Tennis heute: Alexander Zverev wird das Jahr 2026 als Nummer eins der Tennis-Welt beenden, als erster Deutscher seit Boris Becker 1991. Das berichten sportschau.de, ndr.de, n-tv.de und rp-online.de übereinstimmend. Offiziell steht der 29-Jährige zwar noch nicht an der Spitze, offen ist aber nur noch der Zeitpunkt.
Alexander Zverev: Erster Deutscher an der Spitze seit Boris Becker
Damit tritt der Hamburger in große Fußstapfen. Er ist erst der zweite deutsche Mann nach Becker, der die Weltrangliste anführt. Der dreimalige Wimbledonsieger gratulierte bereits vor einigen Tagen, unmittelbar nachdem Jannik Sinner sein Saisonende verkündet hatte: „Herzlichen Glückwunsch, Sascha!!!“
Verdient hat sich Zverev den Gipfel mit einem herausragenden Jahr. 2026 gewann er die French Open und die US Open und ist damit zweifacher Grand-Slam-Champion. Gemeinsam mit seinem Olympiasieg von Tokio steht eine beeindruckende Titelsammlung hinter dem Sprung an die Spitze.
Jannik Sinner: Knie-Aus ebnet Zverev den Weg
Den Weg frei machte das vorzeitige Saison-Aus des Südtirolers. Wie ndr.de berichtet, kann Sinner wegen anhaltender Knieprobleme seine starken Punkte vom Ende der vergangenen Saison nicht verteidigen. Zverev, aktuell noch Zweiter, wird den Italiener deshalb in den kommenden Wochen überholen.
Noch liegt Sinner mit 10.950 Punkten vorne, Zverev folgt mit 9.720 Zählern. Der Rückstand von 1.230 Punkten wird laut des Berichts schmelzen, weil der Italiener seine Zähler aus dem Herbst des Vorjahres verliert. Für Zverev ist das die Grundlage für den historischen Wechsel an der Spitze.
Tennis-Weltrangliste: Wann übernimmt Zverev offiziell?
Bleibt die Frage nach dem Wann. Gewinnt Zverev das Shanghai Masters, reicht ihm laut n-tv.de das Halbfinale beim ATP-Turnier in Wien. Verliert er das Finale in Shanghai, müsste er in Wien den Titel holen, um beim Ranking-Update am 2. November ganz oben zu stehen.
Bei einem früheren Aus in Shanghai übernimmt er wegen der Berechnung der Weltrangliste demnach spätestens bei den ATP Finals die Spitze. Theoretisch könnten zwar noch Carlos Alcaraz oder Ben Shelton bis Jahresende vorbeiziehen. Beide müssten dafür aber jedes verbleibende Turnier gewinnen und zusätzlich kleinere Events spielen, was als äußerst unwahrscheinlich gilt.
Carlos Alcaraz: Für den Spanier ist der Zug abgefahren
Noch deutlicher fällt die Einschätzung von rp-online.de aus. Demnach kann der drittplatzierte Alcaraz Zverevs Punktestand selbst mit Siegen bei allen restlichen Turnieren nicht mehr erreichen, sein Rückstand beträgt 4.150 Punkte. Durch den Six Kings Slam verpasst der Spanier zudem die nötigen Events in Almaty, Brüssel oder Lyon, und auch Shelton ist dort nicht gemeldet.
Ein starkes Ergebnis in Shanghai, ähnlich wie 2019 beim Finaleinzug dort, würde Zverev laut des Berichts die Chance eröffnen, schon in Wien offiziell zu übernehmen. Ganz ausblenden kann er die Debatte nicht. Vor dem Turnier räumte er ein: „Es ist im Moment ein Gesprächsthema für alle.“ Sein Fokus liege aber auf den eigenen Matches.
Shanghai Masters: Pflichtsieg gegen Lokalmatador Wu
Bewiesen hat er diese Konzentration am Freitag in der zweiten Runde. Gegen Lokalmatador Yibing Wu gewann Zverev in seinem ersten Match in Shanghai 6:4, 7:6 (7:4) und machte den Jahresabschluss an der Spitze damit rechnerisch perfekt. „Ich bin sehr froh darüber, dass ich es heute in zwei Sätzen geschafft habe“, sagte er nach der Partie.
Einen kurzen Schreck gab es beim Stand von 5:5 im zweiten Durchgang, als er mit dem linken Fuß umknickte. Nach einer kurzen Pause konnte er jedoch weitermachen. Gelingt ihm in Shanghai ein Lauf bis ins Endspiel, könnte er sich in Wien die historische Krönung schon Anfang November sichern.
ATP-Weltrangliste: Die aktuellen Top Ten
1. Jannik Sinner (Italien) – 10.950 Punkte
2. Alexander Zverev (Deutschland) – 9.720 Punkte
3. Carlos Alcaraz (Spanien) – 5.570 Punkte
4. Ben Shelton (USA) – 4.720 Punkte
5. Flavio Cobolli (Italien) – 3.640 Punkte
6. Félix Auger-Aliassime (Kanada) – 3.500 Punkte
7. Frances Tiafoe (USA) – 3.380 Punkte
8. Arthur Fils (Frankreich) – 3.285 Punkte
9. Alex de Minaur (Australien) – 3.280 Punkte
10. Daniil Medvedev (Russland) – 3.270 Punkte
Wird Zverev Turniersieger in Shanghai?
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