RB Leipzig News beim Fußball heute: Bei RB Leipzig herrscht nach dem dramatischen 2:2-Unentschieden gegen Borussia Dortmund akute Unzufriedenheit. Trotz eines komfortablen Vorsprungs durch zwei Treffer von Christoph Baumgartner gaben die Sachsen den sicher geglaubten Sieg in der Nachspielzeit noch aus der Hand. Für Spielführer David Raum war der späte Ausgleich durch Fabio Silva der Moment, in dem der Geduldsfaden riss. In einer hochemotionalen Analyse nach dem Spielende griff der Nationalverteidiger die Einstellung innerhalb der Mannschaft scharf an.
RB Leipzig News heute: David Raum mit Ego-Vorwurf und Drecksack-Mentalität
Sichtlich aufgebracht äußerte sich Raum unmittelbar nach Abpfiff am Sky-Mikrofon und sparte nicht mit Vorwürfen gegenüber dem Auftreten seines Teams in der kritischen Schlussphase. „Ich bin schwer enttäuscht, richtig wütend, wie wir das Spiel hier herschenken“, schimpfte der 27-Jährige. Der Kapitän vermutet ein Mentalitätsproblem innerhalb der Kabine und forderte eine stärkere Unterordnung persönlicher Belange unter den Teamerfolg.
„Wir müssen am Ende unser Ego hinten anstellen und schauen, dass wir das gemeinsam über die Zeit bringen. Dafür muss jeder alles investieren“, so Raum weiter. Er verlangte von seinen Mitstreitern eine deutlich kompromisslosere Spielweise und forderte: „Wir müssen da mehr Drecksack sein“. Seiner Ansicht nach sei es unumgänglich, dass sich jeder einzelne Profi „persönlich hinterfragen“ müsse, ob der notwendige Dienst für das Kollektiv geleistet wurde.
Leipzig-Trainer Werner relativiert Raum-Kritik: Spieler „zu grün hinter den Ohren“
Die statistische Auswertung der bisherigen Saison untermauert den Zorn des Kapitäns. RB Leipzig hat im bisherigen Verlauf bereits 18 Zähler nach eigenen Führungen noch abgegeben. Mit einer effektiveren Verwaltung dieser Vorsprünge stünden die Leipziger im Kampf um die Meisterschaft fast auf Augenhöhe mit dem Tabellenführer aus München. Stattdessen findet sich der Klub aktuell auf dem fünften Platz wieder und gerät im Rennen um die Champions-League-Plätze zunehmend unter Zugzwang.
Trainer Ole Werner bewertete die Ursachen für den Punktverlust jedoch differenzierter. Er sah das Problem weniger im fehlenden Einsatzwillen als vielmehr in der mangelnden Abgebrühtheit der jungen Akteure. In Bezug auf die Schlussphase, in der auch junge Talente zum Einsatz kamen, stellte Werner fest: „Es reicht eben nicht für drei Punkte, weil du am Ende des Tages zu grün hinter den Ohren bist“. (Quelle: rblive.de)
Er monierte insbesondere strategische Fehler in der Vorwärtsbewegung kurz vor dem Gegentreffer: „Wir gehen aber nochmals aufs Tor in einer Situation, die nicht sehr vielversprechend ist“, anstatt den Ball geschickt an der Eckfahne zu sichern und Zeit von der Uhr zu nehmen.
RB Leipzig: Die Champions League bleibt das Ziel
Die angespannte Lage wird durch die deutliche Zielsetzung von Aufsichtsratschef Oliver Mintzlaff verschärft, der die Qualifikation für die europäische Königsklasse als unumstößliche Pflichtaufgabe ausgegeben hat. David Raum betonte jedoch, dass diese Erwartungshaltung innerhalb der Mannschaft nicht als belastend empfunden werde. Er bezeichnete Mintzlaff als ehrgeizigen Menschen mit großen Zielen, was sich mit seinem persönlichen Anspruch decke.
Christoph Baumgartner, der mit seinem Doppelpack die zwischenzeitliche Führung gesichert hatte, bemühte sich derweil um eine sachliche Einordnung der Kapitäns-Kritik. Er bestätigte gegenüber Sky, dass die hohe Anzahl an verspielten Punkten unweigerlich zu Verunsicherung führe. „Manchmal musst du in manchen Situationen cleverer sein“, resümierte der Österreicher und mahnte eine schnellere Entwicklung in der Spielverwaltung an.
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