Fußball heute: So stellt man sich einen gelungenen Einstand vor: Nur einen Tag nach seiner Ankunft im Trainingslager mischte Patson Daka erstmals beim HSV mit – und der neue Angreifer brauchte kaum Anlaufzeit, um Kollegen wie Betrachter zu überzeugen. Mit Toren, Tempo und ansteckend guter Laune eroberte der Sambier die Anlage im Sturm.
HSV: Dakas erster Trainingstag – Tore und beste Stimmung
Am Dienstagabend gegen 20 Uhr hatte Daka das Teamhotel im „Aqua Dome“ erreicht und die letzten Vertragsdetails geregelt, keine 15 Stunden später stand er bereits auf dem Platz. Von Reisestrapazen war beim 27-Jährigen nichts zu sehen: Im Trainingsspiel in Längenfeld traf der Neuzugang laut Bild gleich doppelt – anerkennende Blicke der neuen Mitspieler inklusive.
Auch die Mopo berichtet von einem sehenswerten Auftakt. Rund eine Stunde lang war der Nationalspieler dabei und deutete mit Antritt und Athletik an, warum er bei Red Bull Salzburg einst zu Europas gefragtesten Stürmern zählte und Leicester City 2021 stolze 30 Millionen Euro Ablöse wert war. Vor der Einheit durfte Daka durch ein Empfangsspalier seiner Kollegen schreiten.
„Ein ganz feiner Kerl“: Warum Daka sofort ankam
Bemerkenswert war, wie selbstverständlich sich der Angreifer ins Team einfügte. Schon bei den Aufwärmspielen mit den Dänen Yussuf Poulsen und Albert Grønbæk war Daka zu Späßen aufgelegt und brachte die beiden mehrfach zum Lachen – von einem Fremdkörper keine Spur.
Damit bestätigte er den Ruf, der ihm vorauseilte. „Er ist charakterlich super“, verriet sein früherer Salzburger Mitspieler Zlatko Junuzovic der Mopo. „Ein ganz feiner Kerl, der für jede Mannschaft ein Gewinn ist.“ Sportdirektor Claus Costa hatte den Neuen bereits bei hsv.de gelobt: „In den Gesprächen hat Patson uns als sehr reflektierter, bodenständiger und ehrgeiziger Mensch überzeugt.“ Gegenüber der Klubführung soll Daka betont haben, wie viel ihm die Chance in Hamburg bedeute – deshalb schlug er auch besser dotierte Offerten aus anderen Ligen aus, um in die Bundesliga zu wechseln.
Test gegen Heidenheim: Teileinsatz für Daka möglich
Körperlich ist der Angreifer allerdings noch nicht bei hundert Prozent, seit Anfang Mai hatte er kein Pflichtspiel mehr bestritten und sich zuletzt individuell fit gehalten. Folgerichtig verbrachte er die zweite Hälfte der Einheit abseits der Mannschaft mit Reha-Coach Sebastian Capel. Ein Kurzeinsatz zum Abschluss des Trainingslagers gegen Absteiger 1. FC Heidenheim am Samstag (13.30 Uhr in Kematen bei Innsbruck) ist dennoch nicht ausgeschlossen.
Der nächste Zugang lässt derweil noch etwas auf sich warten. Mittelfeldmann Bilal Nadir absolvierte am Mittwoch in Hamburg seinen Medizincheck; verläuft alles reibungslos, soll auch er ins österreichische Trainingslager nachreisen – voraussichtlich aber erst am Donnerstag. Für Daka indes gibt es aktuell auch privat Grund zur Freude: Der Sambier wurde gerade zum zweiten Mal Vater, weshalb der HSV bemüht ist, die Familie zügig an die Elbe zu holen.
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