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Reis-Wechsel von Brügge zu Werder Bremen: HSV-Fans kochen vor Wut

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Fußball heute: Es ist ein Transfer, der bei vielen HSV-Anhängern für Frust sorgt: Ludovit Reis, einst Publikumsliebling und Aufstiegsheld in Hamburg, schließt sich ausgerechnet Werder Bremen an. Ein Detail macht den Wechsel aus Sicht der Rothosen noch bitterer.

Werder Bremen: Reis kehrt beim Erzrivalen in die Bundesliga zurück

Vor gut einem Jahr hatte sich Reis unter Tränen aus Hamburg verabschiedet, um bei Club Brügge den Schritt auf die internationale Bühne zu wagen. Damals richtete er emotionale Worte an die Anhänger: „Für die Leute, für die ganze HSV-Familie: Ich liebe euch“, sagte er laut Mopo und stellte eine Rückkehr „mit meinem Herzen“ in Aussicht. Diese Rückkehr in die Bundesliga ist nun da – allerdings nicht in Hamburg, sondern beim Erzrivalen an der Weser.

Am Freitag absolvierte der 26-Jährige seinen Medizincheck, am Abend stellte Werder ihn offiziell vor. Cheftrainer Daniel Thioune zeigte sich angetan: „Er ist läuferisch sehr stark, gewinnt viele Bälle und strahlt eine gewisse Torgefahr aus“, wird er in der Werder-Mitteilung zitiert. Reis sei ein technisch versierter Mittelfeldspieler mit Stärken auf der Sechser- und der Achterposition.

Warum der Wechsel den HSV doppelt schmerzt

Für viele Fans der Hamburger ist der Anblick schwer zu ertragen. Zwischen 2021 und 2025 bestritt Reis 129 Spiele für den HSV, erzielte 20 Tore, bereitete 13 weitere vor und trug mehrfach die Kapitänsbinde. Entsprechend groß fiel der Unmut aus: Unter den Transfer-Posts von Werder sammelten sich zahlreiche wütende Nachrichten, viele Anhänger kündigten bereits an, ihn beim Nordderby im November in Bremen mit Pfiffen zu empfangen.

Besonders bitter aus Hamburger Sicht ist ein finanzielles Detail: Reis wechselt ablösefrei, sein Vertrag in Belgien wurde aufgelöst. Der HSV geht damit leer aus und kassiert keinerlei Beteiligung. In Brügge hatte der Mittelfeldspieler zuvor nicht Fuß gefasst: Eine Schulterverletzung bremste ihn über Monate, nach einem Trainerwechsel spielte er keine Rolle mehr und stand am Ende bei lediglich sieben Ligaeinsätzen.

Eine Aussage sorgt für zusätzlichen Ärger

Dass Reis kein Blatt vor den Mund nimmt, verschärfte die Stimmung noch. Im Werder-Format „Butter bei die Fische“, in dem sich die Profis zwischen zwei Begriffen entscheiden müssen, wählte er zwischen den Städten mit einem Lächeln: „Ich liebe Hamburg, aber ich bin jetzt in Bremen“, sagte er laut hsv24. Immerhin: Beim Duell zwischen Weltmeister Andrés Iniesta und seinem früheren HSV-Kollegen Jonas Meffert entschied er sich für Letzteren – „das ist mein guter Kumpel“.

Bei Werder selbst kam der Neuzugang bestens an. Der Niederländer schwärmte von der Atmosphäre an der Weser: „Wenn ich an die Fans denke, die dir dieses Gefühl von Energie geben, was hier im Weserstadion der Fall ist, dann ist das in meinen Augen Fußball“, so Reis laut Mopo. Spätestens beim Wiedersehen mit seinem Ex-Klub dürfte er die andere Seite dieser Leidenschaft zu spüren bekommen.

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