Fußball heute: Während neun HSV-Profis auf Länderspielreise sind, nutzt der Rest der Mannschaft die dreiwöchige Pause für Erholung und gezielte körperliche Arbeit. Vier Spieler – Remberg, Torunarigha, Adeline und Heuer Fernandes – dürfen sechs Tage Kurzurlaub machen. Neuzugänge wie Vieira und Moffi sowie zuletzt verletzte Profis wie Bornauw, Muheim und Lokonga bleiben zunächst im Volkspark, wie die *Mopo* berichtet.
Hamburger SV: Favé mit klarer Botschaft – Köln-Sieg als Mindestanforderung
Assistent Favé machte der Mannschaft in einer Ansprache unmissverständlich klar, was erwartet wird: Wenn die Bundesliga am 10. Oktober in Hoffenheim weitergeht, sollen alle Profis physisch auf demselben Niveau sein. Jeder trage die Eigenverantwortung, die Pause entsprechend zu nutzen. Als Maßstab diente der 2:1-Sieg gegen Köln – die dort gezeigte Energie und Bereitschaft soll künftig die Grundlage sein, nicht die Ausnahme: „Diese Energiespiele wie in der letzten Saison müssen immer die Basis sein.“
Auf Länderspielreise befinden sich neun Profis – darunter Pherai für Surinam, El Ouahdi für Marokko, Daka für Sambia und Omari für die Komoren. In Europa sind Tangvik, Møller Wolfe und Grønbæk mit ihren Nationalteams unterwegs. Für den HSV ist die Pause damit eine Zweiteilung: Regeneration für die Etablierten, Aufbauarbeit für die Rückkehrer.
HSV-Talent Lemke: Turnier mit U19 – und danach ein harter Kampf um den Kaderplatz
Keine Verschnaufpause gibt es für Louis Lemke. Der 16-Jährige absolvierte am Samstag einen Bundesliga-Einsatz gegen Köln, spielte am Sonntag 85 Minuten für die U21 und reiste danach direkt zur deutschen U19 ins spanische La Nucia – dort wartet ein Fünf-Nationen-Turnier gegen die Ukraine, Finnland und Tschechien.
Nach der Pause droht dem Youngster jedoch ein harter Kampf um seinen Kaderplatz. Møller Wolfe hat sich als Platzhirsch auf der linken Seite etabliert, Muheim arbeitet an seinem Comeback nach WM und Verletzung. Favé lobt Lemkes Entwicklung, warnt aber zugleich: „Nach der WM hat er keine Vorbereitung gehabt, danach war er verletzt. Jetzt beginnt eigentlich sein Start.“ Im Normalfall dürfte nur für einen der beiden ein Kaderplatz frei sein – Lemke könnte im Bedarfsfall weiter Spielpraxis in der Regionalliga sammeln.
