Fußball heute: Paukenschlag beim SV Werder Bremen: Kaderplaner Markus Pilawa verlässt den Klub nach nur vier Monaten im Amt mit sofortiger Wirkung. Offiziell aus persönlichen Gründen – doch hinter den Kulissen spielen laut Bild auch inhaltliche Faktoren eine Rolle. Sportchef Clemens Fritz reagierte mit Bedauern: „Markus hat sich in den vergangenen Monaten mit großem Engagement eingebracht und wichtige Impulse gesetzt.“
Werder Bremen: Pilawa-Abgang nach vier Monaten – Unzufriedenheit mit Transferbudget
Pilawa hatte seinen Dienst beim SVW erst Ende Mai angetreten – als zentraler Baustein der sportlichen Neuausrichtung, wie die Deichstube berichtet. Der ehemalige Chefscout von Bayern München und Borussia Dortmund übernahm die Nachfolge des freigestellten Johannes Jahns und sollte Werders Transferpolitik auf eine neue Stufe heben. Tatsächlich hatte er während des Sommers großen Einfluss auf die Zusammensetzung des aktuellen Aufgebots – inklusive der Rückholaktion von Niclas Füllkrug.
Nach Bild-Informationen gilt es als offenes Geheimnis, dass Pilawa mit Werders extrem begrenzten finanziellen Möglichkeiten auf dem Transfermarkt unzufrieden war. Er konnte deutlich weniger umsetzen, als er zum Zeitpunkt seiner Unterschrift im Mai erhofft hatte. Fritz räumte das indirekt ein: „Wir haben in den vergangenen Wochen sehr intensiv und sehr gut miteinander gearbeitet. Dass die Transferperiode herausfordernd war, ist kein Geheimnis.“ Trotzdem habe Pilawa bis zum Schluss Vollgas gegeben – das Verhältnis zwischen beiden Seiten gilt nach wie vor als sehr gut.
SVW-Sportchef Fritz: Kein Schnellschuss bei Nachfolge – alle Optionen offen
Pilawa selbst erklärte in der Vereinsmitteilung: „Es waren sehr intensive Monate in einem tollen Verein. Ich bedanke mich bei der Geschäftsführung für das in mich gesetzte Vertrauen und das Verständnis für meine Entscheidung, die mir nicht leichtgefallen ist.“ Seine Familie lebt in Dortmund. Die Entscheidung selbst soll laut Deichstube ausschließlich privater Natur gewesen sein.
Wie es mit dem nun vakanten Kaderplaner-Posten weitergeht, ist völlig offen. Fritz betonte, dass Werder „noch in alle Richtungen“ denke: „Dass wir die Stelle neu besetzen, ist genauso möglich wie eine Lösung mit Bordmitteln. Da stehen wir noch am Anfang der Überlegungen.“ Einen Schnellschuss werde es nicht geben. Für Werder Bremen ist der Abgang Pilawas nach nur einer Transferperiode ein empfindlicher Einschnitt – ausgerechnet in einer Phase, in der der Klub sportlich Fahrt aufnimmt.
