Fußball heute: Der 1. FC Köln hat seinen früheren Flügelspieler Jakub Kamiński offenbar noch längst nicht abgeschrieben. Wie fussballeuropa.com berichtet, ist das Interesse am 24-Jährigen weiterhin groß. Demnach gilt eine Leihe im kommenden Winter als sehr wahrscheinlich – allerdings mischt nun auch Konkurrenz aus der Bundesliga mit.
1. FC Köln: Konkurrenz im Werben um Kamiński
Welche Klubs die Rivalen im Werben um den Polen sind, geht aus dem Bericht nicht hervor. Für die Domstädter erhöht sich damit der Druck, frühzeitig Klarheit zu schaffen. Einen Vorteil haben sie dennoch auf ihrer Seite. Kamiński kennt das Kölner Umfeld bereits aus eigener Erfahrung – in einem engen Rennen um eine Leihe kann genau das den Ausschlag geben.
Dabei hatte der Offensivmann den FC erst im Sommer verlassen und bei Benfica einen Vertrag bis 2031 unterschrieben. Wenige Monate später kämpft er in Portugal um seine sportliche Zukunft. Unter Trainer Marco Silva kam er in der Liga erst zweimal zum Einsatz, nur einmal davon von Beginn an. Bei einem derart langfristigen Arbeitspapier ist eine Leihe für beide Seiten ein naheliegender Ausweg.
Jakub Kamiński: Bei Benfica nur noch Zuschauer
Wie es um seinen Stellenwert steht, zeigte sich erneut am Donnerstag. Beim 3:1-Heimsieg gegen Lech Posen in der Europa League nahm Silva fünf Wechsel vor, Kamiński wärmte sich zwar auf, kam aber nicht zum Zug. Für den Nationalspieler, der ohnehin kaum Spielzeit bekommt, war das ein weiteres deutliches Signal.
Zusätzlich zurückgeworfen hat ihn eine Muskelverletzung. Diese zog er sich Ende September beim 0:0 der polnischen Nationalmannschaft gegen Bosnien zu und verlor dadurch weiter an Boden im Kampf um einen Stammplatz. Ausgerechnet in der Phase, in der er sich bei seinem neuen Klub hätte empfehlen müssen, fehlte ihm damit die nötige Spielpraxis.
Bundesliga-Sturmflaute: Darum würde Köln ein Comeback helfen
In Köln wäre der Bedarf an offensiver Verstärkung riesig. Nach den schweren Verletzungen von Thijs Dallinga und Ragnar Ache fehlt der Mannschaft die Durchschlagskraft, nur neun Tore stehen nach den ersten acht Ligaspielen zu Buche. Ein Rückkehrer, der den Klub und seine Abläufe kennt, könnte diese Lücke ohne lange Eingewöhnungszeit schließen.
Für beide Seiten hätte ein Wiedersehen im Winter also seinen Reiz. Der Pole bekäme die Einsatzzeiten, die ihm in Portugal derzeit verwehrt bleiben, die Geißböcke eine zusätzliche Option für ihren schwächelnden Angriff. Ob sich der FC gegen die Konkurrenz aus dem Oberhaus durchsetzt, dürfte sich in den kommenden Wochen entscheiden.
