Zwölf Tage Hauptfeld, 96 Akteure und ein Masters-Titel, den sich jeder Topspieler gern in die Vitrine stellen würde – vom 7. bis 18. Oktober 2026 macht die Tour beim ATP Shanghai Station. Gespielt wird in der Qizhong Forest Sports City Arena auf Hartplatz. Als Titelverteidiger kehrt Valentin Vacherot zurück. Der Monegasse holte die Trophäe im Vorjahr als Qualifikant und Nummer 204 der Welt – nie zuvor hatte ein so niedrig platzierter Profi ein 1000er-Event gewonnen.
Ohne den verletzten Weltranglistenersten Jannik Sinner führt Alexander Zverev die Setzliste an. Davis Cup und Laver Cup liegen hinter dem Hamburger, in China zählt wieder allein das eigene Punktekonto. Drei weitere Deutsche schlagen ebenfalls auf. Welche Partien täglich anstehen, erfährst du beim Tennis heute. Hier haben wir für dich die ATP Shanghai Termine samt Zeitplan, Modus, allen Teilnehmern mit den Favoriten, die deutschen Starter, das Preisgeld und die TV-Übertragung zusammengestellt.
ATP Shanghai – Termine: Wie ist der Zeitplan beim Shanghai Masters?
Den Startschuss gab die Qualifikation am Montag, 5. Oktober, ehe zwei Tage später der Hauptbewerb beginnt. Bis zum Endspiel am Sonntag, dem 18. Oktober, wird in der Qizhong Forest Sports City Arena auf Hartplatz gespielt – einer Anlage, in der zwischen 2005 und 2008 bereits der Tennis Masters Cup zu Gast war.
Für Fans in Deutschland heißt das: Der Wecker klingelt früh. Bis einschließlich Viertelfinale beginnen die Tagessessions um 06:00 Uhr deutscher Zeit und die Abendsessions um 12:00 Uhr, Halbfinale und Finale starten jeweils um 10:30 Uhr.
- Qualifikation: Montag und Dienstag, 5. und 6. Oktober 2026
- 1. Runde: Mittwoch und Donnerstag, 7. und 8. Oktober 2026
- 2. Runde: Freitag bis Sonntag, 9. bis 11. Oktober 2026
- 3. Runde: Sonntag und Montag, 11. und 12. Oktober 2026
- Achtelfinale: Dienstag und Mittwoch, 13. und 14. Oktober 2026
- Viertelfinale: Donnerstag und Freitag, 15. und 16. Oktober 2026
- Halbfinale: Samstag, 17. Oktober 2026
- Finale: Sonntag, 18. Oktober 2026
Wie ist der Modus bei Rolex Shanghai Masters?
Insgesamt 96 Profis bilden das Einzel-Hauptfeld des Masters-1000-Turniers, im Doppel kämpfen 32 Teams um den Titel. Wer zu den 32 Gesetzten zählt, genießt ein Freilos und steigt erst in Runde zwei ein. Die übrigen 64 Spieler machen in der Auftaktrunde die restlichen 32 Plätze unter sich aus – zwölf davon sind Qualifikanten. Auf dem Hartbelag entscheiden zwei Gewinnsätze über jedes Match. Für einen Gesetzten heißt das: Sechs Siege trennen ihn vom Pokal.
Shanghai Masters – Teilnehmer: Welche Spieler schlagen beim ATP Shanghai auf?
Das Feld liest sich wie ein Who’s who der Tour – lediglich Jannik Sinner muss verletzungsbedingt passen. An Position eins geht Zverev ins Rennen, in der unteren Hälfte der Auslosung führt Carlos Alcaraz als Nummer zwei die Konkurrenz an. Titelverteidiger Vacherot ist an 17 eingestuft. Für Lokalkolorit sorgen vier chinesische Wildcard-Inhaber, darunter Wu Yibing und Zhang Zhizhen, während Holger Rune über ein Protected Ranking im Feld steht und Michael Zheng als Lucky Loser nachrückte.
Alle 96 Akteure im Einzel-Hauptfeld im Überblick:
Setzliste
- Nr. 1: Alexander Zverev (Deutschland), Topgesetzter
- Nr. 2: Carlos Alcaraz (Spanien)
- Nr. 3: Ben Shelton (USA)
- Nr. 4: Félix Auger-Aliassime (Kanada)
- Nr. 5: Daniil Medvedev (neutraler Athlet)
- Nr. 6: Flavio Cobolli (Italien)
- Nr. 7: Frances Tiafoe (USA)
- Nr. 8: Arthur Fils (Frankreich)
- Nr. 9: Alex de Minaur (Australien)
- Nr. 10: Novak Djokovic (Serbien)
- Nr. 11: Taylor Fritz (USA)
- Nr. 12: Rafael Jódar (Spanien)
- Nr. 13: Jakub Menšík (Tschechien)
- Nr. 14: Learner Tien (USA)
- Nr. 15: Tommy Paul (USA)
- Nr. 16: Brandon Nakashima (USA)
- Nr. 17: Valentin Vacherot (Monaco), Titelverteidiger
- Nr. 18: Luciano Darderi (Italien)
- Nr. 19: Alexander Bublik (Kasachstan)
- Nr. 20: Casper Ruud (Norwegen)
- Nr. 21: Francisco Cerúndolo (Argentinien)
- Nr. 22: Jiří Lehečka (Tschechien)
- Nr. 23: Andrey Rublev (neutraler Athlet)
- Nr. 24: Lorenzo Musetti (Italien)
- Nr. 25: Alejandro Davidovich Fokina (Spanien)
- Nr. 26: Karen Khachanov (neutraler Athlet)
- Nr. 27: Alexander Blockx (Belgien)
- Nr. 28: Tomás Martín Etcheverry (Argentinien)
- Nr. 29: Alejandro Tabilo (Chile)
- Nr. 30: Ugo Humbert (Frankreich)
- Nr. 31: Alex Michelsen (USA)
- Nr. 32: Ignacio Buse (Peru)
Direktqualifikanten
- Daniel Altmaier (Deutschland)
- Matteo Arnaldi (Italien)
- Sebastián Báez (Argentinien)
- Zizou Bergs (Belgien)
- Matteo Berrettini (Italien)
- Nuno Borges (Portugal)
- Jenson Brooksby (USA)
- Pablo Carreño Busta (Spanien)
- Juan Manuel Cerúndolo (Argentinien)
- Marin Čilić (Kroatien)
- Facundo Díaz Acosta (Argentinien)
- James Duckworth (Australien)
- Jaime Faria (Portugal)
- Arthur Fery (Großbritannien)
- Arthur Gea (Frankreich)
- Marcos Giron (USA)
- Tallon Griekspoor (Niederlande)
- Quentin Halys (Frankreich)
- Yannick Hanfmann (Deutschland)
- Rinky Hijikata (Australien)
- Hubert Hurkacz (Polen)
- Miomir Kecmanović (Serbien)
- Vít Kopřiva (Tschechien)
- Aleksandar Kovacevic (USA)
- Martín Landaluce (Spanien)
- Tomáš Macháč (Tschechien)
- Kamil Majchrzak (Polen)
- Adrian Mannarino (Frankreich)
- Fabian Marozsán (Ungarn)
- Hamad Međedović (Serbien)
- Daniel Mérida (Spanien)
- Alex Molčan (Slowakei)
- Jaume Munar (Spanien)
- Mariano Navone (Argentinien)
- Cameron Norrie (Großbritannien)
- Valentin Royer (Frankreich)
- Holger Rune (Dänemark), Protected Ranking
- Jan-Lennard Struff (Deutschland)
- Zachary Svajda (USA)
- Thiago Agustín Tirante (Argentinien)
- Marco Trungelliti (Argentinien)
- Stefanos Tsitsipas (Griechenland)
- Camilo Ugo Carabelli (Argentinien)
- Adolfo Daniel Vallejo (Paraguay)
- Luca Van Assche (Frankreich)
- Botic van de Zandschulp (Niederlande)
Wildcards
- Bu Yunchaokete (China)
- Sho Shimabukuro (Japan)
- Wu Yibing (China)
- Zhang Zhizhen (China)
- Zhou Yi (China)
Qualifikanten
- Nikoloz Basilashvili (Georgien)
- Mattia Bellucci (Italien)
- Federico Cinà (Italien)
- Kimmer Coppejans (Belgien)
- Pavel Kotov (neutraler Athlet)
- Nicolás Mejía (Kolumbien)
- Roman Safiullin (neutraler Athlet)
- Rei Sakamoto (Japan)
- Ilia Simakin (neutraler Athlet)
- Dalibor Svrčina (Tschechien)
- Bernard Tomic (Australien)
- Coleman Wong (Hongkong)
Lucky Loser
- Michael Zheng (USA)
Tennis-Favoriten beim ATP Shanghai: Wer gewinnt die Shanghai Masters?
Frisch dekoriert mit dem Titel von Tokio reist Alcaraz nach China. Dabei liegt seine Zwangspause gar nicht lange zurück, denn rund viereinhalb Monate fehlte der Spanier wegen einer Handgelenksverletzung. Sein Comeback feierte er bei den US Open, wo erst der spätere Finalist Ben Shelton im Viertelfinale Endstation bedeutete, beim Laver Cup folgte ein Sieg über Taylor Fritz. In den Siegquoten bei Tipico führt der Weltranglistendritte mit 2,40*. Ein Duell mit Zverev wäre frühestens im Endspiel möglich, weil beide auf verschiedenen Seiten der Auslosung stehen.
Zverev folgt in der Quoten-Rangliste mit 6,00*. Der Hamburger kommt als US-Open-Champion und hat mit dem deutschen Team im Davis Cup zudem Kroatien ausgeschaltet. Einen Dämpfer gab es allerdings zuletzt in Peking, wo ihn Novak Djokovic im Viertelfinale in drei Sätzen bezwang. Ausgerechnet der Serbe, mit vier Titeln Rekordsieger in Shanghai, ist in Zverevs Hälfte gelandet und steht bei einer Quote von 13,00* – ebenso wie Arthur Fils, während Shelton mit 11,00* notiert ist. Wer macht am Ende das Rennen? Wir sind gespannt, alle weiteren Kandidaten findest du in der Tabelle unten sowie bei den passenden Tennis-Wetten.
*Quotenänderungen vorbehalten
ATP-Wetten: Wer gewinnt die Shanghai Masters?
Quotenänderungen vorbehalten
Deutsche Spieler beim ATP Shanghai
Vier deutsche Starter umfasst das Aufgebot, angeführt von Zverev als Weltranglistenzweitem. Nach seinem Freilos bekommt es der Topgesetzte in Runde zwei mit Lokalmatador Wu Yibing oder Lucky Loser Michael Zheng zu tun, in der dritten Runde könnte Alexander Blockx warten. Danach wird es knackiger. Im Achtelfinale sind Brandon Nakashima oder Alexander Bublik mögliche Gegner, im Viertelfinale käme es laut Setzliste zum Wiedersehen mit Flavio Cobolli, seinem Kontrahenten aus dem Endspiel der French Open.
Mit Shanghai hat Zverev ohnehin noch eine Rechnung offen: Das Finale 2019 verlor er 4:6, 1:6 gegen Daniil Medvedev, im Vorjahr war in der 3. Runde gegen Arthur Rinderknech Schluss. Für den Sprung an die Spitze der Weltrangliste reicht selbst der Titel diesmal noch nicht, wichtige Punkte im Fernduell mit Sinner sind aber zu holen.
Neben dem Hamburger greifen Jan-Lennard Struff, Yannick Hanfmann und Daniel Altmaier bereits in der ersten Runde ins Geschehen ein. Struff, der in Wimbledon 2026 mit 36 Jahren erstmals ein Grand-Slam-Viertelfinale erreichte, spielt als Nummer 59 der Welt gegen Martín Landaluce (73) – der Sieger fordert Medvedev. Hanfmann (57) trifft auf Kamil Majchrzak (70), auf den Sieger wartet Frances Tiafoe. Altmaier (67) misst sich mit Holger Rune, der aktuell auf Rang 195 geführt wird, und würde im Erfolgsfall Shelton herausfordern. Damit geht jeder der drei als besser platzierter Spieler in sein Auftaktmatch.
- Yannick Hanfmann – Kamil Majchrzak (Mittwoch, 7. Oktober, nicht vor 07:30 Uhr deutscher Zeit)
- Holger Rune – Daniel Altmaier (Mittwoch, 7. Oktober, nicht vor 10:30 Uhr deutscher Zeit)
- Jan-Lennard Struff – Martín Landaluce (Termin noch offen)
Tennis-Turnier in Shanghai: Preisgelder und Punkte 2026
Satte 9.415.725 US-Dollar schüttet Shanghai in diesem Jahr aus. Auf den Champion warten davon 1.151.380 Dollar sowie die vollen 1000 Zähler für die Weltrangliste. Leer geht dabei niemand aus. Selbst die Erstrundenverlierer werden noch mit 24.335 Dollar und zehn Punkten entlohnt. Zwischen Auftaktniederlage und Turniersieg liegt damit fast das 50-Fache an Siegprämie.
- Sieger: 1.151.380 US-Dollar und 1000 Punkte
- Finalist: 612.340 US-Dollar und 650 Punkte
- Aus im Halbfinale: 340.190 US-Dollar und 400 Punkte
- Aus im Viertelfinale: 193.645 US-Dollar und 200 Punkte
- Aus im Achtelfinale: 105.720 US-Dollar und 100 Punkte
- Aus in der 3. Runde: 61.865 US-Dollar und 50 Punkte
- Aus in der 2. Runde: 36.110 US-Dollar und 30 Punkte
- Aus in der 1. Runde: 24.335 US-Dollar und 10 Punkte
ATP Shanghai Masters: Übertragung live im TV & Stream
Im Free-TV sucht man das Masters vergeblich, ohne Abo bleibt der Bildschirm also schwarz. Die Tennis-Übertragung liegt bei Sky: Sky Sport Tennis zeigt die Matches linear, im Stream bist du über Sky Go und WOW dabei.
Wer Tennis heute live wirklich lückenlos verfolgen möchte, landet bei Tennis TV. Der offizielle Streamingdienst der ATP ist in Deutschland verfügbar und hat sämtliche Partien des Turniers im Programm, ebenfalls kostenpflichtig. Bei Spielbeginn ab 06:00 Uhr deutscher Zeit gehört ein früher Wecker in den kommenden zwölf Tagen also fest zur Ausrüstung jedes Tennisfans.
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