicht geschlagen. Reis verkürzte in der 88. Minute mit einem Schuss aus etwa 20 Metern, der über den Innenpfosten ins Netz ging. Den Ball hatte Wojcik nach einem Fehlpass von Schlotterbeck erobert, Veerman und Nmecha ließen sich anschließend von einer Körpertäuschung des Bremers austricksen.
Plötzlich drängten die Gäste. Schlotterbeck warf sich kurz darauf in einen weiteren Abschluss von Reis, den Grüll bedient hatte (90.). Die Nachspielzeit betrug sechs Minuten – und sie hatte es in sich. Nachdem Veerman Weiser in aussichtsreicher Position zu Fall gebracht und dafür Gelb gesehen hatte, schlug ausgerechnet Füllkrug zu: Ohne Gegenspieler in seiner Nähe beförderte der Angreifer eine präzise Hereingabe von Grüll aus Höhe des Elfmeterpunkts per Kopf ins Netz – 2:2 (90.+2).
Hektisches Ende in Dortmund
Werder drängte anschließend sogar auf den Siegtreffer. In der sechsten Minute der Nachspielzeit bekam Kobel einen Kopfball von Wojcik nach einem Eckball sicher zu fassen, auch eine letzte Dortmunder Ecke brachte nichts mehr ein. Zuvor hatte Nmecha nach einem Foul an Grüll ebenfalls Gelb gesehen (90.+4).
.
