Fußball heute: Wochenlang sah es gut aus für den FC Schalke 04, doch nun droht der Deal um Jesper Lindström zu kippen. Die SSC Neapel spielt offenbar wieder mit dem Gedanken, den Offensivspieler zu behalten. Für die klammen Königsblauen wird die Personalie damit zur Gratwanderung.
FC Schalke 04: Napoli fordert mehr – Lindström-Deal in Gefahr
Die Gespräche zwischen Gelsenkirchen und dem Serie-A-Klub gestalten sich schwierig. Wie Transfer-Experte Gianluca Di Marzio berichtet, liegt bislang kein Angebot vor, das die Italiener zufriedenstellt – entsprechend deutlich wurde den Schalkern in den Verhandlungen signalisiert, dass sie nachbessern müssten. Bei ihrer Preisvorstellung bleibt die Klubführung aus Süditalien bislang hart.
Genau hier beginnt das Dilemma. Wie bei sämtlichen Transfers dieses Sommers ist Schalke an einen engen finanziellen Rahmen gebunden: Weder ein deutlich höheres Gebot noch ein großes Risiko lassen sich stemmen. Sportvorstand Frank Baumann und sein Team müssen nun abwägen, wie weit sie tatsächlich gehen können, ohne die eigene Kalkulation zu sprengen.
Neue Rolle in der Vorbereitung: Warum Neapel umdenkt
Ausschlaggebend für den Sinneswandel ist die Vorbereitung. Dort probierten die Italiener den 26-Jährigen auf einer veränderten Position aus – mit offenbar überzeugendem Ergebnis. Denkbar erscheint in Neapel deshalb eine erneute Eingliederung, und zwar als Allrounder für die Offensive, der im Zentrum ebenso einsetzbar wäre wie außen. Laut Sky Sport Italia steht eine Entscheidung darüber unmittelbar bevor.
Bemerkenswert: Auch der Däne selbst soll dieser Variante nicht abgeneigt sein. In Gelsenkirchen dagegen wäre ihm eine tragende Funktion samt verlässlicher Einsatzminuten sicher – gut möglich, dass diese Aussicht für den Spieler letztlich den Ausschlag gibt. Eine endgültige Festlegung stellte Neapel für zwei mögliche Termine in Aussicht: zum Ende des Trainingslagers im Juli oder im Anschluss an den folgenden Vorbereitungsabschnitt zu Beginn des Augusts.
30-Millionen-Mann auf Talfahrt: Lindströms schwierige Jahre
Die Ausgangslage ist bemerkenswert, wenn man auf die Vorgeschichte blickt. 2023 überwies Napoli noch 30 Millionen Euro an Eintracht Frankfurt, wo Lindström zwischen 2021 und 2023 mit je 14 Toren und Vorlagen in 80 Pflichtspielen überzeugt hatte. In Italien konnte der 18-fache Nationalspieler daran nie anknüpfen: Nach 29 meist kurzen Einsätzen folgten Leihen zum FC Everton und zum VfL Wolfsburg, wo ihm in 15 Partien keine einzige Torbeteiligung gelang.
Entsprechend ist sein Wert gefallen – laut Transfermarkt steht er inzwischen bei vier Millionen Euro. Sein Vertrag in Neapel läuft noch bis 2028. Für Schalke käme laut WAZ ohnehin nur ein Leihgeschäft infrage, versehen mit einer Kaufoption oder einer Kaufpflicht im Falle des Klassenerhalts – jenes Modell, das die Knappen bereits bei Robin Gosens angewandt hatten. Ob es diesmal aufgeht, entscheidet sich in den kommenden Tagen.
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