Fußball heute: Werder Bremen hat für die neue Saison schon einige Planstellen besetzt, doch auf der defensiven Außenbahn bleibt es dünn. Nur drei etatmäßige Außenverteidiger stehen im Kader – und ausgerechnet zwei davon plagten zuletzt hartnäckige Verletzungen. Sportchef Clemens Fritz gibt sich dennoch zuversichtlich.
Werder Bremen: Dünne Personaldecke auf den Außenbahnen
Aktuell zählen mit Olivier Deman, Felix Agu und Mitchell Weiser nur drei Verteidiger für die Außenbahnen zum Aufgebot. Während Deman die linke Seite beackert und Agu variabel beidseitig einsetzbar ist, kommt Weiser ausschließlich auf der rechten Bahn zum Zug. Ein erfahrener, defensiv ausgerichteter Rechtsverteidiger soll noch hinzukommen – ob das reicht, ist aber die Frage.
Denn die Verlässlichkeit der vorhandenen Optionen ist offen: Agu verpasste die Vorsaison nahezu komplett, und auch Weiser fiel wegen eines Kreuzbandrisses die gesamte Spielzeit aus. Auch die DeichStube hatte zuletzt auf die ausgedünnte Personaldecke hingewiesen, nachdem mehrere Leihgeschäfte ausgelaufen waren. Sich allein auf die zuletzt gehandicapten Profis zu verlassen, wäre riskant – zumal Werder finanziell kaum Spielraum für weitere Zugänge auf dieser Position hat.
Fritz setzt auf Rückkehrer und flexible Alternativen
Sportchef Clemens Fritz sieht den Kader dennoch nicht schutzlos. „Wir wollen noch einen weiteren Außenverteidiger verpflichten. Mit Julian Malatini haben wir noch einen Spieler, der gezeigt hat, dass er auf Außen spielen kann. Auch Marco Grüll kann die Schiene bespielen, auch wenn wir ihn in einer offensiveren Rolle auf dem Platz sehen“, erklärte er gegenüber der Bild.
Vor allem aber baut Fritz auf die Genesung seiner Stammkräfte: „Wir gehen davon aus, dass uns Felix und Mitch schon bald wieder komplett zur Verfügung stehen werden.“ Das wäre auch deshalb wichtig, weil sich Malatini als gelernter Innenverteidiger in der Viererkette auf der rechten Außenbahn schwertat – ein kurzzeitiges Experiment, das rasch wieder beendet wurde.
System-Frage und Agus offene Zukunft
Hinzu kommt eine taktische Komponente: Der offensivstarke Weiser bevorzugt eine Fünferkette, in der er seine Vorstöße besser einbringen kann, während Trainer Daniel Thioune eher auf eine Viererkette setzt. Die passende Balance zu finden, dürfte eine der Aufgaben der Vorbereitung sein.
Spannend wird auch Agus Perspektive: Sein Vertrag läuft im kommenden Sommer aus, dennoch möchte Werder mit ihm weitermachen. „Wir haben bei Felix hinterlegt, dass wir den Vertrag gerne verlängern würden. Das ist der aktuelle Stand“, so Fritz. Ob die Bremer im Seiten-Poker am Ende richtig kalkulieren, hängt damit maßgeblich von der Gesundheit ihrer Außenverteidiger ab.
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