Fußball heute: Die Zukunft von Jens Stage bleibt die große Frage des Werder-Sommers. Während im Poker mit Hoffenheim wieder Bewegung herrscht, rückt zugleich ein ganz anderes Ziel in den Blick. Für Bremen wird die Personalie damit zur Hängepartie mit ungewissem Ausgang.
Werder Bremen: Neue Gespräche mit Hoffenheim im Fall Stage
Nachdem der Kontakt zwischen beiden Klubs wochenlang geruht hatte, kam es zuletzt wieder zu einem Austausch, wie die DeichStube berichtet. Zuvor war der Draht zwischen Bremen und Sinsheim merklich abgekühlt: Anfang Juni wies Werder zwei offizielle Offerten zurück – zunächst neun Millionen Euro, anschließend eine Summe knapp im zweistelligen Bereich. Beides war den Grün-Weißen deutlich zu wenig.
Konkrete Verhandlungen laufen zwar noch nicht, doch das Interesse der Kraichgauer besteht unverändert fort und ist den Bremer Verantwortlichen entsprechend signalisiert worden. Zwischenzeitlich hatte die Verpflichtung des belgischen Talents Nathan De Cat die TSG abwarten lassen. Am Kern der Sache ändert das nichts: Zwischen Spieler und Klub steht ein Arbeitspapier bis 2030 bereits fest, der Däne drängt auf den Wechsel.
Bremen bleibt hart: Diese Ablöse-Marke gilt
Werder wiederum will seinen wichtigsten Spieler mit aller Macht halten – die Preisgrenze der Grün-Weißen liegt deshalb außerordentlich hoch. Unter seinem Marktwert von laut Transfermarkt 14 Millionen Euro dürfte der 29-Jährige, dessen Vertrag am Osterdeich noch bis 2028 datiert ist, kaum zu bekommen sein. In der abgelaufenen Saison war der Mittelfeldmotor mit zehn Treffern erneut bester Torschütze seines Teams.
Für Gesprächsstoff sorgte zuletzt eine Szene im Zillertal-Trainingslager: Rund eine Viertelstunde lang unterhielten sich Cheftrainer Daniel Thioune und Stage am Mittwochmorgen mitten auf dem Platz. Über den Inhalt drang nichts nach außen – manche Anhänger deuteten die Szene bereits als Vorboten eines Abschieds. Immerhin: Während des Trainingslagers wird der Däne den Verein nicht überstürzt verlassen.
England als Alternative: Premier-League-Klubs könnten zuschlagen
Parallel eröffnet sich ein zweiter Weg. Wie die Bild berichtet, kann sich Stage einen Wechsel auf die Insel sehr gut vorstellen. Zwischen Skandinavien und England besteht seit jeher eine enge Wechselbeziehung, von der auch er profitieren könnte. Seit dem Ende der WM zieht der dortige Markt allmählich an, wobei sich viele Personalien traditionell bis in die letzten Augusttage hinziehen. Die Bremer Preisvorstellung wäre für einen Großteil der Liga problemlos stemmbar.
Ob es tatsächlich dazu kommt, hängt allerdings weniger an Stage als an anderen Personalien. Am Osterdeich möchte man frühzeitig Klarheit schaffen und Verkäufe rechtzeitig abschließen, statt kurz vor Fristende unter Zugzwang zu geraten. Bleiben die erhofften Millionen-Einnahmen durch andere Abgänge aus, könnte der Klub gezwungen sein, seinen Leistungsträger doch noch ziehen zu lassen – obwohl er als schwer ersetzbar gilt und keineswegs oben auf der Verkaufsliste steht.
Die Hoffenheim-Spur wiederum hängt an einem Detail: Die TSG würde laut Bild nur bei einem Abgang im eigenen Mittelfeld noch einmal aktiv werden. Sollte Wouter Burger, dessen Wechsel im Sommer bereits bevorstand und dann platzte, tatsächlich in Sinsheim bleiben, hätte sich ein Stage-Transfer in den Kraichgau erledigt. Seine Zukunft an der Weser bliebe damit trotzdem offen.
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