Fußball heute: Der Hamburger SV gibt im Werben um Fábio Vieira nicht auf – doch der Weg zu einem Transfer ist weit. Der FC Arsenal ruft eine Ablöse auf, die deutlich über der Hamburger Schmerzgrenze liegt. Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte zuletzt ein Detail aus dem Arsenal-Trainingslager.
HSV: Arsenal fordert rund 18 Millionen für Vieira
Nach Informationen von Sky verlangen die Londoner rund 18 Millionen Euro für den Offensivspieler, der in ihren eigenen Planungen keine Rolle mehr spielt. Für Hamburger Verhältnisse wäre das ein enormes Paket, weshalb sich eine rasche Einigung nicht abzeichnet. Die Schmerzgrenze der Norddeutschen liegt Berichten zufolge bei knapp unter zehn Millionen Euro – also bei etwa der Hälfte der Forderung.
Damit würde Vieira, sollte der Deal gelingen, zum teuersten Zugang der Vereinsgeschichte aufsteigen. Diesen Titel hält bislang Filip Kostic, dessen Wechsel vom VfB Stuttgart 2016 mit kolportierten rund 14 Millionen Euro zu Buche schlug.
Vieira will zurück – Huwer kämpft „täglich“
Die Ausgangslage hat aber auch angenehme Seiten für den HSV. Der 26-Jährige überzeugte bereits in der vergangenen Spielzeit als Leihspieler und würde einer Rückkehr offenbar gern zustimmen – schließlich winkt ihm an der Elbe eine deutlich zentralere Aufgabe als in London. In 31 Pflichtspielen kam er dabei auf 13 Torbeteiligungen, konkret sieben Treffer und sechs Vorlagen.
Vorstandsmitglied Eric Huwer bekräftigte das Interesse zuletzt im Trainingslager. „Fábio Vieira ist ein großartiger Spieler, um den wir gefühlt gerade täglich kämpfen. Wir haben bei Arsenal unser Interesse mit Zahlen hinterlegt“, sagte der Finanzchef. Zugleich betonte er die wirtschaftliche Vernunft: „Wir trauen uns zu, Vieira im Rahmen unserer Möglichkeiten ein sehr wettbewerbsfähiges Angebot zu machen – ohne Schulden aufzunehmen.“ Man habe intern einen klaren Korridor abgestimmt.
Kurioser Nebenschauplatz: Arsenal-Fans wundern sich
Während im Hintergrund verhandelt wird, ist Vieira sportlich weiter Teil des Arsenal-Trosses. Beim Trainingslager im spanischen Girona, wo Coach Mikel Arteta seine Mannschaft auf die neue Saison einstimmt, tauchte der Portugiese auch auf offiziellen Klub-Fotos in den sozialen Netzwerken auf.
Das sorgte bei einem Teil der Anhängerschaft für Erstaunen – viele hatten offenbar nicht mehr mit ihm gerechnet und zeigten sich in Kommentaren überrascht, dass er noch im Kader steht. Tatsächlich läuft sein Vertrag in London noch bis Sommer 2027, ehe Arsenal ihn im Verkaufsfall aber lieber zu Geld machen würde, um andere Planstellen zu besetzen.
Hamburger SV: Wie es im Poker weitergeht
Ein Selbstläufer ist der Transfer damit nicht. Zwar könnte der auslaufende Vertrag den Druck auf Arsenal erhöhen, je näher das Ende der Wechselperiode rückt – noch aber liegen die Vorstellungen bei der Ablöse weit auseinander. Parallel hat Sportdirektor Claus Costa mit Albert Grønbæk, Martin Adeline und Bilal Nadir bereits andere Optionen fürs offensive Mittelfeld geholt.
Dennoch bleibt Vieira ein Wunschkandidat, solange Arsenal keinem zahlungskräftigeren Interessenten den Zuschlag gibt. Eine leichte Annäherung in Richtung einer Summe um die Zehn-Millionen-Marke soll es zuletzt gegeben haben – von einem Abschluss ist man aber noch ein Stück entfernt. Die Personalie dürfte den HSV damit bis zum Ende der Transferphase begleiten.
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