St. Pauli vs. Bremen – Stimmen zum Bundesliga-Spiel: Der 22. Spieltag endete für die Kicker vom Kiez mit einem ganz wichtigen Dreier im Abstiegskampf. Durch das 2:1 gegen Werder Bremen tauschten die Hamburger mit den Grün-Weißen die Plätze und sind nun Drittletzter. Klar, dass die Stimmung am Millerntor grandios war, die in Bremen weniger.
Stimmen zum Bundesliga-Spiel: „Wir hatten keine Angst“
Alexander Blessin (Trainer FC St. Pauli) bei DAZN :„In der ersten Halbzeit sind wir überhaupt nicht reingekommen. Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen und haben die Räume nicht verteidigt. Wir wussten, dass sie Lockbälle spielen. Wenn wir dann draufgegangen sind, sind wir nicht nachgerückt und es entstanden große Räume. Bremen hat die Qualität, in diese reinzuspielen und Tempo aufzunehmen. Wir standen in der Kette aber stabil und konnten das Tempo aufnehmen. Nach dem Seitenwechsel waren wir griffiger, wir haben die Ketten von der Distanz her auch immer besser verschoben. Das 2:1 erzielen wir nach einer schönen Ballstafette. Es freut mich außerordentlich für Joel Chima Fujita, der endlich das Tor trifft. Zum Schluss standen wir etwas tiefer, wir haben nicht mehr viel zugelassen. Es sind drei wichtige Punkte. Wir wissen aber, dass die Saison noch lang ist und wir eine Menge Arbeit vor uns haben.“
Daniel Thioune (Trainer Werder Bremen) bei DAZN: „Wir haben uns deutlich mehr versprochen, als wir bekommen und auf den Platz gebracht haben. Wir hätten von der Spielanlage in der ersten Halbzeit mehr verdient gehabt, sind aber wieder mit den gleichen Themen unterwegs, dass wir daraus zu wenig machen. Nächste Woche wird ein Finalspiel sein, um uns auch sofort wieder in Richtung Relegations- und Nichtabstiegsplatz zu schieben. Am Ende des Tages müssen wir Fußballspiele gewinnen und über nichts anderes müssen wir uns unterhalten.“
Hauke Wahl (FC St. Pauli) bei DAZN: „Wir wussten um die Tabellensituation. Man hat gesehen, dass wir keine Angst hatten. Den Fehler haben wir gegen den HSV gemacht. Da wollten wir nicht verlieren. Heute wollten wir gewinnen und das haben wir in der zweiten Hälfte gezeigt. Wir haben sehr engagiert gespielt. Wir wissen, dass die Fans immer hinter uns stehen, aber wenn wir diese Atmosphäre kreieren, dann wird es für jeden Gegner eklig. Das haben wir die letzten Spiele hier gemacht. Wir hatten Bock auf dieses Spiel. Wir haben heute nur den Sieg gesehen und haben nur positiv gedacht. Solch bedeutsame Spiele machen einfach Spaß. Wenn der Funke vom Platz auf die Fans überspringt, ist es geil. Es ist wichtig, dass wir eine Art und Weise finden, wie wir das Stadion mitnehmen.“
St. Pauli vs. Bremen Stimmen – Leo Bittencourt: „Nicht mit Ruhm bekleckert“
Marco Friedl (Werder Bremen) bei DAZN: „Es tut extrem weh, weil wir in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel machen und viele Chancen hatten. Mit der ersten Situation gehen wir in Rückstand, was uns wehtat, weil es nicht absehbar war. Wir kriegen den Fuß aber direkt in die Tür. Das zweite Gegentor nervt mich noch viel mehr, weil wir den Ablauf vorher noch nie so gespielt haben. Wir schlagen den Ball auf unseren kleinsten Spieler und dann ist klar, dass er wie ein Bumerang wieder zurückkommt. Und wir machen zu viele Fehler, in unserer Situation ist Fußball ein Fehlersport und deswegen haben wir verdient verloren. Wir brauchen schnell einen Befreiungsschlag und hätten ihn eigentlich schon vor Wochen gebraucht. Es ist völlig verdient, wo wir im Moment stehen.“
Jackson Irvine (FC St. Pauli) bei DAZN: „In der ersten Halbzeit hat es sich so angefühlt, als ob wir immer einen Schritt langsamer waren. Werder hatte mehr zweite Bälle und eine höhere Intensität. Diese Momente musst du überstehen, das haben wir in dieser Saison oft nicht geschafft, diesmal haben wir es aber in die Pause geschafft. Wir sind ganz anders aus der Kabine gekommen und haben es dann deutlich besser gemacht. Wir haben dann die zweiten Bälle gewonnen und gemerkt, dass das Momentum auf unserer Seite ist. Selbst nach dem Gegentor haben wir es Bremen nicht erlaubt, das positive Gefühl mitzunehmen, sondern haben weitergemacht.“
Leonardo Bittencourt (Werder Bremen) bei DAZN: „Ein Spiel, in dem man merkt, dass sich beide Mannschaften im letzten Drittel nicht mit Ruhm bekleckert haben. Auch nicht in den letzten Monaten. Das hat man heute ein Stück weit gesehen. Dann bekommen wir das 1:0. Mio hat in den letzten Wochen und Monaten super Spiele gemacht, da kann das passieren. Klar ist der Zeitpunkt nicht gut, um einen Fehler zu machen, aber daran wird er wachsen. Dafür machen wir ihm keinen Vorwurf. Trotzdem kommen wir zurück und machen das 1:1 und kassieren dann das zweite Tor. Es ist eine sehr schwierige Situation, in der wir stecken. Wir müssen das so schnell wie möglich abschütteln. Nächste Woche geht es weiter.“