Fußball heute: Jürgen Klopp nahm auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Griechenland auch ausführlich die Offensive in den Blick — und lieferte dabei aufschlussreiche Einblicke in seine Kaderpolitik sowie ein warmherziges Porträt des Barcelona-Stürmers Karim Adeyemi.
Klopp über Adeyemi: „Ein wundervoller Kerl“
Die Erinnerung an Adeyemis vergossene Großchance in Amsterdam quittierte Klopp mit einem schelmischen Konter: „Auf welchen Fehlschuss?“ — ehe er den 24-Jährigen mit uneingeschränktem Lob bedachte. Als Mensch hinterlasse er einen außergewöhnlich positiven Eindruck — Klopp nannte ihn schlicht einen „wundervoller Kerl“. Auch bei seinem Verein in Barcelona laufe es hervorragend.
Dass der Nationalspieler eine Chance ausgelassen habe, die er unter normalen Umständen verwandelt, sei letztlich Teil des Fußballgeschäfts — und genau darin liege die eigentliche Herausforderung: nach einem solchen Moment im Spiel zu bleiben und nicht den Faden zu verlieren. „Der Umgang damit — das ist die große Herausforderung im Fußballerleben. Wir arbeiten daran, dass er auch nach so etwas im Spiel bleibt.“ Trotz der vergebenen Chance fällt Klopps Gesamtbild klar positiv aus: „Ich mag das Paket, das er anbietet.“
Burkardt statt Woltemade: „Johnny war einfach der erste Gedanke“
Warum fiel die Wahl bei der Nachnominierung auf Jonathan Burkardt — und nicht auf Nick Woltemade? Klopp ließ sich Zeit mit der Antwort, ehe er sie schlicht und direkt formulierte: „Johnny war einfach der erste Gedanke. Ich mag ihn sehr.“
Eine rationale Abwägung sei es weniger gewesen als eine innere Gewissheit. Seine frühere Tätigkeit als Trainer in Mainz habe dabei eine Rolle gespielt — Burkardt habe er dort über einen längeren Zeitraum aufmerksam verfolgt.
Tresoldi, Pejcinovic, Brunner — Klopp öffnet die Tür für die U-21-Generation
Den Blick in die Zukunft richtete Klopp auf drei Nachwuchsspieler, die er namentlich als weitere Optionen im Sturmbereich ins Gespräch brachte: Tresoldi, Pejcinovic und Brunner. Sein Urteil fiel knapp und eindeutig aus — „die können alle kicken“.
Welche Maßstäbe über eine Einladung in den Kader entscheiden, machte Klopp ebenfalls deutlich: Entscheidend sei erstens, wie sich ein Spieler in der Nationalelf präsentiert hat, zweitens, welche Leistungen er in seiner Liga zeigt, und drittens, ob er zur Spielidee passt, die das Team entwickeln will.
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