Fußball heute: Im Transferpoker um Ermedin Demirovic gibt es eine deutliche Ansage – und sie kommt aus Istanbul. Nachdem der türkische Topklub Fenerbahce mit dem VfB-Stürmer in Verbindung gebracht worden war, hat der Verein das Interesse nun offiziell zurückgewiesen. Ein Abgang des Bosniers rückt damit in weite Ferne.
VfB Stuttgart: Fenerbahce weist das Demirovic-Interesse zurück
Ausgangspunkt waren Berichte von Sky, wonach der türkische Spitzenklub den 28-Jährigen ins Visier genommen habe. Dem widersprach Fenerbahce am Samstag in einer Mitteilung auf der eigenen Website unmissverständlich. Die Berichte über ein Interesse an dem Stuttgarter Angreifer seien „völlig aus der Luft gegriffen“, hieß es. Man habe „keinerlei Transferanfragen bezüglich des genannten Spielers gestellt“.
Im selben Statement stellten sich die Istanbuler auch gegen Spekulationen über ein Milliardenpaket für Rafael Leão von der AC Mailand. Kolportiert worden war ein Gesamtvolumen aus Ablöse und Gehalt von rund 100 Millionen Euro – das entspreche jedoch nicht der Wahrheit: „Ein solches Angebot wurde weder dem Spieler noch seinem Verein unterbreitet.“ Der Klub bat seine Anhänger zugleich, spekulativen Berichten keinen Glauben zu schenken.
Der VfB plant fest mit seinem Torjäger
Für die Stuttgarter ist das Dementi eine willkommene Bestätigung ihrer eigenen Linie. Wie die Bild berichtet, ist Demirovic bei den Schwaben fester Bestandteil der Planungen für die neue Spielzeit; von einem Wechsel kann demnach keine Rede sein. Auch kolportierte Ablösesummen zwischen 15 und 20 Millionen Euro weist das Blatt als unzutreffend zurück.
Die Ausgangslage bleibt dennoch vielschichtig. Zuletzt hatten auch Juventus Turin und Leeds United beim WM-Fahrer ihre Fühler ausgestreckt, und laut Sky zeigte sich Trainer Sebastian Hoeneß intern durchaus offen für einen Verkauf. Die Klubführung und der Spieler selbst bevorzugen hingegen einen Verbleib – idealerweise soll Demirovic gemeinsam mit Deniz Undav und dem Wunschzugang Dzenan Pejcinovic den Angriff bilden. Für den 21-Jährigen von Wolfsburg erhöhte der VfB sein Angebot zuletzt auf 20 Millionen Euro.
Starke Bilanz – und ein klares Ziel für die dritte VfB-Saison
Sportlich spricht einiges dafür, warum die Stuttgarter an ihrem Angreifer festhalten wollen. In der abgelaufenen Bundesliga-Saison steuerte Demirovic zwölf Treffer bei; über die vergangenen zwei Jahre kommt er wettbewerbsübergreifend auf 32 Tore in 87 Pflichtspielen. Bei der WM bestritt er zudem alle vier Partien für Bosnien-Herzegowina, ehe im Sechzehntelfinale gegen die USA Schluss war.
Nun steht die Rückkehr aus dem Sommerurlaub an: Am 31. Juli wird der Stürmer beim VfB zurückerwartet, ehe es kurz darauf ins Trainingslager geht. Für die neue Runde hat er sich ein klares Ziel gesetzt – erneut möchte er in einer Saison zweistellig treffen, so wie schon zuvor im Stuttgarter Trikot.
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