Drei Mitfavoriten retteten in Week 4 im vierten Viertel womöglich ihre Saison. Die Cowboys gewannen 34:30 in Houston, die Rams 24:20 in Philadelphia, die Patriots 29:26 in Buffalo – jeweils 2:2 statt 1:3. Laut ESPNs Football Power Index liegen die Play-off-Chancen laut espn.com nun bei 82,3 Prozent (Dallas), 72,8 (L.A.) und 63 (New England), die Texans stehen nach dem 0:4-Start bei 15,8 Prozent.
NFL: CeeDee Lamb mit Franchise-Rekord – Cowboys drehen Houston
In Houston schrieb CeeDee Lamb Geschichte. Mit 17 Catches für 189 Yards und elf First Downs stellte er einen Franchise-Rekord für Cowboys-Receiver auf und fing 43 Sekunden vor Schluss den Siegtouchdown aus zwölf Yards. Houstons extrem konservative Zone-Defense ließ ihm unbedrängte Fänge, Dak Prescott warf gegen Zone 27 von 37 für 296 Yards, gegen Man Coverage nur 39 Yards bei acht Versuchen.
Baustellen bleiben in Dallas trotzdem. Das Laufspiel liegt nach EPA bei Designed Runs auf Platz 22, im Vorjahr war es Platz 9, könnte mit der Rückkehr von Guard Tyler Smith aber schon am Donnerstag gegen Tampa besser werden. Nico Collins war mit sieben Catches für 118 Yards und zwei Touchdowns kaum zu stoppen, Neuzugang Joey Porter Jr. spielte 24 von 52 Snaps und ließ keinen Fang zu.
Rams-Comeback bei 3,4 Prozent – Stafford mit Licht und Schatten
Unwahrscheinlicher war das Comeback der Rams. Bei 3,4 Prozent Siegwahrscheinlichkeit drehten sie ein 10-Punkte-Spiel, nachdem Jalen Hurts bei einem Snap-Fehler patzte und die Eagles alle zwölf dritten Versuche vergaben. Koordinator Chris Shula blitzte bei 50 Prozent der Dropbacks, Hurts kam gegen den Blitz auf 5 von 16 Pässen für 46 Yards und wurde zweimal gesackt – hinter einer von Ausfällen dezimierten Offense.
Matthew Stafford überzeugte erst spät. Auf den beiden Touchdown-Drives brachte er 12 von 15 Pässen für 140 Yards an, zuvor hatte er zwei Interceptions geworfen. Der amtierende MVP steht bereits bei sechs Picks, dazu kommen knapp 21 Prozent Off-Target-Rate und der ligaweit schlechteste Play-Action-QBR von 22,7. Myles Garrett (IR) und Aaron Donald (Rücken) fehlten in der Pass Rush, Puka Nacua kehrte zurück und fing in Hälfte zwei acht Bälle für 97 Yards.
Patriots: Maye bezwingt Buffalo erneut – Allen patzt in der Schlussphase
Bei den Patriots führte Drake Maye sein Team in Buffalo zum zweiten Jahr in Folge mit einem späten Drive zum Sieg. 73 Yards zum Touchdown mit einem spektakulären Einhand-Catch von Efton Chism III, dazu die Two-Point-Conversion zu Rhamondre Stevenson. Gegen den von Jim Leonhard auf über 38 Prozent erhöhten Blitz-Anteil warf Maye 9 von 14 für 118 Yards und drei Touchdowns, bei engen Fenstern blieb er erstmals ohne Pick.
Mike Vrabel ging zweimal in Field-Goal-Reichweite auf den vierten Versuch, beide Drives endeten mit Touchdowns. Ohne Christian Gonzalez und Christian Barmore spielte Koordinator Zak Kuhr ungewohnt viel Zone, Keon Coleman nutzte das mit sechs Catches für 116 Yards und einem Touchdown. Entscheidend war Josh Allens Fehlentscheidung 1:14 vor Schluss: Nach einem Twist-Blitz warf er trotz Doppeldeckung zu Joshua Palmer, Craig Woodson fing den zu kurzen Ball ab.
Cowboys, Rams, Patriots: Eagles und Seahawks als Vorbild
Dass ein schwacher Start keine Saison beendet, zeigen die Eagles 2024 und die Seahawks 2025. Beide marschierten nach frühen Dämpfern mit nur einer weiteren Niederlage zum Super-Bowl-Sieg. Für Cowboys, Rams und Patriots ist dieser Weg nach Week 4 wieder offen, auch wenn drei Comebacks im vierten Viertel kaum als stabile Grundlage taugen.
Das Programm wird nicht leichter. Für die Cowboys folgen Jalon Daniels, Jordan Love und die stotternde Eagles-Offense, die Rams treffen am Montag auf die Bills, die Patriots empfangen Raiders und Jets. Wer jetzt nachlegt, hat die Woche des Umschwungs tatsächlich zur Wende gemacht – wer nicht, bei dem bleibt sie eine Fußnote.
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Cowboys - Buccaneers
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11.10.2026, 19:00 Uhr - Caesars SuperdomeJets - Browns
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11.10.2026, 19:00 Uhr - Acrisure StadiumTitans - Texans
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11.10.2026, 19:00 Uhr - Northwest StadiumChargers - Broncos
11.10.2026, 22:05 Uhr - SoFi Stadium