Mit 70 Millionen Euro ist der Preis für Jarell Quansah längst fixiert. Der FC Liverpool wird seine Rückkaufoption für den Innenverteidiger von Bayer Leverkusen im kommenden Sommer voraussichtlich ziehen, wie Transfermarkt und Buli_Inside unter Berufung auf die Sport Bild berichten. Wo der 23-Jährige danach landet, ist allerdings völlig offen.
Jarell Quansah: Liverpool zieht wohl die 70-Millionen-Option
Demnach haben sich die Reds die Klausel beim Verkauf für 2027 gesichert. Erst im vergangenen Jahr war der Abwehrspieler für rund 35 Millionen Euro aus Liverpool ins Rheinland gewechselt. Zieht der LFC die Option, würde sich die Summe binnen zwei Jahren verdoppeln. Ein Schnäppchen wäre die Rückholaktion für die Reds also nicht.
Finanziell wäre das für den Werksklub ein glänzendes Geschäft mit einem Gewinn von rund 35 Millionen Euro. Sportlich dagegen täte der Abschied weh. Quansah zählt aktuell zu den Stützen der Mannschaft, ein langfristiger Verbleib gilt laut des Berichts dennoch als kaum realistisch. Bayer müsste also einen Leistungsträger ersetzen, der selbst erst kürzlich viel Geld gekostet hat.
FC Liverpool: Rückkehr an die Anfield Road oder Weiterverkauf?
Ob der englische Nationalspieler nach einem Rückkauf tatsächlich an die Anfield Road zurückkehrt, ist allerdings unklar. Denkbar ist demzufolge auch, dass die Reds ihn direkt mit Gewinn weiterverkaufen. Das wäre ein cleverer Schachzug. Für Liverpool könnte sich die Klausel so selbst dann auszahlen, wenn der Verteidiger nie wieder für die Reds aufläuft.
Für Quansah selbst hätte ein Comeback beim LFC ohnehin eine besondere Note. Ab 2008 durchlief er die Liverpooler Nachwuchsarbeit, unterbrochen nur von einer Leihe zu den Bristol Rovers in der Rückrunde 2022/23, ehe 2025 der Wechsel nach Leverkusen folgte. Kaum ein Klub kennt den Abwehrmann also besser als jener, der ihn ausgebildet hat und nun die Hand nach ihm ausstreckt.
Real Madrid steigt ein: „Giganten-Poker“ um den Leverkusener
Längst lauern aber auch andere Schwergewichte. Chelsea, Arsenal und Real Madrid sollen sich für den Innenverteidiger interessieren, wobei die Königlichen offenbar besonders ernst machen. Die Sport Bild spricht bereits von einem „Giganten-Poker“ um den 23-Jährigen. Für Liverpool erhöht so viel Konkurrenz die Chance, Quansah nach einem Rückkauf gewinnbringend weiterzureichen.
Hinter dem spanischen Werben steckt ein absehbarer Bedarf. Zwar stehen derzeit fünf Innenverteidiger im Madrider Kader, doch der Vertrag von Antonio Rüdiger läuft im kommenden Sommer aus. Laut des Blattes braucht Real für die Saison 2027/28 mindestens zwei sofort einsetzbare Defensivkräfte. Genau deshalb beobachten die Madrilenen Quansah intensiv.
B04-Verteidiger Quansah: Vielseitigkeit macht ihn begehrt
Gerade seine Vielseitigkeit macht den Engländer so interessant. Neben Tempo und Übersicht zeichnet ihn aus, dass er nicht nur im Abwehrzentrum einsetzbar ist. In dieser Saison spielt er sowohl in Leverkusen als auch in Englands Nationalteam unter Thomas Tuchel zusätzlich als Rechtsverteidiger, was seinen Wert für jeden Kader spürbar erhöht.
Im vergangenen Sommer hatte bereits der FC Arsenal angeklopft. Offenbar planten die Verantwortlichen ein Angebot von rund 65 Millionen Euro, doch Leverkusen lehnte ab. Aus Leverkusener Sicht könnte sich dieses Nein noch auszahlen. Die damals geplante Summe liegt nur knapp unter jenen 70 Millionen Euro, die Liverpool nun für den Rückkauf überweisen müsste.
Chelsea mit Xabi Alonso: Im Sommer droht ein Wettbieten
Ebenso hellhörig bleibt der FC Chelsea. Mit Xabi Alonso sitzt dort Leverkusens früherer Coach auf der Bank, der die Entwicklung des Engländers weiter aufmerksam verfolgen soll. Rund um Quansah könnte sich im Sommer damit ein echtes Wettbieten entwickeln. Ausgerechnet Alonsos Klub würde dann um einen Spieler mitbieten, der heute zu den Stützen seines Ex-Vereins zählt.
Entscheidend wird nun der Kalender. Die Frist für die Reds läuft am 15. Juni ab, an diesem Tag muss die Option spätestens aktiviert sein. Die laufende Saison bestreitet Quansah noch für Bayer, über seine Zukunft entscheidet danach aber Liverpool. Für den Werksklub heißt das, sich frühzeitig auf einen Abschied vorzubereiten, der sportlich schmerzt, sich finanziell aber lohnt.
