Fußball heute: Beim FC Bayern sorgt in diesem Sommer nicht nur Michael Olise für Wechselspekulationen. Auch Flügelstürmer Luis Díaz weckt Begehrlichkeiten – und zwar aus Saudi-Arabien. Al-Hilal soll ernsthaft an einer Verpflichtung arbeiten. Die Münchner haben ihre Haltung allerdings bereits unmissverständlich klargemacht.
FC Bayern: Al-Hilal nimmt Luis Díaz ins Visier
Wie die französische L’Équipe berichtet, steht Díaz bei dem saudischen Spitzenklub ganz oben auf der Wunschliste. Nach dem bereits vollzogenen Transfer von Crysencio Summerville, der von West Ham United kam, wollen die Saudis mit dem Kolumbianer den nächsten Hochkaräter an Land ziehen. Ein erstes Angebot in Höhe von mindestens 70 Millionen Euro soll in Vorbereitung sein.
Der 29-Jährige steht dem Vorstoß dem Bericht zufolge grundsätzlich offen gegenüber, treibt einen Abschied aus München aber nicht aktiv voran. In saudischen Medien kursieren zwar weitergehende Behauptungen, wonach bereits eine mündliche Zusage vorliege – bestätigt ist das allerdings nicht.
Bayern stellt sich quer – Vertrag bis 2029
Bei den Münchnern beißt Al-Hilal mit seinem Werben bislang auf Granit. Schon früh haben die Verantwortlichen signalisiert, dass ein Verkauf des Offensivspielers momentan kein Thema ist. Díaz ist noch bis 2029 an den Klub gebunden, was den Bossen an der Säbener Straße eine komfortable Verhandlungsposition verschafft.
Zusätzlichen Rückhalt liefert eine Einschätzung von Sky: Ein Wechsel in diesem Sommer sei ausgeschlossen, und eine Freigabe habe der Kolumbianer bei den Verantwortlichen ohnehin nicht beantragt. Für Trainer Vincent Kompany gilt Díaz weiterhin als tragende Säule im Angriff, der auch in der kommenden Spielzeit eine wichtige Rolle spielen soll.
Lockruf aus der Wüste: Das Gehalt als Argument
Was einen Wechsel für Díaz reizvoll machen könnte, ist die finanzielle Dimension. Berichten aus Saudi-Arabien zufolge winkt dem Angreifer ein Jahresgehalt von bis zu 25 Millionen Euro netto – ein deutlicher Sprung gegenüber seinen kolportierten rund 14 Millionen Euro brutto in München. Ein Transfer in die Saudi Pro League würde ihn damit zu einem der bestbezahlten Offensivspieler der Liga machen.
Sportlich hat Díaz seinen Wert längst untermauert: In seiner ersten Saison für Bayern kam er auf starke 26 Tore und 23 Vorlagen in 51 Partien. Vor einem Jahr war er für rund 70 Millionen Euro vom FC Liverpool gekommen; seinen Marktwert hält er konstant auf ebendiesem Niveau.
Ein Verkauf würde Bayerns Abgangsrekord sprengen
Sollten sich die Münchner wider Erwarten doch auf einen Deal einlassen, hätte das historische Dimension. Mit einer Ablöse jenseits der 70 Millionen würde Díaz die bislang teuersten Bayern-Verkäufe übertreffen: Matthijs de Ligt, Lucas Hernández und Robert Lewandowski teilen sich die Bestmarke mit jeweils 45 Millionen Euro.
Danach sieht es allerdings nicht aus. Nach aktuellem Stand spricht alles dafür, dass Bayern an seiner Linie festhält und den Kolumbianer nicht ziehen lässt – unabhängig davon, welche Summen aus Saudi-Arabien noch aufgerufen werden. Ob Al-Hilal sein Angebot in den kommenden Wochen nachbessert, bleibt abzuwarten.
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