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Vuelta a Espana heute – 2. Ruhetag: Wertungen & Ausblick auf die Finalwoche

Tour de France

Vuelta 2026 heute: Am Montag (07.09.2026) legt die Spanien-Rundfahrt ihren zweiten und letzten Ruhetag ein. Nach 15 Etappen, zwei Bergankünften und einer Hitzeschlacht in Andalusien kommt die Pause für viele Fahrer zum passenden Zeitpunkt. Sechs Etappen bleiben danach, um den Nachfolger im Roten Trikot zu finden – und die Ausgangslage ist so offen wie lange nicht.

Vuelta a Espana 2026: Der Stand nach 15 Etappen

Das Rennen hat seit dem Ausscheiden von Tadej Pogačar auf der 8. Etappe ein völlig neues Gesicht bekommen. Der Slowene führte die Rundfahrt souverän an und hatte bereits drei Etappen gewonnen, ehe ihn ein schwerer Sturz stoppte. Seither kämpft ein deutlich breiteres Feld um den Gesamtsieg.

Profitiert hat davon vor allem Enric Mas. Der Movistar-Kapitän übernahm das Rote Trikot zunächst durch Pogačars Aus, hat es seither aber mit zwei Etappensiegen am Alto de Aitana und am Calar Alto klar bestätigt. In der zweiten Woche geriet er bei keiner Gelegenheit in Bedrängnis und baute seinen Vorsprung Schritt für Schritt aus.

Gesamtwertung nach 15 Etappen

Pos Fahrer Team Zeit
1 Enric Mas (ESP) Movistar 52:05:56h
2 Felix Gall (AUT) Decathlon-CMA CGM +2:06m
3 Primož Roglič (SLO) Red Bull-Bora-Hansgrohe +2:10m
4 Richard Carapaz (ECU) EF Education-EasyPost +4:24m
5 Oscar Onley (GBR) Netcompany-INEOS +5:44m
6 Jakob Omrzel (SLO) Bahrain Victorious +6:14m
7 Mattias Skjelmose (DEN) Lidl-Trek +6:49m
8 Cristián Rodríguez (ESP) XDS Astana +7:01m
9 Clément Berthet (FRA) Groupama-FDJ United +7:19m
10 Sepp Kuss (USA) Visma-Lease a Bike +8:55m

Besonders eng geht es direkt hinter dem Roten Trikot zu: Zwischen Felix Gall und Primož Roglič liegen ganze vier Sekunden. Der Österreicher schob sich nach der Bergankunft an der Sierra de La Pandera auf Rang zwei und konnte das Tempo von Mas zuletzt besser mitgehen als der Slowene.

Die weiteren Wertungen

  • 🟢 Punktewertung: Wout van Aert (Visma-Lease a Bike), 267 Punkte vor Teamkollege Matthew Brennan (159)
  • 🔵 Bergwertung: Santiago Buitrago (Bahrain Victorious), 69 Punkte vor van Aert (40)
  • ⚪ Nachwuchswertung: Oscar Onley (Netcompany-INEOS) vor Jakob Omrzel (+30 Sekunden)
  • Teamwertung: Decathlon-CMA CGM vor XDS Astana (+57:32) und Bahrain Victorious (+1:11:15)

Vuelta a Espana – Rückblick auf die 2. Woche: Hitze und Visma-Dominanz prägen die Spanien-Rundfahrt

Der Sonntag stand weniger im Zeichen des Sports als der Temperaturen. Die Rennleitung aktivierte für die 15. Etappe das Extreme Weather Protocol und kürzte die Strecke von 189,7 auf 110,2 Kilometer, dazu wurde der Start auf 15 Uhr verschoben. Gemessen wurden trotzdem Werte jenseits der 40-Grad-Marke.

Sportlich ging der Tag an Wout van Aert, der sich im Sprint einer fünfköpfigen Spitzengruppe durchsetzte – sein zweiter Tagessieg innerhalb von drei Renntagen nach dem Erfolg in Loja. Für Visma-Lease a Bike war es bereits der fünfte Etappensieg dieser Vuelta, drei davon holte der erst 21-jährige Matthew Brennan. Das Team hat damit ein Drittel aller bislang vergebenen Etappen gewonnen.

Ausblick: Diese sechs Etappen entscheiden die Vuelta a Espana 2026

Die Schlusswoche folgt einer klaren Dramaturgie: erst zwei ruhigere Tage, dann drei Prüfungen, die alles umwerfen können.

Dienstag & Mittwoch – zwei Tage für die schnellen Männer

Die 16. Etappe von Cortegana nach La Rábida (181,1 km) und die 17. Etappe von Dos Hermanas nach Sevilla (185 km) kommen ohne Bergwertung aus. Für Visma-Lease a Bike sind es die nächsten Gelegenheiten, für die Klassementfahrer vor allem Tage zum Überstehen. Ein Faktor bleibt: In Küstennähe kann Seitenwind aus einer ruhigen Etappe schnell einen hektischen Renntag machen.

Donnerstag – das Einzelzeitfahren

Die 18. Etappe von El Puerto de Santa María nach Jerez de la Frontera ist 32 Kilometer lang und weitgehend flach. Auf dem Papier ist das der Tag von Roglič, der als deutlich stärkerer Zeitfahrer gilt als Mas. Für Gall wird es doppelt heikel: Sein Vorsprung auf den Slowenen beträgt gerade einmal vier Sekunden – da müsste er bis Donnerstag eigentlich noch Boden gutmachen.

Freitag – Bergankunft an den Peñas Blancas

Die 19. Etappe von Vélez-Málaga führt über 210 Kilometer und endet mit einem 18,7 Kilometer langen Anstieg bei durchschnittlich 6,5 Prozent auf 1.286 Metern. Die erste Antwortmöglichkeit für alle, die im Zeitfahren Zeit verloren haben.

Samstag – die Königsetappe zum Collado del Alguacil

Der schwerste Tag der gesamten Rundfahrt: 187 Kilometer, knapp 5.000 Höhenmeter, fünf Bergwertungen. Zweimal geht es über den Puerto de El Purche, dann über den Puerto de El Duque – und zum Abschluss hinauf zum Collado del Alguacil, einer Bergankunft der Kategorie Especial. Der Schlussanstieg misst 8,3 Kilometer bei durchschnittlich 9,8 Prozent, stellenweise sind es bis zu 20 Prozent. Der Berg wird erstmals als Etappenziel einer Vuelta genutzt und ersetzt den ursprünglich geplanten Alto de Hazallanas, dessen Zufahrt nach Unwettern beschädigt wurde. Hier dürfte der Sieger feststehen.

Sonntag – Finale an der Alhambra

Die Schlussetappe rund um Granada ist kein reiner Schaulauf. Vier Anstiege führen zur Alhambra, das Ziel liegt nach einem rund einen Kilometer langen Schlussanstieg. Für Mas heißt das: Entspannen kann er sich bis zum letzten Kilometer nicht.

Gibt es heute eine TV-Übertragung der Vuelta?

Weil am Montag keine Etappe gefahren wird, entfällt auch die Live-Übertragung. Eurosport 1 nimmt die Berichterstattung am Dienstag mit der 16. Etappe wieder auf – der neutralisierte Start in Cortegana ist für 13.05 Uhr angesetzt, das Rennen beginnt um 13.18 Uhr, im Ziel werden die Fahrer ab etwa 17.19 Uhr erwartet.

Kostenlos lässt sich der Eurosport-Stream zusätzlich über Joyn verfolgen. Alle Etappen in voller Länge und auf Abruf gibt es bei HBO Max mit Sport-Add-on, ebenfalls kostenpflichtig läuft das Eurosport-Programm bei DAZN.

Warum ist heute bei der Vuelta Ruhetag?

Der rennfreie Montag war von Anfang an im Streckenplan vorgesehen. Nach dem ersten Ruhetag am 31. August ist der 7. September der zweite und letzte dieser Rundfahrt. Komplett ohne Rad verbringen die Profis einen solchen Tag allerdings selten – die meisten absolvieren eine lockere Ausfahrt, damit der Körper im Rhythmus bleibt. Dazu kommen Massage, Physiotherapie und vor allem die Versorgung mit Energie und Flüssigkeit. Nach der Hitze von Córdoba dürfte genau das heute im Vordergrund stehen.

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