Eintracht Frankfurt News beim Fußball heute: Eintracht Frankfurt und der SC Freiburg haben sich im Deutsche Bank Park vor 60.100 Zuschauern 2:2 getrennt. Für Frankfurt war es im neunten Pflichtspielduell mit Freiburg in Serie das neunte Spiel ohne Niederlage — trotzdem haderten beide Seiten mit dem Ergebnis. Wir haben die Frankfurt – Freiburg Stimmen aus der Pressekonferenz und der Mixed Zone zusammengetragen.
Stimmen zu Frankfurt vs. Freiburg – das sagten Hütter und Schuster: „Wir haben den Sack nicht zugemacht“
Freiburg dominierte das Spiel über weite Strecken mit 56 Prozent Ballbesitz und 19 Torschüssen — ließ sich aber zweimal von effizientem Frankfurter Konterspiel überrumpeln. Die Eintracht stand zeitweise tief und lauerte auf Umschaltmomente, fand dabei aber kaum Zugriff auf das schnelle Freiburger Kombinationsspiel. Das 2:2 war letztlich leistungsgerecht — aus unterschiedlichen Gründen unzufrieden waren beide Trainer danach.
Adi Hütter (Eintracht Frankfurt, Trainer): „Mit dem Punkt kann ich leben, weil mir die Leistung nicht gepasst hat. Wir waren nicht gut genug heute. In der ersten Hälfte waren wir sehr effizient und nehmen den Punkt gerne mit. Vor den Gegentoren sind es Fehler, die mit der Taktik nichts zu tun haben. Insgesamt waren wir nicht so agil auf die zweiten Bälle.“
Julian Schuster (SC Freiburg, Trainer): „Wir haben einen guten Auftritt gezeigt, sehr viel Kontrolle gehabt. Kompliment an die Jungs, dass sie zweimal zurückkommen. Die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind, ist wichtig für die weiteren Aufgaben. Natürlich haben wir leider den Sack nicht zugemacht.“
Frankfurt vs. Freiburg: Spielerstimmen — „Mit dem 2:2 können wir zufrieden sein, auch wenn mehr drin gewesen wäre“
Für zwei Spieler war der Samstag besonders emotional: Derry Scherhant und Noah Atubolu waren in der Woche zuvor erstmals von Bundestrainer Jürgen Klopp in den DFB-Kader berufen worden — und lieferten mit Tor und starker Leistung im Kasten eine gelungene Antwort auf das Vertrauen.
Markus Krösche (Eintracht Frankfurt, Sportvorstand): „Wir haben gegen eine sehr gute Mannschaft gespielt, die schon sehr weit ist in ihrer Entwicklung. In der ersten Halbzeit waren wir effektiv, aber zu passiv, Freiburg hat es aber auch gut gemacht. Das ist ein Prozess, den wir einfach machen müssen. Aber wir sind nicht eingebrochen. Ein 2:2 gegen eine gute Mannschaft – damit müssen wir leben. Wenn man die ersten Spiele ansieht, muss man sagen: Wir schaffen es noch nicht ganz, die Stabilität über 90 Minuten hinzubekommen. Für den Umbruch, den wir hatten, geht das aber in Ordnung.“
Robin Koch (Eintracht Frankfurt): „Wir haben nicht unser bestes Spiel gezeigt. Am Ende geht der Punkt dann in Ordnung gegen Freiburg, das sehr gut drauf ist. In unserem Spiel haben wir natürlich noch Luft nach oben. Das alles ist aber keine Systemfrage. Ich glaube, dass wir unser Spiel vorantreiben und uns weiter finden müssen.“
Atubolu, der im Freiburger Tor stand und von Klopp in der Woche erstmals berufen worden war, zollte dem Gegner Respekt — und blickte gleichzeitig auf eine persönlich aufwühlende Woche zurück.
Noah Atubolu (SC Freiburg): „Freiburg spielt bisher eine sehr gute Runde, ist sehr eingespielt. Das ist krass zu sehen, wenn man im anderen Tor steht. Am Ende ist es für uns ein gutes Unentschieden, wenn man ehrlich ist. Wir haben ein bisschen ein Problem nach der Halbzeit, dass wir da zu schnell die Gegentore kriegen. Daran müssen wir arbeiten. Wenn man für den DFB nominiert ist, pusht das richtig. Jürgen Klopp ist eine Legende.“
Torschütze Scherhant, der ebenfalls erstmals für die Nationalmannschaft nominiert worden war, erlebte nach eigener Aussage eine surreale Woche — und krönte sie mit einem Treffer im Deutsche Bank Park.
Derry Scherhant (SC Freiburg): „Es ging hin und her, beide Mannschaften hatten ihre Chancen. Es ist bitter, dass wir zweimal hinten liegen. Dafür ist es umso besser, dass wir zweimal zurückkommen. Mit dem 2:2 können wir zufrieden sein, auch wenn mehr drin gewesen wäre. Den Punkt nehmen wir trotzdem gerne mit. Für mich persönlich war es mit der Nationalmannschafts-Nominierung und dem Tor eine surreale Woche.“
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