Mehrere Wochen ohne die Nummer eins – Mainz 05 muss vorerst auf Stammtorhüter Robin Zentner verzichten. Der 31-Jährige hat sich laut Vereinsmitteilung beim 1:3 im Rhein-Main-Derby gegen Eintracht Frankfurt an der Hand verletzt, wie transfermarkt berichtet. Wann der Keeper zurückkehrt, hängt vom individuellen Heilungsverlauf ab.
Mainz 05: Zentner-Diagnose kommt unerwartet
Die Diagnose kommt unerwartet. Weder während der Partie noch direkt nach dem Abpfiff sei von einer Blessur die Rede gewesen, wie der Kicker meldet. Erst nach dem Derby wurde demnach klar, dass die Hand des Torhüters ernsthaft in Mitleidenschaft gezogen war – für die Mainzer eine Nachricht, die die Niederlage gegen den Rivalen noch bitterer macht.
Ohne genauen Zeitplan bleibt die Lage für Trainer und Team schwer kalkulierbar. Der Verein spricht von mehreren Wochen, legt sich aber bewusst nicht auf ein Datum fest, weil der Heilungsverlauf individuell verläuft. Für einen Klub, der im Derby gerade drei Gegentore kassiert hat, kommt der Ausfall des Rückhalts zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.
M05-Keeper Schwolow rückt ins Tor
Vertreten wird Zentner von Alexander Schwolow. Der 34-Jährige war im Sommer ablösefrei von Heart of Midlothian gekommen und rückt nun zwischen die Pfosten. Für den erfahrenen Keeper ist es die Chance, sich in Mainz als verlässliche Alternative zu empfehlen, nachdem er zunächst als Ersatz verpflichtet worden war.
Neu ist diese Konstellation für die Rheinhessen nicht. Schon den 5:0-Sieg beim HSV hatte Zentner wegen muskulärer Probleme verpasst, in der vergangenen Saison fehlte er sogar in 23 Spielen. Die aktuelle Verletzung setzt damit eine Serie fort, die den Klub bei der Kaderplanung zwischen den Pfosten schon länger beschäftigt.
Robin Zentner: Verletzungsserie wirft Fragen auf
Für Mainz 05 geht es nun darum, die Zeit ohne Zentner so schadlos wie möglich zu überstehen. Schwolow bringt die Routine mit, um kurzfristig zu stabilisieren, doch die Häufung der Ausfälle der Nummer eins wirft Fragen auf, die über diese Wochen hinausreichen. 23 verpasste Spiele in der Vorsaison und nun die nächste Pause sind eine Bilanz, die kein Klub gern sieht.
Klar ist nur, dass Zentner nach seiner Genesung erneut den Anschluss finden muss. Für einen Torhüter, dessen Stammplatz bislang nie zur Debatte stand, wiegt jede weitere Pause schwer, weil sie dem Vertreter Argumente liefert. Mainz hofft deshalb, dass die Hand schneller heilt als befürchtet – und Schwolow die Lücke bis dahin ohne Wackler schließt.
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