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DFB-Bundestrainer Klopp: So deutlich bekennt er sich zu Niclas Füllkrug

Deutschland-DFB-Fans

Fußball heute: Von 44 auf 24 Spieler – Jürgen Klopp hat sein Aufgebot für die letzten beiden Länderspiele des Jahres deutlich verkleinert. In der Nations League tritt das DFB-Team in Belgrad gegen Serbien an und empfängt die Niederlande in Berlin. Größter Gesprächsstoff ist die Rückkehr von Niclas Füllkrug.

DFB-Team: Klopp verkleinert den Kader von 44 auf 24 Spieler

Jede Entscheidung sei für einen Spieler gefallen, nicht gegen einen anderen, betonte der Bundestrainer bei der Kaderbekanntgabe. Schwer sei sie nur gewesen, weil nach einer intensiven Phase mit neun Spielen mehr Profis einen Platz verdient hätten – eine Phase, die auch Verletzungen mit sich brachte. Der Konkurrenzkampf ist damit deutlich größer als im September.

Offen bleibe die Tür für alle Nicht-Nominierten, darunter Nick Woltemade und David Raum. Woltemade erlebe nach einer schwierigen Zeit bei Newcastle einen Aufschwung bei Juventus, ihm fehle lediglich die Torgefahr. Diesmal habe aber die Form den Ausschlag gegeben. Für beide ist das ein klarer Auftrag, sich über ihre Klubs erneut aufzudrängen.

Niclas Füllkrug: Klopp lobt die Form des Werder-Stürmers

Genau dieses Kriterium spricht für Füllkrug. Klopp hob die Verfassung des Angreifers hervor, seine meist spektakulären Tore und seinen enormen Einfluss bei Werder Bremen. Mit ihm setzt der Bundestrainer auf einen Spieler, der im Verein eine tragende Rolle spielt – und der dem Sturm genau das liefern soll, was Woltemade derzeit fehlt.

Gesprochen hatten beide erstmals lange vor der Nominierung, nach einem Auftritt in der Sportschau. Versprochen worden sei dabei nichts. Würde morgen eine Europameisterschaft beginnen, wäre Füllkrug aber definitiv dabei, stellte Klopp klar. Ein deutlicheres Bekenntnis zum Bremer ist kaum denkbar.

Marc-André ter Stegen: Klopps klare Nummer eins im Tor

Im Tor ist die Rangordnung geklärt. Marc-André ter Stegen steht vor Alexander Nübel und Jonas Urbig. Neben dem Halten der Bälle seien Stabilität, die Kontrolle des Spielaufbaus und das Lesen von Situationen hinter einer hoch stehenden Abwehr entscheidend – und genau dort habe ter Stegen die meiste Erfahrung.

Davor ist Nico Schlotterbeck in der Innenverteidigung gesetzt, nachdem er sich im ersten Lehrgang verletzt hatte. Jonathan Tah ist trotz seiner Rotation beim FC Bayern dabei. Mit Malick Thiaw, der in drei Vereinsspielen nacheinander nicht zum Einsatz kam, steht Klopp weiter in Kontakt. Bei Tah wiegt die Routine offenbar schwerer als fehlende Einsatzzeit.

Philipp Treu: Klopp lobt die rasante Entwicklung

Auf der rechten Abwehrseite sucht Klopp noch die beste Lösung. Philipp „Pippo“ Treu habe im ersten Camp rasante Fortschritte gemacht, zudem seien Riedel-Bakou von RB Leipzig und der zurückkehrende Benjamin Henrichs Kandidaten. Auch den 19-jährigen Finn Jeltsch, der bereits auf fast 50 Bundesliga-Spiele kommt, will er dort testen.

Schwanger fällt dagegen mit einer schweren Verletzung aus. Eine Reihe weiter vorn setzt Klopp auf Brajan Gruda, der schon im September nominiert worden wäre, hätte ihn damals nicht eine Blessur gestoppt. Der Bundestrainer sieht in ihm einen Straßenfußballer und begabten Spieler für den rechten Flügel und die Halbräume – gerade dort sind die Optionen rar.

Joshua Kimmich: Bayern-Trio bildet das Gerüst im Mittelfeld

Im Zentrum vertraut Klopp auf das Bayern-Trio Joshua Kimmich, Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof. Felix Nmecha bezeichnete er als physische Maschine mit riesigem Potenzial, Florian Wirtz sei sogar noch besser als von ihm erwartet. Dass drei Münchner das Gerüst bilden, verspricht eingespielte Abläufe im Herzstück der Mannschaft.

Offensiv stehen für die linke Seite Derry Scherhant und Said El Mala bereit. Kai Havertz bringe Stabilität und Vielseitigkeit, Younes Ebnoutalib sei im ersten Lehrgang eine positive Überraschung gewesen, Lennart Karl habe mit einem cleveren Tor in Madrid überzeugt. Zusammen mit Füllkrug hat Klopp im Angriff damit deutlich mehr Profile zur Auswahl.

Nations League: Zwei Siege für das Viertelfinale

Auch Spieler außerhalb des Kaders hat der Bundestrainer im Blick. Er kontaktierte Paris Brunner von AS Monaco sowie Nico Tresoldi, der beim Auswärtssieg in Eindhoven traf, um ihnen zu signalisieren, dass der DFB sie genau verfolgt. Gerade für Brunner ist das nach der verpassten Nominierung ein wichtiges Zeichen.

Sportlich braucht Deutschland idealerweise zwei Siege, um ins Viertelfinale einzuziehen. In Serbien dürfen außer wenigen Hundert Personen keine Fans ins Stadion, was Klopp bedauert. Umso mehr freut er sich auf das volle Haus in Berlin, wo ein langjähriger Nationalspieler einen würdigen Abschied bekommen soll.

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